Frißt eine dickere Kette viel an Leistung?

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5 Antworten

Also ich weiß aus Erfahrung, das eine dickere Kett zwar schon Leistung frißt, aber bei einem "normalen" Straßenmotorrad ist dieser Faktor eher zu vernachlässigen. Bei Rennmaschinen werden aus diesem Grunde kleinere extra verstärkte Ketten in "Schmalspurgröße" verbaut, da kommt es ja auch jedes Quentchen Kraft an! Ich habe an meiner Trine eine 630 VS Kette von DID verbaut, ist noch die erste, und ich habe ja erst 90.000km mit ihr runter, wird mich wohl noch überleben, ach ja, und diese läuft im Fettkettenkasten mit Fließfett, und das kostet tierisch Leistung Aber dafür kann ich den Punkt Kettenpflege über Jahre komplett aus dem Wartungsplan streichen :-)

Mit einem Fettkasten könntest du den Leistungsverlust durch Verwendung einer normalen Kette (ohne O-Ringe)reduzieren.

Problematisch könnte das aber bei längerer Fahrt mit hoher Geschwindigkeit werden, weil im Fettkasten sich die Kette wegen der fehlenden Kühlung extrem aufheizen kann. Dadurch wird das Fett sehr dünnflüssig und wird von der Kette weggeschleudert, weswegen sie fast trocken läuft und schnell verschleißt.

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@chapp

Hi Chapp! Ist natürlich eine DID Kette "OHNE" O-Ringe im Kettenkasten verbaut. Ich hatte beim Kauf dummerweise gemeint, diese am Schloß öffnen zu müssen... tja, und hab ne neue Kette in der Bucht geschossen, allerdings mit O-Ringen. Diese O-Ringe würden sich innerhalb kürzester Zeit auflösen, was dann zu Problemen führen würde. Also habe ich mal neugierig, wie ich bin, die neue gegen die alte Kette gemessen, und siehe da, wenn ich richtig gemessen habe sind´s 5/10 Längung, was ja eher nicht ins Gewicht fällt :-) Dann habe ich mich auf die Suche nach einem Nietschloß gemacht, und bin tatsächlich fündig geworden. Bei einem Kawa-Händler konnte ich eins abstauben. Bei den ollen Z´s waren auch 630er VS Ketten verbaut. In der Regel halten nach TR1 Fahrer Aussagen, die Ketten minimum 150.000km, wenn sie immer mit Fett im Kasten gelaufen sind, und der Fahrer nicht unendlich hohe Autobahngeschwindigkeiten gefahren ist. Das hat den Ketten durch die hohen Fetttemperaturen natürlich auch den Garaus gemacht. Bei meinem Cafe-Racer Umbau ist ein offener Kettenlauf geplant, da ich für die Speichenräder, keine Aufnahme finde, die das Kettenkastentrum aufnehmen kann. Die Kette verbleibt ja beim Reifenwechsel immer am Fahrzeug. Und die Kette im Kasten aufpiddeln ist ne rechte Sauerei. Bei größeren Reparaturen belässt man immer die Kette in der Schwinge und dem Kettenkasten, da diese durch das Cantilever geführt ist, und normalerweise geöffnet werden müsste. Schon der Ausbau der Schwinge ist ein halber Tag Arbeit, da Auspuff, Rasten und etliches andere demontiert werden muß. Aber das passiert ja zum Glück nicht so oft :-)

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@user5432

Auf deinen Caffee Racer bin ich schon neugierig.

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Hi Rodriquez,

ja da liegst du richtig, eine verstärkte Kette kostet Leistung. Das kann bei einem starken Motor schon mehrere PS ausmachen. Gute Kettenpflege (immer auch mit Reinigung) ist wichtig aber genauso wichtig ist die Wahl des Kettenherstellers. Spare da nicht und kaufe direkt eine Kette von DID, Enuma oder France Equipement und dazu gefrässte und nicht gestanzte Ritzel und Kettenräder. Dann hält der normale Kettensatz auch sehr lange. :-)

Gruß T.J.

Der Wirkungsgrad eines Kettenantriebs liegt ca. bei bestenfalls 98%. Wenn die Kette optimal geschmiert ist und fluchtet wird eine Nummer stärker keine großen Auswirkungen machen. Hier noch was zum lesen für diese schlimme Jahreszeit.....

http://short4u.de/4d0f864b27d24

Es ist immert relativ ... "was ist viel"? Bei meiner TRX hat die Umrüstung von 525 ´er auf 520 ´er Teilung etwa 2 PS am HR ausgemacht. Unter dem Strich ist es immer die Summe aller Einzelmassnahmen, die zählt.

Wenn die Priorität aber nicht bei der Leistungsausbeute liegt kann man ja ne "dickere" Kette verbauen... obwohl ich pers. das für unnötig halte. Meine schmale Kette von D.I.D. verrichtet sehr gute Dienste und muss praktisch bis zum Verschleiß nicht gespannt werden.

Der Leistungsverlust bei dickeren Ketten hält sich normalerweise in Grenzen - mit einer Ausnahme: die Zeitweise verwendeten Duplexketten sind echte Leistungskiller.

Na, die Mopeds waren aber an einer Hand ab zu zählen......

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ich kenn nur eine, das war die Binelli Sei, da waren die als Sekundärketten verbaut. Als Primärkette gab es das öfters, und bei einigen Motoren sogar als Steuerkette der Nockenwelle.

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@user5432

Im Primärtrieb gab es sogar Triplex Ketten und eine Zeitlang gab es für fast alle stärkeren Motorräder Duplexketten - Umbausätze für den Sekundärantrieb.

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