Jahresarbeit über Motorradsport - Verstehen der Aufgabe?

4 Antworten

Meine Fresse - da hat man dir aber was aufgehalst !

Das beginnt schon mal damit, dass es viele verschiedene Arten von Motorradsport gibt:

Rundstreckenrennen, Bergrennen, Langstreckenrennen, Moto Cross (Solo und Beiwagen) Trial, Dragster, um nur einige zu nennen. Alle benötigen speziell auf den Bedarf abgestimmte Motoren. Natürlich sind auch die leistungssteigernden Zusatzeinrichtungen dem Bedarf angepasst.

Ob es sich dabei um 2-Takter oder 4-Takter handelt, bestimmen die Sportgesetze, die aus Umweltschutzgründen den 2-Takter (zu Unrecht wie ich meine) meist ausschließen.

Klassische "leistungssteigernde Zusatzeinrichtungen" gibt es im Motorradsport eigentlich nicht mehr. Aufladung (ob durch Kompressoren oder Turbolader) ist mit Ausnahme bei Dragstern fast ausnahmslos verboten. Einspritzanlagen und elektronische Steuerungen sind schon bei den Serienmaschinen Standard und werden bei Renneinsätzen nur angepaßt.

Geänderte Nockenwellen und veränderte Ventile und Kanalführungen sind Tuning aber keine Zusatzeinrichtungen. Trockenkupplungen sind bedingt "Zusatzeinrichtungen" da sie nur eine Änderung eines bestehenden Bauteiles sind. Dasselbe gilt für Änderungen im Ventiltrieb (Desmodromik, Druckluft, Hydraulik, Elektromagneten) oder geänderte Getriebeübersetzungen und Gangzahlen.

Der Zweitakter ist unter gleichen Bedingungen leistungsfähiger als ein Saug - 4-Takter, da er konstruktiv bedingt eine Aufladung bekommt, die beim 4-Takter einem Turbolader entspricht. Auch das ist aber keine Zusatzeinrichtung im eigentlichen Sinn.

Der Rest ist Feintuning am ganzen Fahrzeug und Gewichtsreduktion bis zum vorgeschriebenen Minimalgewicht.

Insgesamt ist die Fragestellung recht irreführend und verleitet tatsächlich zu Themaverfehlungen.

Gerechtfertigt wäre sie gewesen, wenn es sich um Vorkriegsmodelle handeln würde, denen man mangels besseren Wissens mit allen möglichen und unmöglichen Tricks Mehrleistung zu entlocken suchte.

Schon wenige Jahre nach Kriegsende begann man aber die Bestimmungen so eng zu fassen, dass es kaum mehr Spielräume für Kreativität gab und gibt. Was man heute macht ist perfektionierende Weiterentwicklung bekannter Technologien und Feintuning.

Maximale Leistung ist dabei nicht immer das Entwicklungsziel. Bei einigen Wettbewerben kommt es eher auf den Drehmomentverlauf an (zB Trial). Diese Anpassungen erreicht man heute aber auch ohne wirkliche Zusatzeinrichtung, sondern durch konstruktive Auslegung und spezielle Abstimmung.

Viel Glück

Ram Air, "Rennbenzin", Reibungsminderung Kette/Motor wären weitere Stichworte

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Unterschrieben.

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Es geht sicher nicht um unterschiedliche Motorarten. Suche mal nach „Vergaser, Auspuffanlagen, Luftfilter und Reifen“. Auch das „Überarbeiten“ des Motors (Zylinder usw.) wäre ein guter Ansatzpunkt. Da kannst Du auch auf Motoren im Auto-Motorsport zurückgreifen. Allerdings bleib bei „Rallye“ und nicht bei den Formel 1. Da sind die Arbeiten am Motor oft ähnlich. Erwähne nicht Turbolader und typische Teile, die vorrangig an Autos verbaut werden. Dann kannst Du schon auf die leistungssteigernden Umbauten an 2- und 4 Taktern eingehen.

Du siehst, es ist viel Infomaterial vorhanden. Jetzt hast Du Ansatzpunkte und kannst recherchieren. In Worte fassen und eine „Eins“ schreiben musst Du aber selber. Viel Erfolg, Bonny  

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