Ist die Lederqualität als Sicherheitsfeature beim Kauf einer Lederkombi nicht so wichtig?

1 Antwort

Natürlich hat die Lederqualität entscheidenden Einfluß auf die Sicherheit einer Kombi. Schließlich muß sie auf der ganzen Fläche schützen und bildet das Gerüst an dem die Protectoren hängen. Grundsätzlich soll man nur Kernleder verwenden, niemals Spaltleder. Verschiedene Lederarten haben auch grundlegend verschiedene Eigenschaften. Rindleder ist der Hansdampf in allen Gassen, ist relativ widerstandsfähig, reißfest und dehnt sich nicht zu stark, Ein weiterer Vorteil, Kühe sind große Tiere, was bedeutet, dass man daraus große Stücke schneiden kann und nicht zu viel Patch Work hat. Ziegenleder ist sehr gut, reißfest, geschmeidig, hat aber den Nachteil, dass es sich relativ stark dehnt und dass man viel Flickwerk hat weil die Häute so klein sind. Ähnliches gilt für Känguruhleder, das noch etwas reißfester ist. Ein Zwischending ist Pferdeleder: schöne große Häute, ziemlich reißfest, dehnt sich aber auch etwas stark. Diese vielfach geflickten Kombis mit den bunten Designs sind Verlegenheitslösungen. Durch die kleinteilige Montage haben die Hersteller weniger Verschnitt und können auch noch den kleinsten Flecken verarbeiten. Dadurch werden die Kombis in der Herstellung billiger, weil in den Billiglohnländern eine Naht billiger ist als ein großer Flecken Leder.

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