Leistungs- und Drehmomentkurven von KTM Superduke und MV Brutale 990 gleich?

3 Antworten

Das kann man so verallgemeinernd nicht sagen.

Sehr guter Link vom MoppedMichl, genau so ist es. Schade für die Zwei- und Dreizylinderfans...

Du brauchst die 2- und 3 Zylinderfans nicht bedauern. Bei mittleren bis höheren Literleistungen ist der 3-Zylinder bis etwa 1100 ccm unter dem Strich allen anderen Systemen überlegen. Um die Qualität eines Motors zu beurteilen genügt es nicht, sich eine Kennzahl anzusehen. In Punkto Drehmomentverlauf, Leistungscharakteristik, Innerem Widerstand und damit Wirkungsgrad, Gewicht, Einbaumaße ist der 3-Zylinder in dieser Hubraumklasse mit Abstand der beste Kompromiß.

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@chapp

Du brauchst die 3 Zylinderfans wirklich nicht bedauern, fahre mal eine Speed Triple und Du wirst Dich wundern.

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Penner sollte öfter mal seine Klappe halten, dann erzählt er nicht so viel Mist.

Er verwechselt das Drehmoment an der Kurbelwelle mit dem abgegebenen Drehmoment am Hinterreifen. Bei diesen Vergleichsmessungen wird das Drehmoment an der KW gemessen, unabhängig von den diversen Übersetzungsverhältnissen im Primär - und Sekundärantrieb und im Getriebe. Wenn ich die Übersetzung manipuliere, dann kann ich aus jedem Motor fast jedes beliebige Drehmoment herausmanipulieren. Das hat aber nichts mit seriöser Leistungsermittlung zu tun.

Das Drehmoment hängt einzig und allein vom Hubraum und vom Füllungsgrad ab. Einen gewissen Einfluss hat auch noch der Hub, durch den günstigeren Hebelarm bei längerem Hub, was die ein - und Zweizylinder etwas begünstigt.

Durch genaue Abstimmung der Einspritzanlagen und der Ansaugtrakte schafft man es heute, auch bei hochdrehenden Multizylindermotoren über einen weiten Drehzahlbereich die Füllung zu optimieren. Deshalb haben diese Motoren auch bei relativ niedrigen Drehzahlen schon ziemlich hohe Drehmomentwerte. Trotzdem hat z.B. ein Extrem wie der MT01 Motor aufgrund seines relativ geringen Einlaßdurchmessers und der deswegen hohen Ansauggeschwindigkeit bei niedrigen Drehzahlen eine bessere Füllung als ein hochdrehender Motor und daher ein höheres Drehmoment. Man merkt den Unterschied nur nicht, weil der Multizylinder dieses Manko durch eine entsprechend kürzere Übersetzung der unteren Gänge und die Drehzahl ausgleicht. Außerdem haben diese Motoren so viel Leistungsüberschuss, daß der Fahrer es im unteren Geschwindigkeitsbereich nicht bemerkt.

In einem Punkt hat Penner recht: Das Ruckeln der V2 bei Drehzahlen unter 2.000 umin. Nur hat er vergessen den Grund zu nennen. Der liegt nämlich darin, daß großvolumige 1-2 Zylindermotoren eine überdimenisonale BOHRUNG haben. Dadurch werden die Flammwege sehr lang. Um das zu eliminieren müssen diese Motoren auch bei niedriger Drehzahl mit relativ viel Frühzündung laufen. Durch diesen frühen Zündzeitpunkt wird der Motorlauf rauh und ruppig. Das kann bis zum abrupten Absterben führen.

Merke: nicht jeder, der mit seinen Ergüssen im Internet Werbegelder einstreicht hat auch wirklich Ahnung.

Entschuldigung, ich vergaß: die Opas hatten durchaus Recht mit ihrer Annahme, daß früher die V2 ein höheres Drehmoment hatten, als die Drehorgeln. Das liegt daran, daß die früheren Multizylinder mit ihren einfachen Vergasern und Ansaugsystemen im unteren Drehzahlbereich zu geringe Ansauggeschwindigkeiten und dadurch schlechte Füllungsgrade hatten. Dadurch war der V2 im Drehmoment unten herum überlegen. Sie liefen auch runder als moderne V2, weil sie wegen der damals geringeren Leistung nicht so hoch verdichtet und extreme Langhuber waren. Dadurch waren bei gleichem Hubraum die Bohrungen kleiner, die Flammwege dadurch kürzer und sie brauchten nicht so viel Vorzündung.

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Hut-zieh ;) Super Antwort! Greetz

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@kesha

Noch einmal zum Nachlesen: Drehmoment drückt nur den STATISCHEN DREHIMPULS, der von der Kurbelwelle ausgeht aus. Mit Drehzahl und Übersetzungen hat das nicht das Geringste zu tun. Dafür sind KW/PS zuständig.

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