Motorrad mit Schaden gekauft, aber nicht gewusst?

 - (Rechtslage, Motorrod)

6 Antworten

Prinzipiell hast du auf jede Art von Käufen einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch. Privat oder nicht spielt dabei keine Rolle. Dieser kann zwar ausgeschlossen werden, jedoch ist da das Gesetz mit dem Wortlaut sehr genau. Viele Klauseln wie „gekauft wie gesehen“ o.ä. sind unwirksam.
Wie ist denn der genaue Wortlaut diesbezüglich im Kaufvertrag?

Ich würde mit allen Mitteln versuchen, den Kauf rückabzuwickeln, da solche geklebten Stellen selten dicht sind. Stammt übrigens definitiv von einer gerissenen Kette.

Ich bin zwar kein Jurist, aber erfahrungsgemäß handelt es sich hierbei um einen versteckten Mangel. Ob der Verkäufer davon wusste oder nicht, spielt hierbei keine Rolle. Folglich ist er dafür haftbar zu machen, da er das Fahrzeug als betriebsbereit verkauft hat, aber dieses das nicht ist.

Kommt natürlich darauf an, was dir die Sache wert ist, aber sollte sich der Verkäufer weigern, den Kaufvertrag zu annullieren, bleibt nur der Weg zum Anwalt, wobei die Chancen auf Erfolg nicht schlecht sind.
Mit einem geplatzten Motorgehäuse wirst du jedenfalls nicht glücklich.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Danke für deine schnelle Antwort. Wir haben das ganze schriftlich festgehalten. Als Klausel stand, dass unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft wird. Zudem stand dort, dass auch keine Gewährleistung auf versteckte Mängel gegeben wird. Als ich den Verkäufer darauf angesprochen habe, meinte er, dass er den Vertrag von einem Freund hatte und es nur zu seiner Absicherung war.

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@David16122

Der Verkäufer hat von dem Mangel gewußt! Denn so eine Klausel, von wegen versteckten Mängeln, nimmt niemand in den Vertrag!

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@mausekatz

Muss da wohl zustimmen. Musterverträge im Internet weißen ausdrücklich darauf hin, dass ein Sachmängelausschluss nicht wirksam ist, wenn der Verkäufer seiner Informationspflicht nicht nach kommt, egal ob vorsätzlich oder grob fahrlässig. Dies kann auch vertraglich nicht abgetreten werden, da dies eine einseitige Benachteiligung einer Partei bedeutet. Kurz gesagt, diese Klausel würde sich nie in einem Vertrag finden, der nicht absichtlich so formuliert wäre.

Wenn der Verkäufer sich hier jedoch quer stellt, würde ich mir definitiv einen Rechtsbeistand zur Seite ziehen. Oftmals reicht für so etwas eine Mahnung durch den Anwalt und der Verkäufer zieht den Schwanz ein. Ansonsten ist abzuwiegen, ob die Anwaltskosten und die kosten eines laufenden Prozesses nicht den Wert des Motorrads deutlich übersteigen würden.

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Der genaue Wortlaut wäre interessant.
Keine Gewährleistung auf versteckte Mängel ist definitiv ungültig.
Wäre man böse und ein guter Anwalt, könnte man das sogar als Vorsatz auslegen, da er ja scheinbar geahnt hat, dass da was auf ihn zukommt.

Wenn es hält, die entsprechende Stelle nicht unter (Öl-)Druck steht, sich kein Riss gebildet hat und die Stelle bei Verwindung des Rahmens nicht unter Spannung steht ist die Sache möglicherweise gar nicht so schlimm. Dein Bild kann ich nicht sehen, wo ist denn die "ursprüngliche Frage"?

So Bild ist drin. Die Stelle müsste unter Öldruck stehen, anders kann ich mir nicht erklären, warum da sonst Spuren von weggewischtem Öl unter der Stelle und der verkleidung sein sollten.

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