Algerien, ist die Einreise zur Zeit unproblematisch?

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5 Antworten

Servus FENDER,

Folgendes sagt das Auswärtige Amt dazu:

Bei Aufenthalten in Algerien rät das Auswärtige Amt zu Vorsicht, da Anschläge mit terroristischem Hintergrund auch gegen Ausländer bzw. ausländische Firmen nicht ausgeschlossen werden können.Insbesondere im Norden Algeriens kommt es weiterhin, trotz grundsätzlicher Verbesserung der Sicherheitslage, zu terroristischen Anschlägen. Ziel sind in erster Linie die algerischen Sicherheitskräfte. Anschläge richten sich aber seit Ende 2006 auch gezielt gegen ausländische Staatsangehörige bzw. Firmen (3 Todesopfer bei Bombenattentaten am 10.12.06 und 4.3.07). Entführungen, eventuell auch speziell von ausländischen Individualreisenden, können nicht ausgeschlossen werden. Ein erhöhtes Risiko besteht weiterhin außerhalb der großen Städte und abseits der großen Verbindungsstraßen, insbesondere in der Kabylei.

Nach den zwei Selbstmordanschlägen in Algier am 11.4.2007, bei denen mindestens 30 Menschen getötet und über 200 verletzt wurden, muss auch in der Hauptstadt von einer erhöhten Gefährdung durch terroristische Attentate ausgegangen werden.

Es wird empfohlen, vor allen Reisen nach Algerien und innerhalb des Landes zeitnahe Erkundigungen über die örtliche Sicherheitslage einzuholen. Der algerische Gastgeber/Geschäftspartner bzw. der Reiseveranstalter sollte vor Reiseantritt gebeten werden, die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Abholung, Unterbringung, Betreuung vor Ort) zu gewährleisten. Reisen innerhalb des Landes sollten möglichst auf dem Luftweg erfolgen.

Während der Dämmerung und in der Nachtzeit sollten Fahrten außerhalb der Stadtzentren vermieden werden, da mit falschen Straßensperren und Anschlägen von kriminellen oder terroristischen Gruppen gerechnet werden muss.

Personen, die ihren Wohnsitz in Algerien haben oder Algerien regelmäßig beruflich bereisen, sollten dafür Sorge tragen, Routineabläufe zu vermeiden (z.B. bei Autofahrten). Die vom algerischen Partner angebotenen Sicherheitsmaßnahmen sollten in jedem Falle in Anspruch genommen werden. Menschenansammlungen, öffentliche Gebäude und Einrichtungen der Sicherheitskräfte sollten nach Möglichkeit gemieden werden.

Das Auswärtige Amt weist nachdrücklich auf die Gefahren bei Reisen in die Gebiete südlich der Städte Béchar, Ghardaia und Touggourt hin. Mehrere Gruppen von Saharatouristen wurden 2003 in Südalgerien entführt, am 07.04.06 forderte ein Überfall auf eine Gruppe Zöllner bei Ménéa (früher El-Goléa) 13 Menschenleben. Die Gefahr von Entführungen besteht auch weiterhin. Besonders gefährdet sind Individualreisende, die auf dem Landweg unterwegs sind. Vor dieser Art des Reisens wird ausdrücklich gewarnt. Reisen in die o.a. Gebiete sollten ausschließlich im Rahmen von Gruppenreisen erfolgen, die durch professionelle Veranstalter organisiert werden und wobei die Anreise auf dem Luftweg erfolgt.

Die deutsche Botschaft in Algier gibt in Einzelfällen Auskünfte zur aktuellen Sicherheitslage. Die Möglichkeiten zur konsularischen Hilfestellung in Not- und Unglücksfällen sind allerdings angesichts der Größe des Landes begrenzt.

Was MAROKKO betrifft so ist das sicher einfacher: Man braucht kein Visum zumindest nicht für 90 Tage.

Auch ist die LAge dort nicht ganz so dramatisch. Das Auswärtige Amt sieht das so:

Terrorismus: Die Anschlagsserie vom 16.05.03 in Casablanca sowie die terroristischen Attentate und Zwischenfälle der jüngsten Zeit mit mehreren Toten und zahlreichen Verletzten zeigen neben zahlreichen Verhaftungen und Gerichtsverfahren der letzten Monate, dass trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen der Regierung auch in Marokko terroristische Gruppen weiterhin aktiv sind und unverändert Anschläge planen. Das Auswärtige Amt rät daher – wie in allen Ländern der Region – zu erhöhter Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für Orte, an denen sich Touristen aufhalten, sowie religiöse Kultstätten.

Reisen über Land: Von Fahrten durch die Westsahara wird grundsätzlich abgeraten. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft Rabat ist dort aus praktischen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Beim Grenzübertritt von Mauretanien in die Westsahara ist zudem eine Gefährdung durch nicht gekennzeichnete Minenfelder gegeben.

Im Rif-Gebirge werden mitunter Reisende von Rauschgifthändlern bedrängt (Steinwürfe, Straßensperren). Das Rif-Gebirge sollte daher nicht allein befahren werden. Insbesondere die Strecken zwischen Chefchaouen über Ketama nach Al-Hoceima sowie die Strasse von Ketama nach Fes sind äußerst problematisch. Rauschgiftbesitz wird rigoros verfolgt und mit hohen Haft- und Geldstrafen geahndet.

Noch'n Tipp:

Impfschutz nicht vergessen bzw. auffrischen und genügend Bargeld in Form von Dollars oder EURO mitnehmen. Umtauschen kannst Du in allen größeren Hotels und bei den Banken.

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Deine VISA-CARD hilft dir da nicht viel weiter. Kreditkarten werden außerhalb der paar internationalen Hotels kaum akzeptiert. Bankautomaten, an denen man mit Kredit- bzw. EC-Karte Geld abheben kann, gibt es auch nur ganz wenige in den Großstädten. Euroschecks, Reiseschecks etc. werden gleich gar nicht angenommen.

Hi, das klingt ja nicht so richtig prickelnd. Meines Wissens ist die Grenze nach Marokko von aLgerien aus auch derzeit geschlossen. Unter fröhlichem Biketrip stell ich mir was anderes vor.

Ach ja, falls dich das nciht entmutigt, dann dran denken:
Für Reisen nach Algerien muss rechtzeitig (mindestens 2 Wochen) vor Reiseantritt bei der algerischen Botschaft in Berlin oder beim algerischen Generalkonsulat in Bonn ein kostenpflichtiges Visum beantragt werden. Vorher anrufen lohnt sich. Anträge gibts auch bei den beiden oben genannten Adressen.

Die algerische Botschaft erteilt Visa nur noch, wenn du als Antragsteller deine Reiseroute präzisierst und den Nachweis erbringst, dass die ganze Geschichte über einen Reiseveranstalter gelaufen ist (Na super - von wegen spontan).

Aber auch für MAROKKO gilt: Impfschutz (Tetanus, Malaria etc.) nicht vergessen. Ich halte das für superwichtig,, denn ich weis aus eigener Erfahrung, wie schnell man sich war einfängt bzw. was passiert. War zwar Tunesien, aber schon da hat mir ein Krankenhausaufenthalt mit Hepatitis gereicht. Checkt also mal das Internet ab, gegen was man sich schützen sollte.

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