Der Preis hat mit ihrer Konkurrenzfähigkeit nichts zu tun. Sicher ist sie mit knapp 16.000 Euro kein Sonderangebot, aber ihr Geld wert. Die hochwertigen Komponenten und die vielen brillanten Details (welches andere Sportbike lässt sich so perfekt der eigenen Statur anpassen?) rechtfertigen den Preis. Konkurrenzfähig ist die RC8 gegenüber den vierzylindrigen Superbikes aus Japan und der Ducati auf kurvigen Rennstrecken sicherlich, nur auf langen Geraden wird sie gegen 180 PS das nachsehen haben. Die seltene RC8 (das gleiche gilt für italienische Sportbikes) garantiert aber eine Exklusivität, wie sie eine Japanerin nie wird bieten können. Also, wer bei den Superbikes sparen will, sollte sich einen japanischen Vierzylinder zulegen, wer etwas Außergewöhnliches sein eigen nennen will, sollte sich an den nächsten KTM-Händler wenden. In der nächsten Ausgabe von PS (erscheint am 16. April) soll ein Vergleichstest von der RC8 gegen die Japaner und die Duc 1098 R abgedruckt werden.
Hi, kommt drauf an: Wenn du, wie ich deinem Pseudonym entnehme, einen KTM fährst, ist es nicht ganz so dramatisch. Im Gelände wird sich der verzogene Heckrahmen nur unwesentlich auf die Fahreigenschaften auswirken, da die erreichten Geschwindigkeiten nicht so hoch sind. Es wird sich schlimmstenfalls mit leichter Unruhe bei Geschwindigkeiten über 50 km/h auswirken. Wenn sich aber bei einer Straßenmaschine der Heckrahmen verzogen hat, sollte er dringend gerichtet bzw. ersetzt werden. Pendeln bei über 100 km/h kann sehr gefährlich werden. Übrigens kann bei einer KTM der geschraubte (meist Alu-)Heckrahmen problemlos und relativ günstig getauscht werden.
Endurist am 25. März 2008 09:50 Bei Monofedersystemen wird das Federbein oben am Hauptrahmen und/oder Hilfsblechen geführt. Das Rahmenheck dient zur Aufnahme von Sitzbank, Fahrer, Elektrik (-komponenten), Kotflügel, evtl. Gepäcktrager, etc., was soll da zum Pendeln führen und woher kommen deine frei gewählten Geschwindigkeitsangaben? Wir reden hier nicht von evtl. anstehenden HU-Problemen.
Hallo Bully, Motorradstunts lernt man am besten durch "Learning by doing". Klar, bei Lothar Schauer kann man Wheelies lernen, aber Stunts wie sie Chris Pfeiffer macht muss man jahrelang (!) üben. Am besten kaufst du dir eine Trialmaschine, denn damit lernt man die perfekte Motorradbeherrschung, ehe du Tricks auf PS-starken Superbikes übst.
Nein, bekommt man nicht. Wettbewerbs-Supermotos basieren auf Crossern, bzw. von einigen Herstellern wie KTM, Husaberg und Husqvarna gibt es mittlerweile sogar Modelle, die nur für den Supermoto-Wettbewerb konzipiert wurden wie die 450 SMR. Und die für die gibt es definitiv keine Straßenzulassung, alleine schon wegen der Euro-3-Norm. Für umgebaute Enduros wie KTM EXC 450 oder Yamaha WR 450 F u. ä. kann man eine Straßenzulassung über spezialisierte Händler bekommen. Wer an einem solchen Umbau interessiert ist, sollte sich z. B. an Pirate Racing in Pulheim-Brauweiler wenden.
In der Tat könntest du vom Vertrag zurücktreten und der Händler müsste die Maschine zurücknehmen, wenn es sich tatsächlich um einen Unfallschaden handelt. Das müsstest du aber beweisen, d. h. du müsstest einen Sachverständigen beauftragen und die sind teuer. Wenn du Pech hast, und es stellt sich wirklich nur als "Umfaller" heraus, bleibst du auf den Kosten sitzen. Aber man muss nicht immer gleich mit dem Anwalt und Gericht drohen. Wenn der Händler sich bereit erklärt hat, die betreffenden Teile auszutauschen, solltest du dich damit zufrieden geben. Du könntest zwar versuchen, einen kleinen Teil der Kaufsumme zurückzubekommen, aber wenn der Händler schon die Teile auf seine Kosten repariert wird er sich wohl nicht darauf einlassen. Falls sich während der Fahrt herausstellt, dass die Maschine wackelt oder nicht einwandfrei fährt, wären das allerdings Hinweise, dass doch ein Unfall mit verzogenem Rahmen vorliegt. Dann wäre eine Rückgabe des Motorrads sinnvoll, wenn auch im Zweifelsfalle nur über den leidigen Gerichtsweg.
Wenn man das Verhältnis von Geschwindigkeit zur Schräglage als Kurve im Koordinatensystem darstellen würde, wäre es eine kein linearer Anstieg. In deinem Beispiel hättest du bei 120 km/h also keine 40 Grad Schräglage. Ein Physiker könnte dir das sicher genau ausrechnen. Mit Hanging off veringerst du übrigens die notwendige Schräglage, da der Schwerpunkt weiter zur Kurveninnenseite wandert und die Hebelkräfte am Motorrad geringer sind.
Der Metzeler Z6 und der Michelin Pilot Road sind definitiv besser für den Straßeneinsatz, da sie weniger Negativprofil aufweisen und der Gummi mehr Grip bietet - kein Wunder, sind sie doch nur für den Straßeneinsatz konzipiert. Solltest du aber vorhaben, auch mal eine Schotterpiste unter die Räder zu nehmen, bist du mit einem Enduroreifen besser bedient. Grundsätzlich bieten aber Conti Trail Attack, Michelin Anakee und der Metzeler Tourance auch eine sehr gute Straßenlage. Nur wer es sehr sportlich auf der Straße angeht, wird den Unterschied zu einem reinen Straßenreifen merken.
Selber viel auf der Rennstrecke trainieren. Es ist eine alte Form des Selbstbetrugs zu glauben, mit mehr PS wäre man automatisch schneller. Wenn du regelmäßig trainierst, am besten unter Anleitung eines erfahrenen Motorradsportler, wirst du in kurzer Zeit Fortschritte machen, die du selber nie für möglich gehalten hättest. Dann wirst du irgendwann zu der Erkenntnis kommen, dass du gar nicht mehr PS brauchst, sondern schon mit einer 100 PS Maschine völlig ausreichend schnell unterwegs bist. Nur mal so als Erinnerung: Helmut Dähne hält immer noch den Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife (7:49:72). Aufgestellt 1993 mit einer Honda RC 30, die rund 130 PS hatte.
Moin Rider, sehr gute Antwort von Dir. Denn schon der unvergessene "Mike the bike" war immer der Ansicht :" First the man,then the maschine"!
Das hat Fossie völlig korrekt beschrieben. Allerdings sollte jeder Reifen, egal ob weich oder hart, warm gefahren werden. Je niedriger die Außentemperaturen, desto länger und vorsichtiger. Wenn du im Winter fährst und stellst nach einer Stunde fest, dass die Reifen noch nicht einmal handwarm sind, solltest du auf eine weichere Mischung zurückgreifen, denn nur wenn der Gummi auch richtig warm wird, hat er auch ausreichend Grip. Nur so zur Information: Vor Rennen werden die Reifen per Reifenwärmer auf etwa 80 Grad Celsius gebracht.
Die Antwort von Acheron war völlig korrekt. Man muss aber zwischen Garantie und Gewährleistung unterscheiden. Der Gesetzgeber schreibt den Herstellern vor, zwei Jahre Gewährleistung auf ihre Produkte zu geben. Normalerweise geben Motorradhersteller außerdem ein halbes Jahr Garantie auf ihre Modellle (Ausnahme: Wettbewerbsmaschinen). Nach einem halben Jahr kehrt sich die Beweislast um: wenn ein Defekt auftritt muss der Käufer beweisen, dass der Fehler schon beim Kauf vorlag. Das ist meist ziemlich schwierig. Wer aber brav alle Inspektionen beim Vertragshändler machen lässt, hat im allgemeinen keine Schwierigkeiten, dass der Hersteller kostenlos repariert. Nach zwei Jahren kann man es nur noch auf Kulanz versuchen. Triumph bietet übrigens gegen Aufpreis eine Verlängerung der Gewährleistung um jeweils ein Jahr an.