Nein, es ist nicht so wie bei den Autos, die in England immer noch rechts gelenkt werden. Triumph, zurzeit einziger englischer Motorradhersteller, stattet seine Motorräder ganz normal mit der Schaltung auf der linken Seite aus. Royal Enfield wird übrigens schon seit den Fünfziger Jahren in Indien gebaut (hat auch indische Besitzer), hat also mit England nichts mehr zu tun.
Wenn überhaupt ist es umgekehrt: die Street Triple ist eine unverkleidete Daytona 675. Schließlich gibt es die Daytona schon ein Jahr länger. Endurist hat aber sonst völlig Recht mit seiner Einschätzung. Triumph hat erkannt, dass sich sowohl die große Speed Triple, als auch die Daytona 675 gut verkaufen, also lag es nahe, beide mit einander zu verbinden. Heraus kam dann die Street Triple. Ein erstklassiges Motorrad, bei dem Triumph vor allem auch wegen des niedrigen Preises mit der Lieferung nicht mehr nachkommt. Zurzeit sollen es angeblich sechs Monate Lieferzeit sein.
Auf einer Rennstrecke zu fahren, ist längst nicht so dramatisch, wie sich das viele vorstellen. Man sollte sich zwar vorher den Streckenverlauf ansehen (da gibt es reichlich Möglichkeiten im Internet, sogar auf Video, z. B. Youtube), aber das Fahren ist sogar risikoloser als auf öffentlichen Straßen. Wie du schon selber sagtest: ohne auf Autos und Ampeln achten zu müssen. Der Asphalt ist gut griffig und die Auslaufzonen (meist) reichlich. Es gibt etliche Rennstreckentrainings auf so ziemlich allen deutschen Rennstrecken - auch hier empfehle ich dir, das Internet zu durchforsten. Einfach bei Google die von dir gewünschte Strecke und Rennstreckentraining bzw. Motorradtraining eingeben. Welche Maschine du fährst ist dabei relativ unerheblich, solange die Reifen und das Fahrwerk in Ordnung sind. Okay, über 125 Kubik wären von Vorteil :-) Wieviel Gas du dann auf der Strecke gibt liegt dann ganz an dir, aber normalerweise sind Neulinge bei der ersten Fahrt sehr vorsichtig, schon aus gesundheitlichen Gründen. Einfach ausprobieren!
Vom Abrieb beim Sturz ist eine Lederkombi immer noch besser als Textil, auch wenn sich die ganzen Kunststoffmaterialien in den letzten Jahren immer weiter verbessert haben. Beim Tragekomfort und bei heißem Wetter ist Textil dafür deutlich angenehmer.
Nein, auf trockener Straße hat ein Motorrad ohne ABS sogar einen kürzeren Bremsweg. Sinn des ABS ist es nicht, den Bremsweg zu verkürzen, sondern das Blockieren des Rads und damit einen Sturz zu vermeiden. Wer auf trockener Straße mit einem ABS-Motorrad voll in die Eisen geht, wird ein leichtes Pulsieren im Bremshebel bemerken. Da öffnet das ABS für hundertstel von Sekunden die Bremse und schließt sie direkt wieder, solange bis die Fuhre steht. Doch das kurzzeitige Öffnen der Bremse verlängert den Bremsweg logischerweise. Auf nasser Straße ist der Bremsweg mit ABS allerdings kürzer, da niemand bei nassen Bedingungen voll in die Bremse packen wird.
Weil sie von der Zeitschrift "Motorrad" veranstaltet werden - deshalb glauben sie, mehr dafür nehmen zu dürfen. Die Trainings sind übrigens sehr gut organisiert, aber "Motorrad action team" lässt sich das leider gut bezahlen. Es gibt aber auch viele andere Anbieter, die ebenfalls gute Qualität bei den Trainings bieten und deutlich billiger sind. Einfach mal im Internet unter "Renntraining" oder "Sportfahrertraining" suchen.
Ducati hat es tatsächlich durchgedrückt, dass Zweizylinder nun 1200 Kubik haben dürfen. Dass kommt aber auch KTM zugute, die deren RC8 mit 1190 Kubik den erlaubten Hubraum fast ausschöpft. KTM plant 2009 in die Superbike-WM einzusteigen. Auf Druck der japanischen Hersteller wurde den Ducatis (also allen Zweizylinder) ein Air-Restriktor eingepflanzt. Sollte sich die 1098 als zu überlegen gegenüber den Vierzylindern herausstellen, wird den Ducs die Luft im Laufe der Saison noch mehr abgeschnürt. Außerdem haben die Zweizylinder ein etwas höheres Mindestgewicht. Bei den Rennen gibt es nach wie vor zwei Läufe. Wahrscheinlich haben sie im Fernsehen nur einen übertragen.
Genauso ist es: der durchschnittliche BMW-Fahrer ist statistisch gesehen etwa um die 50 Jahre. BMW braucht also dringend Käufer-Nachwuchs. Da sie in den Segmenten Tourer und Reise-Enduro von den verkauften Stückzahlen kaum noch wachsen können, haben sie sich nach prestigeträchtigen neuen Segmenten umgesehen. Vor ein paar Jahren haben sie deshalb die K 1200 S mit 167 PS herausgebracht. Die war ihnen aber immer noch nicht sportlich genug, also entwickeln sie seit einigen Jahren (natürlich streng geheim gehalten) einen Vierzylinder-Superbike, um in die WM einzusteigen. Diverse Erlkönig-Fotos geisterten ja schon durch die Presse. Angeblich soll sie in Straßenversion rund 200 Kilo wiegen und 190 PS leisten. Mit den Boxersportmodellen (HP2 Sport) wollen sie ihre Tradition aufrecht erhalten. Die Dinger sind, auch wenn die seitlich rausragenden Zylinder gegen jede Erkenntnis des modernen Fahrzeugbaus verstoßen, erstaunlich schnell auf der Rennstrecke unterwegs. Im Enduro-Sektor war die G 650 X ein netter Versuch, der aber wie Blei im Laden steht. Anders dürfte es mit der 450er verlaufen, die rein für den Sporteinsatz konzipiert wurde. Der Kauf von Husqvarna dient dazu, rasch große Stückzahlen in Südeuropa und den USA zu verkaufen, auch wenn es eigentlich eine Konkurrenz zur BMW G 450 ist. Aber dazu muss man wissen, dass allein Honda in den USA pro Jahr rund 300.000 Offroadbikes (Motocross + Enduro) verkauft. Da möchte BMW natürlich mitmischen und mit einem legendären Namen wie Husqvarna läuft das im Offroad-Markt nun mal vorerst einfacher als mit dem Namen BMW.
Wenn du es genau wissen willst: Hans Trunkenpolz hat 1934 in Mattighofen eine Schlossereiwerkstatt unter dem Namen KTM gegründet, was zunächst für „Kraftmaschinen Trunkenpolz Mattighofen“ stand. Drei Jahre später beginnt die Firma mit dem Verkauf von DKW-Motorrädern. Doch Trunkenpolz will ein eigenes Modell bauen. Im Jahre 1953 ist es dann mit der R100 so weit. Da Trunkenpolz für das Projekte Geld brauchte, stieg der Salzburger Kaufmann Ernst Kronreif in das Geschäft mit ein. Seitdem heißt KTM offiziell "Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen OhG".
schnepf am 7. April 2008 15:56 Genauer kann man es nicht beschreiben.Respekt!
Wenn du es genau wissen willst: Hans Trunkenpolz hat 1934 in Mattighofen eine Schlossereiwerkstatt unter dem Namen KTM gegründet, was zunächst für „Kraftmaschinen Trunkenpolz Mattighofen“ stand. Drei Jahre später beginnt die Firma mit dem Verkauf von DKW-Motorrädern. Doch Trunkenpolz will ein eigenes Modell bauen. Im Jahre 1953 ist es dann mit der R100 so weit. Da Trunkenpolz für das Projekte Geld brauchte, stieg der Salzburger Kaufmann Ernst Kronreif in das Geschäft mit ein. Seitdem heißt KTM offiziell "Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen OhG".