Bin ich immer schuld, wenn ich einem sehr stark bremsenden Auto hinten drauffahre?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

"Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird."

Das gilt nicht nur für den Bremsenden. Das gilt in erster Linie für jeden Verkehrsteilnehmer. Eine klare Antwort auf deine Frage ist schwierig zu formulieren. Hierzu gibt es gesetzliche Regelungen, die im Juristendeutsch formuliert sind. Meistens werden diese in Urteilen zu entsprechenden Unfällen und deren Rechtsansprüchen hieraus deuttlich. Wer Urteile lesen kann, ist klar im Vorteil. Siehe z.B. hier: http://www.ra-kotz.de/auffahrunfall1.htm Also.....: Nicht immer wird der Auffahrende schuldig gesprochen. Nicht immmer...., aber meistens.... Es muss nur der Beweis erbracht werden, dass ein Auffahrunfall eben als -Unabwendbares Ereignes- zu bewerten ist. Und auch dabei kann es Richter geben, die das alles ganz anders sehen. Gruß Ebbi

Es kommt dabei sicherlich auf die Situation an. Grundsätzlich ist der Auffahrende erst einmal schuldig. Es dürfte dabei sicherlich nicht immer einfach sein, den Nachweis zu führen, dass der Vordermann plötzlich und nicht vorhersehbar in die Bremse gegangen ist. Normalerweise setzt der Vordermann bei der Parkplatzsuche bereits frühzeitig den Blinker, damit Nachfolgende sich darauf einstellen können, dass er möglicherweise plötzlich oder heftiger bremsen wird. Ohne gute Zeugen wird man als Hintermann kaum etwas machen können, wenn es knallt.

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