Gruppentempo

7 Antworten

Wenn wir in einer Gruppe fahren fährt der schwächste an zweiter Stelle und der Guide richtet sich danch,außerdem ist die STvo angesagt.Als Anfänger hinter zu fahren ist und gleichzeitig mitzuhalten ist unmöglich.Ich bin auch mal in einer Gruppe hinten mitgefahren,vorne fuhren die 120kmh,ich mußte teilweise bis auf 200kmh aufdrehen um Anschluß zu halten,das macht keinen Spaß sondern ist Streß pur.Aber verlohren haben wir noch keinen,der Vorletzte wartet bei einer Kreuzung immer auf den letzten,damit der weiß wo es langgeht.Wenn jemand die Gruppe verlassen will muß er Bescheid sagen,damit die anderen nicht suchen müßen,soviel Verständnis muß sein.Also zusammengefaßt,hinterm Guide fährt der Schwächste und am Ende ein erfahrener mit einer starken Maschine,so handhaben wir das.

Es hört sich auch so an, als seiest du gestresst vom möglichen Verhalten der anderen. Ich würde es versuchen, ohne mir Zwang an zu tun. Du kannst ja jederzeit abbrechen und alleine weiterfahren.

Ganz ehrlich:

Wenn du dich gedrängt fühlst, solltest du entweder die Gruppe oder deine eigenes Selbstbewusstsein hinterfragen. Man fährt mit einem Motorrad IMMER nur so schnell, wie man es beherrscht und wie man sich sicher ist (das sollte übrigens für jedes Fahrzeug gelten). Alles andere ist fahrlässig.

Unsere Gruppe besteht aus einer breiten Mischung von erfahrenen mit mehr als 15.000 km Jahresleistung, die beruflich auch mit Motorrädern zu tun haben, über den ambitionierten Hobbyfahrer und den Wiedereinsteiger hin zu absoluten Neulingen. Das gliedert sich bei uns so, dass wir die "Überführungen", d.h. die Etappen von einem Pass zum nächsten, geschlossen und entspannt fahren, damit wir die Gruppe zusammenhalten und sich keiner verfährt. Auf den Pässen bzw. den interessanteren Abschnitten gibt es dann vom vorausfahrenden ein Handsignal, dass die Gruppe sich lösen kann. Dieses muss von jedem bestätigt werden. Bestätigt ein Neuling dieses nicht, wird davon ausgegangen, dass ihm der Streckenabschnitt nicht ganz geheuer ist und er lieber im Verbund fahren will. Dann fährt der Gruppenletzte vor diesen und "zeigt ihm den Weg". Dabei orientiert er sich jedoch IMMER am Tempo des Neulings. Hält der Neuling mit, wird das Tempo langsam gesteigert, fällt er zurück, wird das Tempo rausgenommen. Bei den Zwischenpausen wird jedem Neuling (wir haben bedeutend mehr erfahrene als frische Fahrer) ein "Mentor" zugeteilt, der auf ihn dann sozusagen aufpasst und ggf. vorfährt. Dabei werden ihm auch Fahrtechnikaufgaben gegeben, die er bewätligen soll. Damit stellen wir sicher, dass die Neulinge sich weder vernachlässigt, noch unter Druck fühlen. Ein Nachteil von dem "System" ist nat. die geringe Tageskilometerleistung, welche die 250km-Marke nur selten überschreitet. Das fällt bei uns aber nicht ins Gewicht, da beim "Passspringen" (d.h. einen Pass runter, den nächsten rauf etc.) auch in starken Gruppen kaum mehr als 350km bewältigen.

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