Japan und pro und Contra aus Europa..

Das Ergebnis basiert auf 4 Abstimmungen

Ja die Japaner kommen wieder. 50%
Weiß nicht. 25%
Die Europäer können sich da nicht lange halten 25%
Die Europäer haben einfach mehr Mut. 0%
Die Japaner sind weg vom Fenster 0%

4 Antworten

Ja die Japaner kommen wieder.

Wer da jetzt gerade von wem die goldene Fussraste verliehen bekommen hat finde ich nicht so schrecklich interessant. Die Japaner waren schon von jeher clevere Ingenieure, bauen solide, ausgewogene Bikes und haben wegen der Verkaufszahlen kleinerer Motorräder (z.B. 125er) auf dem asiatischen Markt ein sehr dickes finanzielles Polster, sie wegen einer kleinen Tsunami-Atomkraftwerk-Flaute abzuschreiben halte ich für verfrüht.

Hallo Nitro

Die Japaner waren nie weg vom Fenster.

Wenn ich mir die 50.000km Rangliste so ansehe, liegen die Japaner sehr gut im Rennen. Wir wollen hier Motorräder fürs Hobby, Händler um der Ecke.

Brot und Buttermotorräder für den täglichen Gebrauch oder gar als Transportmittel, stellen die Europäer kaum, besser gar nicht her. In den Anden stellt sich die Frage nach 200 PS und der 300km/h Schallmauer eher nicht, wie auch im größten Teil unserer Welt. Beziehe mich da auf ein BMW Prospekt 2006 für die 1200er GS Adventure. Sie präsentierten ein Bild mit der GS und einem Indio auf einer 125er Honda, irgendwo hoch oben in den Anden. Ich habe mir damals sofort die Frage gestellt, für wen das Bild wohl eher spricht.

Und dann möchten wir auch gerne ein individuelles Motorrad. 1000ccm, besser mehr, sollen es bitte auch sein.

Da geht unserem Nachwuchs bald der Schnauf aus und schon präsentieren die Japaner, recht erfolgreich, ein 700ccm Baukastenmotorrad, eine schicke 500er mit 48 PS, so um die 6000€, usw. Auf diesem Sektor wird es bei den Europäern dünn. Kann gut sein, dass die Japaner unser Hobby bald ein zweites mal beleben.

Gruß Nachbrenner

In den Anden stellt sich die Frage nach 200 PS und der 300km/h Schallmauer eher nicht, wie auch im größten Teil unserer Welt.

Genau so ist es und auch hier bei uns sind die 200 PS und ein Hubraum, der früher für grosse Limousinen ausgereicht hatte, für die meisten Fahrer doch wohl eher nicht gelebte Praxis, sondern etwas zum Rumtönen beim Bikertreff.

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Geh die Sache doch mal volkswirtschaftlich an. Bezogen auf Deutschland: Die Statistik spiegelt nur die Neufahrzeuge wieder. Ein junger Mensch verdient durch Dumpinglöhne nicht so viel Geld. Dann kommen noch die Zeitverträge. Wer etwas Verantwortung hat, kauft sich keinen teuren Hobbyspaß auf Abzahlung wenn er nicht weiß ob er nach Beendigung des Jahresvertragen noch eine Arbeit hat. Dazu kommt, dass er das Geld erstmal für wichtigere Dinge braucht. Wohnungseinrichtung und möglicherweise eine Familienplanung. Da greift er im günstigsten Fall auf ein gebrauchtes Motorrad zurück. ---- Jemand, der in fester Anstellung ist, die Wohnung eingerichtet und die Kinder "aus dem Haus" sind, hat ganz andere Sicherheiten. Entweder hat er das Geld gespart oder er ist (ziemlich) sicher, dass er den Kredit auch abbezahlen kann. Meist ist er dann etwas älter und kann sich seinen Traum erfüllen. Die Zeit des "Rennfahrens" ist im Allgemeinen vorbei. Der Geschmack geht in Richtung Reiseenduro womit er reisen möchte, oder eben eine "sichere" Maschine. Das sind eben die BMW´s und die haben auch noch einen besseren Widerverkaufswert. Deshalb sieht man auch auf BMW´s die neu gekauft worden sind meist ältere Motorradfahrer. Das spiegelt sich in der Statistik wieder.

Nebenbei: Die Dumpinglöhne, die Zeitverträge und besonders die "Praktikanten", die meist unentgeltlich arbeiten in der Hoffnung sie bekommen den Job, aber nach Ablauf der Zeit nicht übernommen werden weil Platz geschaffen wird für neue Praktikanten ist das, was unsere Wirtschaft langsam aber sicher in den Ruin treibt. Damit fällt die Kaufkraft und viele Firmen gehen in die Insolvenz, was wiederum neue Arbeitslose oder Kurzarbeiter schafft. Den Politikern ist das bekannt, aber durch Arroganz und Selbstherrlichkeit reden die nur davon, machen aber fast nichts dagegen. Die sehen sich alle als Konkurrenten und keiner traut sich ein Gesetz durchzusetzen das diese "Missstände" abgeschafft. Außerdem sind die auch in vielen Firmen vertreten und wollen natürlich ohne Rücksicht auf Verluste Geld verdienen. Dann "sägen" die doch nicht an dem eigenem Stuhlbein. Bonny

Diese perversen Lohnstrukturen ruinieren nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft.

Irgendwann fällt uns allen das noch auf die Füße.

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Bravo Bonny, Du bringst eines der zentralsten Themen zur wirtschaftlichen Lage und zur fallenden Kaufkraft in unserem Lande voll auf den Punkt, und benennst auch die Gründe dafür: sehr lesenswert und informativ, DH für den klasse Beitrag!

In Südostasien fahren die meisten Menschen Moped, wie du wohl weisst. Oft findet die ganze Familie auf diesen schnellen Flitzern Platz. Wer kann sich dort schon gross einen PKW leisten? Könnte doch sein, dass in Zukunft viele Leute in Deutschland wieder vom Auto auf's Moped oder nen Roller umsteigen. Wäre bei aller sozialen Not und Ungerechtigkeit wenigstens ein positiver Trend. Gruss jj

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