2 Fragen zum Thema Kettenpflege

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5 Antworten

Hallo ShinjiTao

Zum einen kommt es auch auf den Fahrstil und natürlich dem Wetter an. Trockene Ketten werden nicht nur laut, auch leiden die Dichtringe. Schon deswegen fette ich nach einer Tagestour die Kette mit einem Kettenspray, das weder auf Teflon- oder Silikon-Basis aufgebaut ist. Teflon und Silikon verbindet sich mit nichts und es wird leichter ab geschleudert, besonders im Regen. Dann ist es auch von Belang, ob Du im Renn- oder Blümchenpflücker-Modus unterwegs bist.

Kommen wir zu den Dichtringen. Werden die beschädigt, wird die Kette sehr schnell verschleißen. Zwischen dem Verbindungsniet der Außenlasche und dem Hohlniet des Innengliedes ist ein Fettpaket, dass möglichst so und da bleiben sollte, denn hier treten enorme Kräfte auf und besonders, wenn es um Ritzel und Kettenrad abgeknickt wird. Das ist auch der Punkt, an dem sich die Kette längt. Hochdruckreiniger und Lösungsmittel haben da nichts verloren.

Ich komme zur Reinigung nicht umhin auf die maroden Knie zugehen und Glied um Glied zu putzen. Da es mir an der nötigen Leidensfähigkeit mangelt, kann man von meiner Kette eher nicht essen.

Ob Kettensäge Öl geeignet ist, k.A. Schmieren wird es, doch ob es bei hohen Geschwindigkeiten bleibt, wo es soll, wäre eben die Frage.

Gruß Nachbrenner

Moin Wolfgang, Kettensägenöl wird gerne in Kettenölern verwendet und das funktionert da gut da dauernd nachgetropft wird. Die Geschwindigkeit auf den Kettensägenblättern ist übrigens auch sehr hoch. Gruß T.J.

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@Endurist

Morgen TJ

vielleicht aktiviere ich meinen Scottoiler noch mal, auch habe ich ein Kettenreinigungsset erstanden. da der Wechsel eh demnächst ansteht, teste ich das Ganze mal. möchte ja lernfähig bleiben.

Grüßle mein Lieber

PS: neulich traf ich paar Dreckwerfer, die freudestrahlend im Biergarten eintrafen. Könnte ich das auch noch, seufz (:-)))

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Auch moin,

nur etwas im Vorwege: Wenn hier fünf Antworten gegeben werden, kannst du zehn Meinungen lesen. Jeder von uns hat wohl im Laufe der Jahre und Jahrzehnte seine eigene "Ketteninstandhaltungs-Philosophie" gebildet. Ob eine Diskussion hinsichtlich Kettenpflege erforderlich ist, bezweifel ich, handelt es sich doch um ein schnödes Verschleissteil, bei dem es lediglich darum geht, die Lebensdauer etwas zu verlängern. Dadurch wird die Investition in einen neuen Kettensatz mehr oder weniger verzögert, denn ein neuer Kettensatz bedeutet, Geld auszugeben. Und Geld ist rar. Deswegen wundert es mich, dass hier (noch) nie in die Richtung "maximaler Fahrspaß bei minimalem Verbrauch" herumdiskutiert wurde.

Und nun zu meiner Kettenpflege-Gewohnheit: Dazu kannst dir mein Ex-Moped ansehen. Es ist die schwarze Bandit mittig oben in dem Block "Verwandte Bilder". Als ich das Moped fotografiert habe, hatte der Kettensatz ca. 3.000 km gelaufen. Die Kette sieht ungeschmiert aus, ist sie aber nicht. Außerdem mag ich keine vollgeschmierten Felgen. Meine Philosophie: Lieber häufiger, aber dafür wenig Kettenfett. Kettenfett gehört auch nur dahin, wo es schmieren kann und soll: Auf die Rollen. Deshalb sprühe ich das Fett unterhalb der Schwinge oben auf die Rollen. Dadurch kann sich das Fett durch die Zentrifugalkraft verteilen. Und das ich damit gut fahre, beweist der (identische) Kettensatz meines jetzigen Mopeds: Bislang 18.000 km ohne Nachspannen, abgesehen davon, dass in diesem Zeitraum der Hinterradreifen zweimal gewechselt wurde. Und ich fahre höchst selten im "Blümchenpflücker-Modus" und 102 Nm zerren schon ganz ordentlich an der Kette.

Eiweh, Kettenpflege........ :-/

Wenn es um meine Meinung geht, dann würde ich empfehlen, die Kette immer schön trocken laufen zu lassen, denn dann kann ich Kettenkit´s verkaufen, und beim Reifen aufziehen versau ich mir die Finger nicht so sehr .......

Aber mal ernsthaft: Die beste Angewohnheit ist, nach einer längeren Tagestour, den Schmierstoff vor dem Abstellen in der Garage von innen auf die Kette auf zu tragen. Die Meinungen zu dem " welchen Schmierstoff soll ich verwenden" kann ich mit : Jeder der die Kette schmiert, und nicht angreift. beantworten. Es gibt ausreichend Test´s, die da eine aussagekräftige Empfehlung aussprechen.

Z.Zt. bin ich mal wieder ein Moped mit "offen" laufender Kette am aufbauen, da werde ich mir wieder angewöhnen müssen, Schmiermax zu spielen. Mensch, was war das mit der Trine so schön, keine Kette spannen, nicht Schmieren müssen, und trotzdem ne gefettet Kette zu haben, dank Fettkettenkasten :-)

Bei Ersatz der Kette empfehle ich immer DID Super Verstärkte XV Ketten, mit Stealth Kettenrad und hochwertigem Ritzel, dann sind Laufleistungen von 50.000 km kein Problem*

*bei regelmässiger Kettenpflege! :-)

Wer gut Schmiert, der gut Fährt !

Öl für Kettensägen kann funktionieren, muss es aber nicht. Mir wurde einmal geraten in meinem Kettenöler nur mineralisches Öl zu verwenden, weil synthetisches Öl die O-Ringe angreifen würde. Wenn du speziell für Kettenöler vorgesehenes Öl nimmst (auch synthetisches) wird das wohl in Ordnung gehen, aber bei Kettensägenöl wäre ich vorsichtig. Im Zweifelsfall nimm lieber mineralisches 80er oder 90er Getriebeöl.

Von Bio-Öl wurde mir abgeraten, weil es verharzen kann. Ich schätze zum Thema Kettenpflege kann es wohl tatsächlich nicht die "richtige" Meinung geben. Danke dir für die Antwort.

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