Kann ich Motorrad Inspektion Verschleißteile selber tauschen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sofern es nicht in deinem Handbuch steht, geh mal googeln nach "Inspektionsplan" oder "Wartungsplan" für deine Maschine. Dann siehst du was bei welchem Kilometerstand an deiner Maschine gemacht werden muss. Das arbeitet der Mechaniker ab. Fällt ihm dabei noch anderes auf, wird er mit dir Rücksprache halten.

Es wird im Inspektionsplan zwischen "Sichtkontrolle" und "durchzuführenden Arbeiten" unterschieden.

Verschleißartikel wie Bremsbeläge, Zündkerzen, Reifen oder Kettensatz (bitte niemals nur die Kette wechseln) unterliegen meist nur einer "Sichtprüfung". Das bedeutet, der Mechaniker schaut sich die Teile an, sind die noch gut, bleiben sie, sind sie verschlissen, wechselt er.

Das technische Know-How vorausgesetzt kann und darf man sowas selbst wechseln. Es hat keine Einfluß auf den Stempel im Scheckheft!

Wenn du die Kiste zum Freundlichen zum KD bringst, dann kannst ihm sagen "Du, die Bremsbeläge habe ich erst getauscht", er wirft einen Blick darauf, schaut sie an, damit hat er sein soll, nämlich die "Sichtprüfung" erfüllt. Sind sie gut, warum soll er sie wechseln???

Ob es für deine Yami Sinterbeläge gibt, weiß ich nicht, das googel mal selbst, aber: Bremsbeläge müssen auch zum rest der Bremsanlage passen! Also zu den Bremsscheiben, nicht alles "verträgt" sich. Pass da auf! Ich hatte mal ne Maschine (allerdigs "geringfügig" größer als deine 125er), die war mit den vorhandenen Bremsscheiben und den Stahlflexleitungen mit Sinterbelägen kaum noch fahrbar! Die Bremsanlage war eh schon "giftig" mit den Sinterbelägen war die Bremse sowas von "giftig", dass es schon gefährlich wurde, die Bremse war kaum noch dosierbar.

Liegen noch keine Erfahrungsberichte anderer (--> Markenforum) vor, sie vorsichtig!

Grundsätzlich aber legt man an seine Maschine nur Hand an, wenn man das technische Wissen und Können dazu hat! Dann kann man damit Geld sparen. Hat man das Know-How nicht, kann das Geld sparen lange Krankenhaus oder sogar schlimmeres bedeuten. Also schraube bitte nur selbst, wenn du dir absolut sicher bist mit dem was du da tust!


Danke für den Stern :-)

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Du gibst eine Inspektion in Auftrag. Zu dieser Inspektion gibt es immer eine Checkliste, aus der hervorgeht, was nur geprüft aber auch was (nur im Rahmen der normalen Inspektion) ausgetauscht werden muss.

Dies können z.B. Luftfilter oder Zündkerzen sein.

Andere Verschleißteile wie Bremsklötze, Reifen usw. werden dabei auch sichtgeprüft und wenn erst während der Inspektion  festgestellt wird, dass noch etwas anderes dran ist, dann würde ich von dem Händler erwarten, dass er mich kurz anruft und darüber informiert. Reifen z.B. muss ich nicht zwingend in der Markenwerkstatt tauschen lassen.

Schau mal im Benutzerhandbuch ist alles genau erklärt was bei der Inspektion kontrolliert und gewechselt wird:

https://cdn.yamaha-motor.eu/owner-manuals/Motorcycles/P5D7F8199G4G.pdf

Vor der Inspektion findet eine kurze Vorabkontrolle statt. Wie sehen die REifen aus, Bremsbeläge, Kette?

Wird natürlich nur getauscht wenn die Teile abgefahren sind.

 Nur Geld sparen wird schwierig, weil Reifenwechsel das geht nur mit Spezialwerkzeug und Hebebühne. Kettenwechsel brauchst das selbe. Bei Bremsbelägen musst du schon wissen was du machst. Zündkerze kannst du selber wechseln, aber ob du nun im Baumarkt eine für 7 Euro kaufst oder dir die Werkstatt eine für 9 Euro reindreht. Viel Geld hast du da nicht gespart.

So oder so, für solche Arbeiten dafür brauchst du eine Werkstatt, und es ist einfach bequemr wenn alle Arbeiten bei der Inspektion gemacht werden.

Was brauch man dann an "spezialwerkzeug"? Nen drehmomentschlüssel und vllt einen rücksteller für den bremskolben. Ne hebebühne fände ich übertrieben,ein einfacher heber tuts auch. Das gibts alles bei Louis der rest ist ein normaler ratschekasten ausm baumarkt.

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Da muss ich dir leider auch widersprechen. Warum brauche ich ne Bühne zum Reifenwechseln? Welches Spezialwerkzeug?

Hat man nen Hauptständer, reicht dieser für den Ausbau des HR. Um das HR ausbauen zu können, brauche ich ne passende Nuss und nen Drehmomentschlüssel, für's VR braucht man nen Heber. Hat man keinen Hauptständer, braucht man auch nen Heber für's HR.

Rad ausbauen, ab damit zum Freundlichen oder Reifenhändler, der zieht den neuen Gummi auf und fertig.

Ok, wir wechseln nun seit über 2 Jahren auch den Gummi selbst, das geht natürlich nicht ohne eine Reifenmontiergerät etc.

Was brauche ich für den Tausch des Kettensatzes für Spezialwerkzeug? Meist reicht ein Ratschenkasten, gut, meine will was "besonderes", nämlich Torxschlüssel... das war's aber schon. Bühne? Wofür?

Die Zündkerze mag beim Freundlichen vielleicht nur 2 € mehr kosten, das macht "das Kraut nicht fett", stimmt! Aber: die Arbeitszeit, die macht's aus, da legst du dann für nen Wechsel schnell mal 70 - 100 € auf den Tisch!

Aktuelles Beispiel: Undichter Simmerring: Werkstattkosten knapp 300 €, Materialkosten (mit Wilbersöl, wo ich ernsthaft bezweifle ob eine Werkstatt die Gabel mit Wilbersöl befüllt) 40 € für's Öl, 30 € für die Simmerringe und Staubkappen, summa summarum: 70 € wenn man es selbst macht (sofern man kann)! Also ein Unterschied von knapp 230 €! DAS lohnt sich dann schon!

Klar, da hast du recht: bequemer ist es, lässt man machen :-) aber... es gibt Menschen die das nötige Wissen und Können haben, gerne an ihrem Motorrad schrauben, denen das Spaß macht und, es bringt zwei große Vorteile mit sich: man weiß, dass nicht "geschludert" wurde und: wenn unterwegs mal was sein sollte, können sich solche Menschen eher selbst helfen und müssen einen Motorradurlaub eher nicht durch den Rücktransport durch den ADAC abbrechen ;-)

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@BMWRolf

Naja, nicht ganz. Ganz alleine würde ich's wohl nicht machen (wobei, wenn ich "müsste"....) ich "schraube" bei aufwändigeren oder sicherheitsrelevanten Sachen nie alleine, macht meine bessere Hälfte und ich bin dabei und helfe (und lerne).

Da habe ich aber das bessere Gefühl als in Werkstätten! So sauber und akkurat arbeitet keine Werkstatt wie er. Er nimmt sich Zeit und arbeitet mehr als sorgfältig, macht "Kleinigkeiten" mit, die Werkstätten halt nicht mit machen. Ist aber klar, Zeit ist Geld, Geld das der Kunde bezahlen muss. Er macht's aus Freude an der Arbeit und zum Werterhalt unserer Maschinen.

Beim ersten HR-Ausbau an meiner "Scheckheft-gepflegten" Maschine, die bis dahin nur in einer Vertragswerkstätte war, zog er eine ungefettete, bereits leich korrodierte Achse raus... bestätigte wiedermal unsere Meinung: Nur was man selbst macht, ist ordentlich gemacht! Also, alles reinigen, wieder plan schleifen und mit gutem "grünem Fett" (Castrol LMX-Li Komplexfett) fetten und wieder einbauen..... und das war nur ein kleines Beispiel, wo in "Vertragswerkstätten" geschlampt wird - und man trotzdem nen Stempel im Scheckheft hat - auf den Stempel verzichte ich gerne, wenn das "sowas" bescheinigt.

Problem ist nur: wer's nicht selbst machen kann, wird solche Schlampereien nur seltenst aufdecken und weiterhin an "die gute Pflege" in der Vertragswerkstatt glauben, und auf sie vertrauen.

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