Ist ein Reifen für euch auch eine Kopfsache?

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Ist schon auch ein Bißchen Kopfsache, aber zum überwiegenden Teil Sache des Popometers. Jeder reifen verursacht einengewissen Schlupf, aber jeder anders. Dies fällt besonders bei Mischbereifung auf, oder bei unterschiedlich alten Reifen oder bei unterschiedlichem Abnutzungsgrad. Wenn hier ein großer Unterschied ist zwischen Vorder - und Hinterreifen, verursacht das ein Unsicherheitsgefühl.

Neue Reifen, mit tiefem Profil (besonders bei Enduro Reifen) wirken schwammiger. Wenn du nun vorne einen relativ alten, stabilen Reifen fährst und hinten einen neuen, dann hast du ständig das Gefühl, der Hinterreifen rutscht weg, obwohl er das objektiv nicht tut. Am Vorderreifen bin ich da nicht so empfindlich. Das ist aber individuell und kann bei jedem Fahrer anders sein.

Wenn beide Reifen annähernd gleich früh sliden, merkt das der Fahrer in der Regel nicht und verunsichert auch nicht. Ist der Unterschied aber groß, dann kann das einem Fahrer die Haare zu Berge treiben.

Schon eine unterschiedlich schnelle Erwärmung kann Unsicherheitsgefühle verursachen. Diese Auswirkungen sind von Tag zu Tag, von Maschine zu Maschine und von Fahrer zu Fahrer unterschiedlich. Wenn ich gut drauf bin, dann ist bei mir jeder Reifen klasse, weil es mir egal ist, ob der rutscht oder nicht. An einem anderen Tag höre ich das Gras wachsen und mißtraue selbst dem besten Gummi.

An einem anderen Tag höre ich das Gras wachsen und mißtraue selbst dem besten Gummi.

Stimmt genau.

Danke für deine Antwort, wie immer kompetent und sachlich.

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Ich denke es gibt zum einen Unterschiede bei den Reifen, die man auch wirklich spüren kann, aber genauso glaube ich das auch der Kopf eine gewisse Rolle spielt. Schließlich fühlt man sich mit dem alten Bekannten, was immer war natürlich immer wohler als mit etwas neuem unbekannten.

Hallo Mankerl

Teils teils, in meiner Sturm und Drangzeit vertraute ich dem Metzler Block C5,schon auf der 50er Zündapp, mit der wieselte ich ums Eck, eine Pracht, auf der Honda waren Yokohamas und die schmierten schon bei geringster Feuchtigkeit weg, also wieder die Metzler und die Grenzen setzte die Fußrasten Anlage. Nach 30 Jahren Pause dann die neue XJR mit Dunlop. Damals mit der Honda stand ich voll im Training, 30 Jahre später (bin eine talentfreie Zone) überbremste ich im ersten Januar kurz das Vorderrad, im Regen schmierte mir öfters das Hinterrad weg, oder drehte auf der Geraden einfach durch. Bisher habe ich mich noch nie abgelegt und kam bis auf dem Vorderrad auch ohne fußeln aus. Allerdings war mein Vertrauen zum Dunlop nicht mehr groß. Seit letztem Jahr sind Michelin drauf und nicht nur der geringere Abrieb überzeugt mich, auch im Regen fühlt es sich besser an. Ich werde bewusst nicht an die Haftungsgrenze gehen, dazu bin ich zu alt und ich will genießen und nicht in Rekordgeschwindigkeit über einen Alpenpass brennen. Darum sind für mich „Angststreifen“ ohne Belang, nur im Falle eines Falles, möchte ich keine Seife.

Gruß Nachbrenner

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