Ist ein Handschlagvertrag beim Motorradkauf rechtsgültig?

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3 Antworten

Juristisch gesehen ja, soviel ich weiß, aber ohne Zeugen würde es vor Gericht schwer werden, die Ansprüche auf Erfüllung des Vertrags auch durchzusetzen. Deshalb sollte man in solchen Fällen immer etwas schriftliches aufsetzen und es vom potenziellen Käufer unterschreiben lassen. Es nützt deinem Freund allerdings alles nichts, wenn der Käufer, wie er sagt, kein Geld hat. Also, lieber einen neuen Käufer suchen, spätestens im Frühling sollte sich jemand neues finden.

Wenn der Käufer nicht zahlen kann, wird er auch kein Geld zum Klagen "übrig" haben. Also nicht ärgern, und das Mopped wieder zum Kauf anbieten.

schmierfilm 18.02.2009, 14:04

Hallo und danke an euch. Gute Tipps!

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Nach wie vor: ein Kaufvertrag ist eine Willensbekundung, die eben auch mit Handschlag abgeschlossen werden kann.

Da es jedoch immer wieder Schwierigkeiten geben kann, wird letzlich ein "Vertrag" verfasst. (Privatkunden bedienen sich hier der Einfachheithalbe aus Musterverträgen)

Anders: Ohne Moos nix los. Was nutzt der gültige Kaufvertrag (hier per Handschlag, wenn der Kunde nicht zahlt (zahlen kann). Wenn er nicht zaheln kann, ist es müssig hier den Klageweg zu gehen. Wenn er nicht zaheln will, sieht es anderes aus. Aber als Tipp. Einen "Zweizeiler" an den Käufer, das der per Handschlag abgeschlossene Vertrag wegen nicht Einhaltung der Zahlungsmodanitäten aufgehoben wird.

Damit sollte der Vetrag nichtig sein und Ihr könnte das Moped erneut verkaufen....

frschilling 15.02.2009, 21:18

Jetzt wollte ich gerade anfangen, den § 433 BGB herunter zu beten und aus der Kommentierung zu zitieren, aber Du hast das viel kürzer und knackiger auf den Punkt gebracht, als ich es könnte :-)

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