Kann man von einem Auspuffhersteller sein Geld zurück fordern, wenn der Auspuff beschlagnahmt wird?

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4 Antworten

Den Fall würde ich in jedem Fall durch einen Rechtsanwalt unter Zuhilfenahme eines Unabhängigen Sachverständigen klären lassen.

Wenn dein Motorrad in der ABE genau beschrieben ist und du trotzdem eine Anzeige bekommst ,würde ich auf jeden Fall probieren mein Geld zurück zu bekommen. Ich kann mir aber gut vorstellen das der Händler dir bestimmt vorwerfen wird das sie entweder nicht richtig montiert war oder das du da was Manipuliert hast.Fahr doch mit dem Auspuff und der ABE zum TÜV und lass es dir von dem Prüfer erklären, so solltest du auf der sicheren seite sein. Sont auf jeden Fall Kohle zurück

Ein Versuch wäre es wert. Weil wenn er mit der ABE versichert, dass die Anlage rechtens ist, hat er auch die weitere Verantwortung dafür zu tragen. Wenn Du ganz sicher bist, dass der Auspuff ordnungsgemäß für dein Bike verbaut wurde, dann geh sofort zum Anwalt und lass ihn alles weitere regeln. Viel Erfolg!!!

Meiner Ansicht nach geht Dein Anspruch sogar noch weiter. Nach §§ 459 ff BGB hat der Verkäufer Gewährleistung dafür zu bieten, dass die Kaufsache frei von Rechten Dritten und nicht mit Sachmängeln behaftet ist. Er haftet ferner dafür, dass Kaufsache die zugesicherten Eigenschaften hat (§ 459 Abs. 2 BGB) Der Verkäufer versichert Dir durch die ABE, dass die Anlage eine bestimmt Eigenschaft aufweist, nämlich dass Du die Anlage an Deinem Motorrad fahren darfst. Stellt sich anhand der Lautstärkemessung heraus, dass die Anlage zu laut ist, fehlt diese Eigenschaft und es ist ein Sachmangel vorhanden. Damit kannst du Deine Rechte aus § 463 BGB (Wandlung und Schadensersatz wegen Nichterfüllung) unmittelbar geltend machen. Eine Kaufpreisminderung nutzt Dir nichts, da Du mit dem Auspuff nicht fahren darfst. Also wirst Du wandeln und Dein Geld zurück verlangen/bekommen. Der Dir entstandene Schaden ist jedoch noch erheblich höher, denn Du wirst aufgrund der mangelhaften ABE möglicherweise mit Abschleppkosten, einer Anzeige und ggf. einer Geldbuße belegt werden, d. h. Du erleidest einen sogenannten „Mängelfolgeschaden“, der nach §§ 249 ff BGB auszugleichen ist. Aber wie gesagt: Das ist meine Ansicht. Ohne noch genauere Prüfung und Hinzuziehung eines Rechtsbeistandes würde ich das nicht durchziehen

Alternativ könntest Du natürlich auch die Nachbesserung der Anlage verlangen, vorausgesetzt es stellt sich heraus, dass sie mangelhaft ist. Das bliebe Dir unbenommen. Trotzdem bliebe dann immer noch der zu ersetzende "Mängelfolgeschaden"

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Dies dürfte aber nur bei einem neuwertigem, also kaum gefahrenen Endtopf passen bzw. solange wie dieser noch in der Herstellergarantie liegt. Da diese aber einem natürlichen Verschleiss unterliegen, können die damit die zugesicherten Eigenschaften nur im Neuzustand haben bzw. sollten diese haben solange der Hersteller eine Garantie draufgibt.

Habe ich was übersehen?

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@user1332

Neee, das sehe ich auch so. Über eine gewisse Zeit müste das Teil schon seine zugesicherten Eigenschaften behalten. Andererseits liegt Dein Originalauspuff trotz "X TsdKm" auch noch innerhalb der Norm. Wo der Richter da die Grenze ziehen würde, weiß ich auch nicht.

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