Motoröl - Ich bin verwirrt...

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Zweite Antwort als Ergänzung: Am häufigsten werden heute Mehrbereichsöle verwendet. Man nimmt dazu dünnflüssige Grundöle und setzt ihen o.g. Additive zu: durch die Mischung erreicht man, dass ihre Visko- sität bei höheren Temp. nur geringfügig abnimmt. Man gewinnt dadurch: a) eine hohe Schmierfähigkeit bei kaltem Öl --> siehe Kaltstart! b) eine geringere Belastung vom Anlasser bei tieferen Temperaturen c) ausreichende Schmierfähigkeit bei höheren Aussen- und Motortemperaturen!

Motorräder: viele Mopeds haben nur einen Ölkreislauf, das Getriebeöl ist mit dem Motoröl gekoppelt. Dieses Öl stellt höchste Ansprüche wegen der besonders hohen Scherstabilität im Motor selbst (siehe Zahnräder im Motorblock!) durch die (im Vergleich zu PKW's) weit höhere Kolbengeschwindigkeit. Zugleich benötigt das Motoröl bei Bikes auch eine höhere Stabilität gegen sogenannte "Flächenpressung".

Viele Mopeds haben eine Nasskupplung oder eine sogen. "Ölbadkupplung": Motorräder mit Ölbadkupplung vertragen keine Additive zur Reibwertminderung!! Die Hersteller verweisen eindeutig auf die entsprechenden Motoröle; diesen Anweisungen ist unbedingt Folge zu leisten!

Die erforderliche Ölmenge ist bei Mopeds deutlich geringer als bei PKW's; die Kolben- geschwindigkeit plus Drehzahl & Verdichtung ist bei Motorrädern ungleich höher als bei PKW's. Die Kombinnation all dieser Faktoren bedeutet logischerweise eine höhrere Temperatur bei Motorradölen. Bei älteren Maschinen macht man mit herkömmlichem Mineralöl nichts verkehrt, könnte bei Herstellernachfrage evtl. auch ein halbsynthetisches Motoröl verwenden. Moderne Bikes besitzen häufig Einspritzmotoren. Welches Öl benutzt werden darf, wird in der Betriebserlaubnis nachzulesen oder direkt beim Werk oder Vertragshändler in Erfahrung zu bringen sein. Schwitz...;-) Gruss jj

Dann trink erstmal was nach diesem Kraftakt ;) und danke jayjay :)

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@Wuroiz

lach, tat gut, biker ... ansonsten hoff ich, dass es einigermassen verständlich rüberkommt...machs gut und bis dann, jj

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@Jayjay12

Freut mich, Wuro, vielen Dank! Allzeit Gute Fahrt mit deiner Ninja ;-) - und die Hand zum Gruss, jayjay

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Hallo Wuroiz,

Du findest viel Wissenswertes zum Thema bei der www.wikipedia.de unter dem Begriff "Motoröl" (siehe dort).

Heute wird in aller Regel nicht mehr unterschieden zwischen Sommer- und Winterölen. Die heutigen Mehrbereichsöle decken durch die enthaltenen Additive (= Zusätze wie Polyester bzw. Polymere) alle denkbaren Temperaturspitzen ab, sowohl bei grosser Kälte als auch grosser Hitze. Die Fliessgeschwindigkeit (Viskosität) von Ölen spielt eine zentrale Rolle!

  • Dünnflüssige Sommeröle werden nach SAE J-300 in die Viskositätsklasse 20 (= sehr dünnflüssig), 30,40, 50 und zuletzt 60 (= sehr dickflüssig) eingeteilt.
  • Winteröle sind dünnflüssiger als Sommeröle, man unterscheidet in sogen. W"-Klassen nach SAE J-300 folgendermassen: SAE 0W = für Tiefsttemperatur bis minus 30°C geeignet. Weitere: SAE 5 W = bis - 25° C, SAE 10W, 15W, 20W und SAE 25 W = bis - 5°C (also ist SAE 25W deutlich das zägflüssigste Winteröl im Vergleich zu allen anderen)

eine 2. Antwort folgt, Gruss jayjay (system loggt mich sonst aus, weisst du)

Okay, danke schonmal :) nur, Wikipedia hab ich schon durchforstet, nur da stehen viele Fachbegriffe, die ich nicht in den Kontext einfügen kann ohne Vorkenntnisse. Aber danke schoneinmal für die ersten Aspekte :)

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@Wuroiz

Der HInweis mit Wikepedia von JJ ist schon richtig, solltest dir einfach mal die Mühe machen, die Seite in Ruhe von oben bis unten durchzulesen, ist sehr schön erklärt. Wenn du es dann noch nicht verstehst solltest du dich auf das Fahren konzentrieren und die Ölwechsel in der Werkstatt machen lassen.

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...und meine Schwester heißt Polyester...nein, nein, nein, Jan. Den Begriff "Polyester" wollen wir in Zusammenhang mit Ölen ganz schnell vergessen und streichen, gell? :)

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@deralte

...und "Polymere" erinnern mich sehr an die Zahntechnik... würg

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@deralte

ja, dachte ich auch erst, Kostja, aber die 'Wiki' wird sich nicht geirrt haben, denn dort steht es schwarz auf weiss. Hab auch andere Kanäle bemüht, u. siehe da:
www.chemie.fu-berlin.de/chemistry/kunststoffe/kpond.htm

Hier eine Kurzfassung zur Polykondensation: Esterbildung ( = Veresterung) Defintion: bei der Veresterung entstehen Polyester + Polycarbonate. Wenn Esterbindungen miteinander verknüpft werden, sind Polymere entstanden. Die Wikipedia sagt es mit anderen Worten, hier ebenfalls eine kurze Version: Copolymere sind aus verschiedenen Monomeren aufgebaut wie Polyester.

Mir ist die Polymerisation aus der organischen Chemie bei der Lackfarbenher-stellung bekannt, was Polyester wie Schaumstoffe anbelangt, wissen wir wohl alle. Polymere haben eine geringe Dichte. Sie sind bekannt für schlechte Leitfä- higkeit von Wärme & Strom. Bei der Esterbildung reagieren immer eine Säure mit einem Alkohol. Glycerin z.B. ist ein dreiwertiger Alkohol. Naja, soviel dazu. VG jj ;-)

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@deralte

lach...mich immer an Polypen...--> auch was feines ;-P

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@Jayjay12

Das ein "Ester" ein Alkoholradikal ist, ist mir geläufig. Aber was eine Veresterung in Mineralöl zu suchen hat, war mir in der Tat nicht bekannt. Mann lernt nie aus... Leider funktioniert der Link nicht. Jan, kannst du mir den nochmal schicken, auch per PN?

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@deralte

ja, mach ich gern, fuchse mich nachher nochmals dort rein, dann erhältst du eine PN, Kostja. Sag mal, woher weisst du denn so viel zu Themen wie der Veresterung von mineralischem Öl und der Verbindung mit Alkohol...du bist doch von Haus aus Versicherungsmakler? Hm, gibst einem glatt Rätsel auf....

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@Jayjay12

Ich habe zwei Berufe erlernt: Zuerst Zahntechniker (10 Jahre in dem Beruf gearbeitet). Danach nochmal Versicherungskaufmann gelernt. Weiterhin habe ich in der Schule (13 Jahre) recht früh kapiert, dass ich nicht für die Lehrer, sondern für mich lerne. :-)

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