Bestimmte Merkmale beim Helmkauf entscheidend?

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Ich habe meinen mittelpreisigen HJC inkl. Sonnenblende jetzt zum Saisonwechsel ersetzt (war allg. sehr unzufrieden mit der Quali).

Obwohl ich die Sonnenblende gerne genutzt habe, ist es nun ein Shoei ohne diese Ausstattung geworden. Das lag in allererster Linie aber daran, dass mir nach viel Probieren dieses Modell ohne Blende am besten passte.

Die Gewichtsersparnis von fast 300g macht sich auch tatsächlich bemerkbar (die kommt aber sicher nicht nur vom Wegfall des Sonnenvisiers). Demzufolge werde ich mir wohl ein getöntes Visier zulegen.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang auch die neuen selbst-tönenden Visiere. Stelle mir die Funktion ähnlich der selbst-tönenden Sonnen- oder Lesebrillen vor und würde das zumindest gerne mal ausprobieren....

Nicht verzichten würde ich auf herausnehmbare+waschbare Polster. Es geht mir zuwider, einen Helm immer nur mit Reiniger einzusprühen. Das ist wie Deo statt Duschen in meinen Augen.
Pinlock hat der neue auch, lasse ich im Moment noch draußen und kann den Nutzen nicht beurteilen. War nicht kaufentscheidend für mich.
Etwas umständlich fand ich Anfangs den Doppel-D-Ring Verschluss. Der alte Helm hatte einen Ratschenverschluss und ich musste erst ein bissl üben, bis das Auf-/Absetzen mit dem Shoei flüssig klappte ;-)

Was ich als praktisch empfand beim alten Helm war die matte Lackierung. Das war im Vergleich zur Hochglanz-Version sehr viel pflegeleichter und unempfindlicher.

Eins interessiert mich aber auch: willst du den Klapphelm nur aus Komfortgründen? Denn Brille + Integralhelm an sich funktionieren doch auch gut, wenn der Nicht-Klapp-Helm entsprechend ausgestattet ist (trage selbst auch -öfter- Brille drunter).

Ich habe für meinen Arai ein selbsttönendes Pinlock. Es funktioniert zwar, doch überzeugt hat es mich nicht. Die Tönung ist mir persönlich zu schwach und geht nur bei direktem Sonnenlicht. Sobald der Himmel bewölkt ist, tut sich fast nichts.

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Ja, bin bekennender Klapphelmfahrer ;-) Als ich noch rauchte, war es im Stau manchmal angenehm eine Kippe zu inhalieren.

Auch ist es angenehm im sommerlichen Stadtverkehr mal mehr Luft abzubekommen. Hauptgrund ist jedoch tatsächlich die Sache mit der Brille und Kinnriemen.

Die Brille muss ich nicht irgendwo ablegen, wo diese dann runterrutschen könnte und ich diese dann als Blindschleiche auch noch übersehe. Dieses Brille runter-Helm runter-Brille auf nervt mich einfach nur ebenso wie ein Doppel-D Kinnriemen, wo bei mir immer entweder die Brille oder die Nase im Weg ist wenn der Riemen nicht ganz geöffnet wird. Und dann diese Fummelei den ganzen Rotz wieder durch die Riemen zu fädeln.

Einen Ratschen- oder Klickverschluss kann ich meist sogar noch mit Handschuhen bedienen.

 

Also reine Bequemlichkeit.

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Braucht ihr dieses "Feature", ist es eher ein "Nice to have", oder unnötiger Ballast?

Also, ob Ratschenverschluss oder Doppel-D-Ring ist (und war) für mich kein explizites Entscheidungskriterium. Die Sonnenblende war allerdings das wichtigste Entscheidungskriterium und die nutze ich auch wirklich. Ich hab' irgendwie sehr lichtempfindliche Augen und daher ist sie für mich mittlerweile ein unverzichtbares "muss".

Beim letzten Helm hatte ich keine und dafür ein Verlaufsgetöntes Visier, das war zwar im Sommer auch völlig ausreichend, kamen wir aber später nach Hause und fuhren ein Stück bei Dunkelheit, musste ich dann halt die letzten 50 - 100 km bei offenem Visier fahren und das ist auf Land- oder Bundesstraßen nicht ganz so lustig (und obendrein gefährlich für die Augen, Aufwirbelungen vom Vordermann oder Autos). Auch in dichten Waldstücken ist's mit Sonnenblende besser, klappe ich nur die hoch, bekomme ich halt kein Insekten ab, was durchaus Vorteile hat ;-)))

Da ich keine Brille zum Fahren brauche, habe ich keinen Klapphelm und kenne mich in dem Sektor nicht so gut aus. Also von mir leider keine Empfehlung.

Ok, nachdem ich katastrofulis Beitrag gelesen habe, muss ich mich korrigieren *lach*

1. Priorität hat natürlich auch bei mir die Passform und sonstige Dinge (Futter, Belüftung, etc. und irgendwann auch mal das Dekor)

Das was oben steht (das wichtigste Entscheidungskriterium), bezieht sich auf die "nice to have features" ;-)))

Ja... ich hatte für meinen alten Shoei, den mit dem verlaufsgetönten Visier auch ein klares, habe sogar ne "Gürteltasche" in die man das stecken und leicht mitnehmen kann bzw. könnte.... dumm nur, dass die immer dann, wenn's dunkel wurde, zu Hause lag ;-))) aber... dafür konnte ich dann, nachdem der Shoei ausgedient hatte, das Visier als "gebraucht, aber wie neu" verkaufen ;-)))

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War sowieso nie ein Freund von Klapphelmen (nichts persönliches). Finde das mit einem normalen Integralhelm eigentlich ganz einfach mit dem Helm auf- und absetzen mit Brille. Fahre mit einem Shoei und sehr dunklem Visier in der Gegend rum, daran gewöhnen sich tagsüber die Augen sehr gut, wenn ich mal abends irgendwohin muss mache ich das helle Visier drauf, fertig.

Diese Sonnenblenden halte ich für etwas problematisch (jedenfalls diese kleinen zum oben in den Helm reinstecken, zwischen Futter und Schale) , weil man in Schräglage immer ein geteiltes Bild hat, der obere Rand ist dunkel, während der Rest hell ist, das Gehirn (und das Auge) muss immer irgendwie umschalten, wenn man in Schräglage am oberen Rand etwas wahrnehmen will, z.B. ein in einer Kurve entgegenkommendes Fahrzeug.

Gut, dass du das mit der einsteckbaren Sonnenblende erwähnst. Wollte mir eigentlich auch so ein Teil besorgen, aber den von dir angesprochenen Nachteil hatte ich gar nicht bedacht. Sowas merkt man dann wohl tatsächlich erst im Praxistest.

Dann doch lieber ein getöntes Visier oder eine Sonnenbrille ;-)

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@FrauElster

Von der einsteckbaren Sonnenblende kann ich nur abraten. Habe gehört, dass sich die Blende bei einem Unfall in die Nase bohren oder sie brechen kann. Ich hatte eine an meinem ersten Helm und da die Dinger recht stabil sind, kann ich mir solche Verletzungen gut vorstellen.

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