In welchem Verhältnis steht die Ölmenge eines Motors zu Kubikzahl und Leistung?

2 Antworten

Neben der Schmierung hat das Öl auch die Aufgabe der Kühlung. Bei Wasserkochern wird ihm diese Aufgabe eher leicht gemachtr. Bei Luftgekühlten Motoren sieht das anders aus. Luftgekühlte Motoren haben gut ein Drittel bis zur Hälfte mehr Motorenöl als Wasserkocher, weil bei ihnen das Öl als Wärmepuffer und als Medium zur Wärmeabfuhr eine wichtigere Rolole spielt als bei Wasserkochern.

Die Verteilung des Öls innen am Motor spielt dabei eine geringe Rolle und macht nicht mehr als 1/2 l + Ölfilter aus.

Ich würde zwar prinzipielll eine grobe Verhältnismäßigkeit zwischen Hubraum und Ölmenge herstellen wollen - je mehr Motorvolumen existiert, desto länger sind auch die Wege, die mit Öl gefüllt sind und desto größer entsprechend auch die Hohlräume - aber nicht als absolute Relation. Schließlich sind Motoren konstruktionsbedingt sehr unterschiedlich - was bei dem Einen mit wenig "Verlustraum" auf Kante konstruiert ist (minimale Größe, minimale Ölmenge) kann bei dem Anderen auf mehr Sicherheit (thermische Reserve usw.) angelegt sein. Kenne jedenfalls Motorräder, die bei ähnlichem Hubraum und vergleichbarer Leistung einfach aufgrund der Bauweise (Boxer, Twin, ...) bis zu 30% unterschiedliche Ölmengen verwenden. Meine TreK nimmt bei 1130 Kubik etwa 3,5l, die Transalp PD10 unter 2,5l.

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