Angst davor moped zufahren?

4 Antworten

Hi, bin auch 16 :)

Angst ist halt immer vom Menschen abhängig.

Nem Kumpel hat ein Auto die Vorfahrt genommen und die Beta war in 2 Teile.

Der fährt aber seit er wieder halbwegs stehen kann mit dem nächsten Moped rum.

Üb doch erstmal innerorts, du musst ja auch nicht schnell fahren.

Mach dich mit deiner neuen Maschine vertraut und fahr Strecken die du kennst. Stückenweise rantasten und sich wieder in den Verkehr und dessen Regeln eingliedern.

An die Geschwindigkeit gewöhnt man sich unglaublich schnell (kommt ja eh nur auf um die 110).

Wenn die Angst in den Kurven kommt und du dich nicht traust dich reinzulegen, vertrau deinem Gummi :)

Drück den Lenker auf der Kurveninnenseite und lehn dich bewusst in die Kurve (man neigt ja am Anfang manchmal dazu den Körper möglichst aufrecht zu halten), das Gefühl ist ein ganz anderes, man bekommt die Kontrolle und Sicherheit wieder die man durch die Angst verloren hat.

Immer in die Kurve rein schauen! Niemals auf die Straße direkt vor dir!

Das Problem ist, dass der Unfall in deinem Unterbewusstsein gespeichert ist, das kannst du bewusst nicht abstellen, eine geänderte "Haltung" gegenüber dem Ereignis wird dir also nicht helfen, Traumata kann man nicht wegrationalisieren. Man möchte wieder wie vorher weiterleben, das Ereignis spielt sich aber immer wieder im Kopf ab, man hat eine "Erfahrung" gemacht, und jede gerade stattfindende oder zukünftige Aktion wird daraufhin abgeprüft, diese alte Erfahrung nicht zu wiederholen, auch wenn einem das bewusst völlig irrational erscheint, man ist im wahrsten Sinne des Wortes "blockiert".

Ich hatte vor vielen Jahren auch schwerwiegendes Ereignis (möchte aber hier nicht weiter darauf eingehen) , das ich lange mit mir "rumgetragen" habe, vor ein paar Jahren bin ich auf eine (auf den ersten Blick verrückte) NLP-Methode gestossen, die mir wirklich geholfen hat.

Du setzt dich in einen Sessel und machst die Augen zu, achte darauf, dass du nicht gestört wirst...bleib einfach erst mal etwa eine Minute so sitzen, bis sich die Gedanken etwas gelegt haben.

Du versetzt dich in deinen Unfall zurück, und zwar mit allen Aspekten, der Schreck, die Geräusche und Gefühle (Ärger, Schock), der Moment in dem es dich z.B. auf die Fahrbahn gehauen hat, das Geräusch vom Aufprall, die Schmerzen, auch die Apathie in den ersten Minuten, irgendwelche Leute reden vielleicht auf dich ein, aber das ist alles wie verschwommen.

Jetzt stellst du dir vor, du siehst die Szene auf einer Kinoleinwand, du erlebst das ganze so schon mit einer gewissen Distanz... aber es geht noch weiter. Jetzt stell dir vor, der Ton wäre auf einmal weg, nach einer Minute wäre der Film plötzlich nur noch schwarz-weiss, und nach weiteren 10 Sekunden bewegt sich die Leinwand von dir weg, erst ganz langsam, dann immer schneller, bis sie für dein Auge verschwunden ist. (Je schneller die Leinwand sich in deinen Gedanken von dir wegbewegt, umso wirkungsvoller ist die Übung, ich stelle mir am Ende der Szene immer vor, die Leinwand würde, wenn sie ganz klein und kaum noch sichtbar ist, wie eine Feuerwerksrakete explodieren).

Bleib danach noch etwa eine Minute in deinem Sessel sitzen, erlebe die Stille und die Leere, danach machst du die Augen wieder auf.

Du müsstest jetzt zu dem Ereignis eine innere Distanz aufgebaut haben, du erinnerst dich zwar noch daran, aber du fühlst keine Auswirkungen mehr auf dein Befinden, es ist wie etwas, das irgend wann einmal jemand anderem passiert ist.

Es ist übrigens keine Sache des Glaubens, ob die Methode funktioniert, als ich die Methode das erste mal ausprobiert habe, war ich auch extrem skeptisch, habe danach aber laut losgelacht, konnte das erst einmal gar nicht glauben.

Probiers mal aus.

Durch meine Unfälle hab ich gelernt vorausschauend zu fahren und sich nicht auf die anderen zu verlassen. (ich hab Vorfahrt, der wird schon halten...)

Bei Kreuzungen schau ich immer genau auf den/die Fahrer ob der mich registriert hat, die Hand/Fuss bleibt an/auf der Bremse.

Die Angst wird weg gehen wenn du wieder mehr fährst.

Behalte aber den Respekt vor den Anderen Verkehrsteilnehmern.

Lieber einmal auf Vorfahrt verzichten, als auf dem Kühlergrill zu enden.

Und sofern Du noch keine hast: Motorrad Klamotten besorgen. Die gibt es auch in Schick, z.B. Motorradjeans, Kevlar Hoodie, usw. ;)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Da hilfst leider nur fahren, fahren, fahren. Suche dir nicht allzu sehr befahrene Strecken. Vielleicht begleiten dich auch Freunde, die ebenfalls Moped fahren.

Wenns gar nicht geht, würde ich nochmal ein bis zwei Fahrstunden nehmen.

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