Ausgleichswelle/Schwungmasse abkoppeln?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo kesha, das ist nicht empfehlenswert, wenn du von weniger als sechs Zylindern ausgehst. Die Schwungmasse hat auch die Aufgabe, das Getriebe zu schonen. Und selbst ein Vierzylinder hat eine zu große Ungleichförmigkeit (nur alle 180° eine Zündung). Das sieht man gut an Flugmotoren. Lycoming, der große amerikanische Hersteller, baut hpts. Vierzylinder. Da sitzt der Propeller direkt auf der Kurbelwelle und dient als Schwungmasse. So klappt es. Andere Hersteller sind Limbach und Rotax. Und zumindest Rotax möchten bei ihren Motoren mit kleineren Hubräumen aus Perfomancegründen (mehr Leistung) höhere Drehzahlen haben. Propeller sollten aber nicht über ca. 2.700/min drehen. Sonst kommen die Blattspitzen in den Überschallbereich und verursachen großen Lärm. Also bauen die ein Untersetzungsgetriebe ein. Anschließend hatten sie gemerkt (weil vorher nicht überlegt), dass das Getriebe das nicht aushält. Es sitzt ja direkt am Motor ohne Schwungmasse dazwischen, der Prop ist ja nach dem Getriebe.

Vielleicht würde es mit deiner Idee der fliehkraftabhängigen Schwungmassenan-/-abkopplung bei Fahrzeugen klappen. Wäre ein Versuch, eine Berechnung oder weitere Überlegungen wert. Ist auf jeden Fall mal wieder eine gute Idee! (Nachtrag: ...die wohl schon jemand hatte - siehe my666)

Hehe, schade, ich dachte ich kann endlich im Gruenderbuero der Uni klopfen :-D Vielen Dank fuer deine super Antwort, interessant zu lesen wie das bei anderen Motorarten aussieht! Greetz

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Ob es das in der Praxis gibt, weis ich nicht. Wenn ich dieses Patent aber richtig lese (runterscrollen, unten ist's in deutsch), dann haben sich da schon Leute Gedanken drüber gemacht. In diesem Fall wird die Ausgleichswelle über eine Ölpumpe angetrieben, wenn ich es richtig verstehe und ist somit steuerbar: http://www.freepatentsonline.com/EP0915267.html

Guter Link!

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@Iceman

Super Link, danke!

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