Haben Zweitaktmotoren Zungenventile sogenannte Readventile ?

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3 Antworten

Überall wo Membraneinlaß steht, sind solche Ventile verwendet. Sie funktionieren in der Art der sogenannten "Schnarchventile", werden durch den Unterdruck, den der abwärtsgehende Kolben erzeugt, aufgesaugt. Sie bestehen in der Regel aus einem Träger mit dreieckigem Querschnitt(ein spitzwinkeliges Dreieck). Die von der Spitze ausgehenden Flächen haben Bohrungen, durch die die Frischluft angesaugt wird. Auf der Spitze sind die Menbranzungen (dünne Federstahl - oder Kunststoffblättchen) festgeschraubt, die die Öffnungen in den beiden Flächen verschließen. Saugt nun der Kolben an, werden die Menbranzungen angehoben und die Luft kann einströmen. Damit diese Membranzungen nicht unkontrolliert herumschwirren, gibt es nach einem gewissen Öffnungswinkel Stahlblechblättchen, die nach der Krümmung der Membranzungen geformt sind, die als Anschlag dienen. Je nach gewünschter Motordrehzahl sind die Membranzungen härter oder weicher.

Bei Zweitakt (Motorrad) Motoren gibt es überwiegend drei verschiedene Arten der Steuerung. Schlitzsteuerung, Drehschiebersteuerung und die Membransteuerung. Nasenkolben (ganz alte Zündapp 200)und Doppelkolben (Puch/ Triumph D) sind seit den Sechzigern Geschichte. Schnüffelventile waren nur bei Großen Zweitakt Diesel Motoren üblich. Bei der Schlitzsteuerung erzeugt der Kolben in der Aufwärtsbewegung im Kurbelgehäuse einen Unterdruck und gibt den Ansaugkanal ins Kurbelgehäuse frei. So strömt das Benzin- Luft Gemisch zu erst ins Kurbelgehäuse. Bei der Abwärtsbewegung des Kolbens wird der Ansaugkanal durch den Kolben geschlossen und das Kraftstoff Gemisch über die Überströmkanäle in den Zylinder gepresst. Bei der Membransteuerung (Yamaha RD 250/ 350) übernehmen die Membranzungen die Füllung des Kurbelgehäuses und beim Drehschieber eine Scheibe, die auf der Kurbelwelle befestigt ist. Drehschieber Motoren erkennt man leicht an der seitlichen Anordnung des Vergasers am Kurbelgehäuse und wurde meist bei Rennmaschinen (MZ)verwendet.

Das sind die Membranventile, so genannte Flatterventile. Sie lassen in die eine Richtung den Luftstrom durch und sperren in die andere Richtung.

Kurz und bündig und alles Wichtige gesagt.

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Englischer Name Reed-Valve, diese haben sich aber mittlerweile bei den jetzt eingesetzten Einspritzmotoren erledigt.

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