Breiterer HR = Mehr Sicherheit?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, weil du mit dem breiteren Reifen mehr Schräglage (bei gleicher Kurvengeschwindigkeit) brauchst. Einen Sicherheitsgewinn hast du nur, wenn der Reifen für die Motorleistung zu schmal ist.

Warum muss ein Motorrad mit breiten Reifen in der Kurve mehr Schräglage haben? Gleichen Motorradtyp vorausgesetzt. Die Fläche der Bodenhaftung bei Schräglage von einem 160`er zu einem 180´er Reifen ist doch nur sehr gering verschieden. Und warum habe ich einen Sicherheitsgewinn wenn der Reifen für die Motorleistung zu schmal ist? Gruß Bonny

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@Bonny2

Bonny, das ist Physik. Siehe den Link von Maria. Dort wird es erklärt.

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@Iceman

Ja, Iceman, der Link ist gut, beleuchtet aber nicht, ob breitere Reifen sicherer bei Kurvenfahrten sind.

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@fritzdacat

Jetzt habe ich wieder etwas dazugelernt. An den Schwerpunkt habe ich gedacht, deshalb auch meine Bemerkung "gleicher Motorradtyp". Aber nicht daran, dass der sich verschiebt. Das leuchtet mir jetzt ein. Der Artikel war sehr lehrreich für mich. Danke.

Aber noch etwas anderes habe ich dort gelesen und da bin ich jetzt "baff": Wenn man im Stehen durch eine Kurve fährt, braucht man weniger Schräglage. Da lag ich lt. Artikel bei einer anderen Frage mit meiner Antwort wohl auch falsch. Das verstehe ich aber noch nicht.

Aber kein Problem: Im Stehen kann ich durch meine vorverlegten Fußrasten nicht fahren. Würde ich mir auch bei "normalen" Rasten nicht trauen. Aber ich habe vor einigen Tagen meine alte Sitzbank wieder montiert. Die ist gefedert und ich sitze ca. 5-8 cm höher als mit meiner anderen "harten" Sitzbank. Wenn die Straßenverhältnisse es wieder zulassen und ich mich wieder traue "richtig" in die Kurve zu gehen teste ich das mal aus. Gleiche Kurve, gleiche Geschwindigkeit mit beiden Sitzbänken (nacheinander, grins). Ein Freund fotografiert meine "Schräglage" und die wird dann ausgemessen. Interessiert mich jetzt wirklich, weil ich es nicht verstehen kann. Das Ergebnis stelle ich dann hier mal ein (mit Fotos). Natürlich gehe ich nicht mehr dabei an meine persönliche Grenze. Die wird zwar sicher unter der des Motorrades sein, aber ich habe mich schon öfter mal verschätzt und dabei meist viel Glück gehabt ("Nobody is perfekt"). Gruß Bonny

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Ich denke mal nicht. In einer Kurve nutzt Du nicht die ganze Fläche des Reifens, sondern nur den Rand. Natürlich durfte ich auch schon so einige Breitreifen mal "Probe fahren". Ich kam damit nicht gut zurecht. Ich meine damit auch richtige "Walzen". Denke aber, es ist eine Gewöhnungssache. Ich habe damit ja keine "Langzeiterfahrung", sondern nur mal höchstens eine Stunde zur "Probe". Ist wie mit meinem Hochlenker. Kaum jemand kommt damit zurecht und kann es nicht verstehen, dass ich das Bike damit besser in der Stadt bewegen kann als jemand mit einem "Stummellenker". Ist eben "Gewöhnung". Gruß Bonny

Im Straßenverkehr hat ein breiterer Reifen abgesehen von der Optik nur Nachteile. Bei extremen Belastungen und im Rennsport sieht die Sache anders aus.

Extrem belastete Hinterreifen erhitzen sich stark. Bis zu einer gewissen Grenze verbessert das den Grip. Darüber nimmt der Grip ab und der Reifen beginnt zu schmieren und baut schnell ab. Ein breiterer Reifen verteilt die Belastung auf eine größere Fläche und erhitzt sich dadurch nicht so schnell, außerdem kann er über die größere Fläche die Wärme besser abführen. Der Bereich ab dem er überhitzt und zu schmieren beginnt, erscheint erst später. Dieser Vorteil wird durch den Nachteil erkauft daß er später warm wird und so erst später sein maximales Gripniveau erreicht. Es geht also nicht um den größten, sondern um den passenden Reifen, der dem Gewicht und der Leistung der Maschine und dem Einsatzzweck angepaßt ist.

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Verdreh-Gefahr bei Knieprotektoren?

Hallo liebe Community ;-)

Kurz vorab: Ich bin schon seit fast einem Jahr stille Mitleserin hier bei euch. Hab im letzten Herbst meinen A als "Späteinsteiger" gemacht und vor- wie nachher hat mir hier die ein oder andere Frage + Antwort super weiter geholfen. Dafür tausend Daumenhoch :-)

Nun aber zur Frage: Als Sozia und während der Fahrstunden trug ich noch meine alte Textilkombi. Leider ist die Hose mittlerweile 1-2 Nummern zu groß, weshalb sich die Protektoren immer ums Knie herum verdrehen. Da das Ganze so ja nicht geht, möchte ich mir zur kommenden Saison Vernünftiges mit Leder besorgen.

War dann vergangene Woche zum Probieren im Fachgeschäft einer namhaften Marke. Super Beratung. Leider führt der Hersteller aktuell nur Stiefelhosen. In Kürze mein Problem: ich pass perfekt rein, nur an der Wade bekomme ich die Dinger dann nur unter Gewaltanwendung/ mit fremder Hilfe zu :-(

Nächster Ansatz: es gibt ja auch gerade geschnittene Lederhosen, die unten weit genug sind, um sie über dem Stiefel zu tragen. Diese sagen mir persönlich auch mehr zu. Argument des Verkäufers: bei solchen Hosen kann es passieren, dass auch bei perfektem Sitz die Knieprotektoren im Ernstfall seitlich verdrehen. Das hat mir natürlich wieder zu denken gegeben.

Habe danach bei Louis ( Beratung leider unter aller Sau) eine solche "gerade" leder-textil-mix Hose anprobiert und mich sofort sehr sehr wohl gefühlt. Protektoren in der richtigen Höhe und sie bleiben auch in Position, wenn ich mich bewege. Nun habe ich aber immer den Satz des Verkäufers bezüglich der Sicherheit im Hinterkopf...

Kann mir jemand von euch eine Empfehlung geben? Verwenden die Hersteller bei solch weiteren Lederhosen vielleicht breitere Protektoren? Ist bei gleich gutem Sitz die Sicherheit gleichwertig wie bei einer Stiefelhose? Oder hat der Verkäufer im ersten Laden Recht gehabt und ich bin mit einer "über die Stiefel"-Lösung so viel schlechter dran?

Danke schonmal für Tipps (und Sorry für den Roman :-D)

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