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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Moin Kai,

das Pferd wird gleich zweimal von hinten aufgezäumt:

  1. Das Bußgeld für eine "defekten" Auspuff wurde auf 20€ gesenkt (es ist erst ein paar Jahre her). Unsere bayerischen Verkehrsminister sind ja auch die Creme de la Creme...
  2. Warum wird der Verkauf der "Sport"- Auspuffanlagen (nicht nur Motorräder!) EU-weit radikal verboten?

Danke für den Stern. :)

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@deraltealte

Gerne. Und gleichzeitig bauen wir mit Milliardenaufwand Lärmschutzwände und Flüsterasphalt. So erhält man Arbeitsplätze...

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Nun ja, man bekommt ja auch einen Serientopf dazu zu laut zu sein, die schwarzen Schafe wirst du damit ja nicht los, die kürzen dann halt den DB Killer oder bauen den komplett aus.

Außerdem gibt es ja Leute mit berechtigtem Interesse an denen. Ein generelles Verbot sollte also nicht existieren.

Dann wiederum gibt es mittlerweile eine ganze Menge an Rennstrecken, die krassere Geräuschemissionsgrenzen haben als öffentliche Straßen, also sind die Racing anlagen nicht mal unbedingt auf allen Rennstrecken erlaubt.

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@fxhbr

Alle Anlagen mit "Db-Killer" verbieten. Die Händler werden es überleben.

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@deraltealte

Das hat auch noch niemanden aufgehalten. Dann wird der Serienauspuff halt aufgebohrt, oder der Kat entfernt, oder das Dämmmaterial. Das wird ja schon oft genug betrieben.

Einen fest verschweißten DB-Killer einzubauen hat auch den Vorteil, dass der Endtopf deutlich leichter konstruiert werden kann, da zur Erhöhung des Staudrucks weniger Dämmmaterial notwendig ist.

Das einzige was du damit erreichst, ist dass du diejenigen einschränkst, die keine Schindluder damit betreiben und diejenigen die bereits so unnötige Sachen machen, die werden weiterhin ihren Auspuff tunen.

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Finde es ja mal interessant wie eine zukünftige Regelung zur Lärmemission aussehen soll.

Ich meine bereits aktuelle Regelungen sind, um es vorsichtig auszudrücken, undurchsichtig.

Mein Motorrad (V85 TT) hat laut Schein zum Beispiel ein Standgeräusch von 87 dB.

Gleichzeitig gibt es jedoch Motorräder die ein Standgeräusch von mehr als 100 dB haben.

Würde bei einer Messung meines Standgeräusches mehr als 90 dB gemessen werden, droht mir bereits ein Bußgeld und eine Untersagung der Weiterfahrt, während es Motorräder gibt, die legal mehr als doppelt so laut fahren dürfen.

Einheitliche Lärmregelungen sind komplett vom Sinn befreit, besonders wenn man bedenkt, dass unterschiedliche Emissionsstandards auf deutschen Straßen unterwegs sind. Wie will man da etwas einheitliches erreichen?

Wie soll ein Lärmblitzer also funktionieren, wenn das zulässige Geräuschlimit von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich ausfällt?

Wie soll dafür eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, wenn es mir als Fahrzeughalter unmöglich ist, zu überprüfen, ob ich diese einhalten kann?

Ich als Halter habe dafür Sorge zu tragen, dass mein Fahrzeug nicht zu laut ist. Wie kann ich jedoch mein Fahrverhalten anpassen, wenn mir eine Überprüfung unmöglich ist?

 Laut französischen  Medienberichten wurden in Paris an einem einzigen Sonntag Spitzenwerte von 450 Lärmüberschreitungen gemessen.

Besonders dieser Satz ist für mich besonders interessant. Es werden Lärmüberschreitungen gemessen. Ganz toll. Klingt für mich nach einer super Methode um jeden zur Kasse zu bitten, immerhin hat keiner von denen die Möglichkeit gehabt zu Messen, ob sie zu laut sind.

"Wenn Paris das schafft, warum sollte es dann nicht auch in Hannover gehen?"

Wenn die es in Bangkok schaffen ohne Verkehrsregeln zu achten unbeschadet anzukommen, warum sollte das dann nicht auch in Hannover gehen? Das ist ja mal ein richtig schlagfertiges Argument!

Wie wäre es einfach damit Bußgelder anzuziehen und mehr Polizeikontrollen zu machen? Damit es so richtig weh tut und man es sich zweimal überlegt, ob man ohne DB Killer ausfährt, immerhin wären die Chancen erwischt zu werden viel höher und die Konsequenzen viel schlimmer.

Ich meine bereits aktuelle Regelungen sind, um es vorsichtig auszudrücken, undurchsichtig.

Eigentlich nicht, da abhängig vom Baujahr, hier mal eine ältere Publikation: https://www.oldtimer-markt.de/ratgeber/grundlagen/ger%C3%A4uschgrenzwerte-bei-motorr%C3%A4dern

Einheitliche Lärmregelungen sind komplett vom Sinn befreit, besonders wenn man bedenkt, dass unterschiedliche Emissionsstandards auf deutschen Straßen unterwegs sind. Wie will man da etwas einheitliches erreichen?

Ist auch nicht beabsichtigt und auch nicht nötig, da anhand des Kennzeichens die Fahrzeugdaten und damit die jeweils erlaubten Grenzwerte bekannt sind.

Wie kann ich jedoch mein Fahrverhalten anpassen, wenn mir eine Überprüfung unmöglich ist?

Indem du beispielsweise dafür sorgst, dass du nicht im 1. gang mit 8.000 U/min mit 50km/h durch die Ortschaft fährst, dort nicht maximal beschleunigst, nicht an der Ampel den Gashahn bis zum Anschlag aufdrehst.

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@geoka
Indem du beispielsweise dafür sorgst, dass du nicht im 1. gang mit 8.000 U/min mit 50km/h durch die Ortschaft fährst, dort nicht maximal beschleunigst, nicht an der Ampel den Gashahn bis zum Anschlag aufdrehst.

Ja klaro, bis zu welcher Drehzahl kann ich dann bitte fahren? Ich darf bei einem 30er Tempolimit ja auch 30 fahren und muss nicht nach Gefühl fahren.

Ist auch nicht beabsichtigt und auch nicht nötig, da anhand des Kennzeichens die Fahrzeugdaten und damit die jeweils erlaubten Grenzwerte bekannt sind.

Nun ja, der Pariser Lärmblitzer hat offensichtlich einen festen Schwellenwert.

Die Fahrzeugdaten meines Fahrzeuges beschreiben 87 dB Standgeräusch bei 3750 Umdrehungen und 76 dB Fahrgeräusch. Darf ich nun die 76 dB nicht überschreiten oder die 87 dB?

Ich fahre einen V2, da ist die Geräuschentwicklung halt bereits in den niedrigeren Drehzahlen höher als bei einem Reihenvierzylinder.

Der Reihenvierzylinder hat dann vielleicht ein Standgeräusch von 103 dB bei einer Nenndrehzahl von 6500 Umdrehungen.

Wenn der also mit 6000 Umdrehungen lauter ist als ich mit 4000, ich allerdings geblitzt werde, weil ich meinen Schwellenwert überschritten habe und der nicht, wo ist dann der Sinn dabei? Damit erreicht man doch keinen effektiven Lärmschutz.

Und bei einem einheitlichen, festgelegten Schwellenwert, z.B. 90 dB, fehlt dem Fahrer die Möglichkeit zur Selbstkontrolle. Wann erreiche ich die 90 dB? Das ist unmöglich einzuschätzen ohne konkrete Messmethoden.

Es ist natürlich klar, dass im möglichst hohen Gang fahren und nicht Vollgas geben ein guter Ansatz sind, nicht zu viel Lärm zu erzeugen, aber wenn Tempo 30 angeschrieben ist, schaue ich auch auf meinen Tacho und fahre knapp unter 30 und fahre nicht übervorsichtig langsam um nicht eventuell zu schnell zu fahren.

Wenn VOR einem Blitzer natürlich Leuchttafeln angebracht sind, wie die Geschwindigkeitstafeln, die man öfter sieht, dass eine Form von Selbstkontrolle da ist und dem Fahrer die Möglichkeit der gegeben wird, sein Fahrverhalten anzupassen, dann würde ich das befürworten, zumindest in geschlossenen Ortschaften.

Eigentlich nicht, da abhängig vom Baujahr, hier mal eine ältere Publikation:

Naja eigentlich schon, da wie bereits gesagt, einige Motorräder ein lauteres Standgeräusch haben dürfen, als andere und Fahrzeughalter Bußgelder für Überschreitungen erhalten, obwohl ihre Fahrzeuge leiser sind als andere, die das legal dürfen.

Die Messung anhand des Fahrgeräusches macht dabei auch keinen Sinn:

Vereinfacht gesagt muss das Fahrzeug dabei in einer bestimmten Entfernung mit drei Vierteln der Nenndrehzahl (aber max. 50 km/h) am Messgerät vorbeifahren und dabei voll beschleunigt werden.
Bei Krafträdern wird ab 50 km/h jeweils im zweiten und im dritten Gang voll beschleunigt. Die gemessenen Werte ergeben gemittelt das Fahrgeräusch.

Macht fürcherlich viel Sinn, die Messung anhand einer Beschleunigung mit Vollgas durchzuführen. Das ist sicher im Sinne der Anwohner, die möchten, dass Leute eben nicht mehr mit Vollgas unterwegs sind.

Ändert auch nichts an der Tatsache, dass einige Motorräder dann trotzdem laut sind und andere nicht, es also wiederum nicht im Sinne des Lärmschutzes ist, weil damit effektiv kein Lärm unterbunden wird.

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@fxhbr

Eine zulässige Geschwindigkeit mit angepasster und nicht maximal möglicher Drehzahl ist gemeint. Von einer bestimmten Minimaldrehzahl war nie die Rede...

Die Lärmblitzer sollen bestimmte Fahrzeugklassen unterscheiden können, damit fällt ein Teil bereits raus und wenn dann doch geblitzt wird, dann hängt es von den Fahrzeugdaten und Toleranzwerten ab, ob du Post bekommst oder nicht und ob Maßnahmen deinerseits erforderlich sind.

Nachdem ich alles wirklich gelesen habe, braucht man bei einem serienmäßigen Zustand und rücksichtsvoller Fahrweise ja keinerlei Angst vor Lärmblitzern zu haben und so kann ich deine Darstellungen nicht teilen bzw. nachvollziehen.

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Servus

Der Apell wird wie immer, wirkungslos verhallen. Auf einen groben Klotz, gehört ein grober Keil.

 Ich bevorzuge die italienische Methode: Fahrzeug sofort still legen und gegebenenfalls verschrotten. Sorry, meine Meinung.

Grüßle

Alles nur zu unserem besten ;) 

Geniesst diese Zeiten, Leute, bald werden wir nur politisch korrektes Gendersternchen-Geblubber von uns geben dürfen...

Komischerweise beschwert sich niemand über laute Autos mit Sportauspuff.

Doch, ich! :D

Nervt schon, wenn ich unter meinem Helm ein Auto das neben mir steht lauter höre als das Motorrad auf dem ich drauf sitze.

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