Ab wann ist ein halb privater Schrauber verantwortlich für Fehler?

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6 Antworten

Wenn Du Dein Bike bei einem solchen Schrauber warten und reparieren lässt und dabei vielleicht die Mehrwertsteuer sparst, dann bewegst Du Dich selbst ausserhalb des Gesetzes.

Du könntest ihn dann zwar wegen irgendwelcher Mängel vor den Kadi ziehen, stündest dann aber wegen Steuerhinterziehung gleich daneben.

Wenn er aber offizielle Rechnungen schreibt, dann ist er für seine Fehler auch in vollem Umfang verantwortlich.

Er ist nach dem Gesetz auch für Fehler in vollem Umfang verantwortlich, wenn er keine offiziellen Rechnungen schreibt. Die Haftung ergibt sich aus dem Vertragsverhältnis zwischen Dienstleister und Kunde. Und ein Vertrag ist hier klar zustande gekommen, ob schriftlich oder nicht, spielt keine Rolle. WIE die Leistung dann abgerechnet wird berührt die Pflicht, die Dienstleistung korrekt auszuführen nicht.

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Hallo, vielen Dank für die vielen Antworten, war gottseidank bisher eine theoretische Frage!

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"Ab wann" ist wohl falsch formuliert. Jeder ist immer verantwortlich für seine Fehler. Aber: Halb-privat ist wie ein "bisschen" schwanger sein; diesen Zustand gibt es nicht. Meistens wird derjenige irgenwelche Mängel, die er zu vertreten hat, ohne zu Murren beheben (er will ja nicht mit seiner Schwarzarbeit aufallen...). Einen Anspruch auf Gewährleistung hast du nicht; dafür aber immerhin ein paar EUR an MwSt. gespart kopfschüttel Falls es aber mängelbedingt zu einem Personen-oder Sachschaden kommen sollte, trägt IMHO der Besitzer des KFZ zumindest eine Teilschuld und wird von seiner Versicherung ggf. in Regress genommen.

Für alle Mängel- und Haftungsfragen solltest du dir vereinfacht vorstellen, dass du selbst die Arbeiten ausgeführt hast.

VG antbel

Eine private Werkstatt mit regelmäßigen Kunden gibt es nicht. Es gibt höchstens Schwarzarbeiter, die uns ehrlich arbeitenden Menschen das Leben schwer machen und den Staat (also uns) verar(s)chen!

Wenn Du von so einem gelinkt worden bist, hast Du ohne eine Anzeige natürlich schlechte Karten. Zeigst Du ihn allerdings an und verklagst ihn auf Schadenersatz, sieht die Sache anders aus. Rechtsberatung gibt es für ADAC-Mitglieder gratis, einen guten Anwalt in Bremen kann ich Dir auch empfehlen.

Mein Tipp: frage freundlich um kostenlose Nachbesserung, geht er nicht drauf ein drohe ihm mit dem Gang zur Rechtsberatung. Wenn er schlau ist lenkt er ein. Bist Du allerdings nicht bereit auch die Konsequenzen zu ergreifen, verbuche es als Lehrgeld und gehe nächstes Mal in eine angemeldete Werksatt ;-)

Jeder, der seine Dienstleistung einem öffentlich zugänglichen Publikum gegen Entgelt anbietet, ist nicht 'privat' und zwar unabhängig davon, ob er für seine Dienstleistungen Werbung macht oder nicht. Und auch wenn jemand 'privat' und sogar ohne Entgelt eine Dienstleistung erbringt, ist er für die korrekte Auftragsausführung verantwortlich - zwar weniger streng, aber immerhin. Ich würde also klar eine Nachbesserung verlangen und wenn er sie nicht erbringt, dann nimmst Du Dir einen Anwalt, der was kann halt... - Verzeihung, ich konnte mir den blöden Spruch nicht verklemmen!

"Privat arbeiten" heißt in meiner Rechtsauffassung, daß man für sich selber arbeitet. Das wäre dann Hobby.

Ich denke, zwischen Privat und Werkstatt wird die Grenze bei der Lizenz sein- wenn die Werkstatt als Gewerbe angemeldet ist, ist sie definitiv nicht mehr eine private Hobby- Werkstatt.

Wenn du aber dein Motorrad bei einem Kollegen in der Hobby- Werkstatt reparieren lässt, und der vergisst leider die Bremsbeläge einzubauen und du hast deswegen einen Unfall, dann wäre es meiner Meinung nach deine Schuld.

Die Frage ist auch, womit die "regelmässigen Kunden" ihren Schraubergott entlohnen. Wenn es hier zu einem gewerbeartigen Zustand kommt, ist es nichts anderes als Schwarzarbeit.

Gruß, Stefan

Alle haben Recht. --- Ich bin auch ein absoluter Gegner von Schwarzarbeit.

Durch die Dumpinglöhne können die kleinen Firmen nicht mehr bestehen. Viele gehen dadurch in die Insolvenz. Das heißt, mehr Arbeitslose, mehr Kosten für den Staat, der diese auf die Steuerpflichtigen abwälzt. Dadurch wieder weniger Geld im Portmo..., Pordmu...., Portmen .... Puttmun.... ---- in der Geldbörse.

Jetzt kann man sich noch weniger einen Werkstattbesuch leisten. Die haben auch ihre Preise erhöhen müssen, um zu überleben. Wunschdenken -- Jetzt gehen die erst Recht Pleite und diese Spirale beginnt von vorne, nur noch schlimmer.

Mal ehrlich: Sind wir nicht schon an dem Punkt angekommen, wo wir froh sind, wenn jemand uns eine Dienstleistung für weniger Geld verkauft, auch ohne Rechnung und Garantie. Denn das Geld, was eine teure Reparatur kostet, fehlt woanders.

(nebenbei, ich weiß wie man "Portemonais" schreibt, ---- oder heißt es: Portmonee - "orthografische Variante: Portemonnaie". Grins) Gruß Bonny

Is sich halt französiiiiiiiiisch, kenssse dass, Deteleeeew???

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@catwoman4

Meine Spezialität, nur mit der Sprache hapert es.

Kommt ein Bayer in Paris in ein Schuhgeschäft.

Der Verkäufer: Bon schour

Der Bayer: Yoah, zwah braune

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