Bringt eine Bremse mit nur eine Bremsscheibe vorne Unruhe bei einer Vollbremsung?

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9 Antworten

Entscheidend für die Steifigkeit ist die vordere Steckachse und ihre Klemmung, sowie eventuell noch die Kotflügelbrücke. Ergeben die einen stabilen Rahmen für die Gabelrohre, dann ist eine einzelne Scheibe nicht in der Lage diese zu verwinden. Die außermittigen Kräfte sind übrigens nicht so groß wie man meinen möchte. Je weiter außermittig die Bremsscheibe angebracht ist, desto größer das Biegemoment. Bei der Buell z.B. versuchte man, die Scheibe aus diesem Grund möglichst tief in der Felge zu verstecken, mit gutem Erfolg wie manb hört.

Wenn dem so wäre, würde jedes Auto unruhig sein und zwar im Längs- und Querlenker an der Achse, da jedes Auto pro Rad immer nur eine Bremsscheibe hat. Natürlich hast du mit 2 Scheiben mehr Bremsleistung bei derselben Handkraft mehr Verzögerung.

Nein, ist nur Theorie. Meine Chopper hat vorne nur eine Scheibe. Die Bremswirkung bei dem Bike (ca.250 kg) ist auch mehr als ausreichend. Mit einem Finger bremse ich das Vorderrad zum blockieren. Bei Motorrädern, die über 200km/h fahren, wäre die Erhitzung bei nur einer Scheibe zu hoch. Es gibt bei Fahrten unter 200km/h kaum unterschiedliche Verzögerungswerte. Darüber natürlich schon. Irgendwann würde sich eine Einscheibenbremse so stark erwärmen, dass es sehr gefährlich werden kann. Eine Einscheibenbremse findet man deshalb nur bei Motorrädern, die in der Endgeschwindigkeit nicht so hoch liegen. Auch, dass es eine „unruhige Bremse“ ist, ist nur Theorie. Sonst wären die Bremsen nicht zugelassen. Da ich auch andere Motorräder fahre, kann ich schon vergleichen. Gruß Bonny

Eine Buell XB12 rennt über 200 Sachen mit einer Scheibe. Bimota BB1 erste Serie 200 km/h und selbst eine F650GS (Mod. 09) geht 190 km/h. Das Dein Chopper vorne so schnell überbremst liegt vor allem an der Lastverteilung. Doppelscheiben werden meiner Ansicht nach vor allem aus optischen Gründen verbaut - viele Bikes kämen auch mit einer vernünftig dimensionierten Einscheibenbremse gut klar, die Marketingabteilung allerdings nicht. EIn besseres Argument als die thermische Belastung für die Doppelscheibe wäre hingegen die Verdrehsicherheit der Gabel.

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Meine Erfahrungen auf dem Piaggio 500 evo: Keinerlei Einschränkungen, keine Vibrationen bei Vollbremsungen und keine Verschränkungen. MfG 1200RT

Eine Einscheibenbremse bringt eine Gabel nicht nur leicht sondern deutlich zum Verdrehen. Das kannst Du ganz besonders gut beobachten, wenn Du eine Enduro mit langem Federweg ohne Gabelstabi fährst. Langst Du da kräftig rein, spürst Du die Verdrehung im Lenker und musst korrigieren. Das ist aber keine Unruhe sondern ganz normal. Mit einem Gabelstabi oder bei einer kurzen Gabel verringert sich der Effekt, wobei ein nicht spannungsfrei montierter Stabi aber zu einem verschlechterten Ansprechverhalten führt!

SZR 660 mit kurzer Paioli USD-Gabel... da merkt man wirklich keine Verdreherei... die Kiste ist noch deutlich agiler als die BB1.

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Das ist glaube ich nur eine Meinung von Verschiedenen Leuten,außer das die Bremswirkung etwas Schwächer ist als bei 2 scheiben konnte ich noch keine nachteile feststellen.

Wie Bonny geschrieben hat, keine Einschrängkung.

Nach meiner Erfahrung ist das blosse Theorie.

An meiner SZR 660 war auch nur eine Scheibe... die Bremsanlage war von Brembo und stoppte wie der leibhaftige Teufel... da war auch Nichts von Unruhe zu spüren.

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