Ab welcher Aussentemperatur kann man eigentlich lackieren?

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1 Antwort

Das hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern auch von der Luftfeuchtigkeit. Die optimale relative Luftfeuchte zum Lackieren liegt bei 60-80%, keinesfalls darüber. Ist es zu trocken, kommt der Lack bereits als Staub auf dem Blech an.

Der Profi sagt:

Fürs Lackieren sind nicht eine, sondern drei Temperaturen maßgeblich. Das ist zum ersten die Temperatur des Lacks selbst. Das ist weiter kein Problem, man steckt die Büchse oder die vielen Büchsen in die Latzhose, schläft eine Nacht darin und warm sind die Dinger. Außerdem ist bei Temperaturen von wenigstens 20° auch erst der erforderliche Sprühdruck von etwa 2,5 Bar auf dem Propan/Butan-Gemisch. Kalte Dosen sprühen schlecht, weil zu wenig Druck drauf ist und die Viskosität, die Fließfähigkeit, des Lackes nicht stimmt. Richtige Dosentemperatur ist also ziemlich wichtig.

Die zweite Temperatur ist die des Werkstücks. Wenn man die S-Klasse oder den Ferrari erst eine Stunde vor Lackiertermin aus der mondklaren Winternacht in die schwülwarme Werkstatt-Sauna holt, taut es munter an der Karosse. Außerdem verzögert sich die Filmbildung des aufgesprühten Lackes. Und last, but not least ist neben der Luftfeuchte die Raumtemperatur von eminenter Bedeutung. Sie liegt optimalerweise zwischen 20° und 25°.

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