Mitch am 07.04.2008 um 12:02 Uhr
Irgendwie hab ich dabei ein mulmiges Gefühl, nachher will ich zu viel und leder mich ab!! Würdet ihr mit eurem Straßenmotorrad auf die Rennstrecke gehen?

Was soll ich machen? In Ermangelung eines eigenen Rennmoppeds muss ich halt auf meine Straßenmaschine ausweichen. Wieviel Risiko man eingeht muss man natürlich immer selbst wissen.
Für die ersten Rennstreckenrunden bleibt einem meist auch nicht viel anderes über als das "normale" Motorrad zu benutzen. Erst wenn man auf den Geschmack gekommen ist, kann man ja darüber nachdenken, ob sich die Anschaffung einer eigenen Rennstreckenmaschine lohnt.
Auf einer Rennstrecke zu fahren, ist längst nicht so dramatisch, wie sich das viele vorstellen. Man sollte sich zwar vorher den Streckenverlauf ansehen (da gibt es reichlich Möglichkeiten im Internet, sogar auf Video, z. B. Youtube), aber das Fahren ist sogar risikoloser als auf öffentlichen Straßen. Wie du schon selber sagtest: ohne auf Autos und Ampeln achten zu müssen. Der Asphalt ist gut griffig und die Auslaufzonen (meist) reichlich. Es gibt etliche Rennstreckentrainings auf so ziemlich allen deutschen Rennstrecken - auch hier empfehle ich dir, das Internet zu durchforsten. Einfach bei Google die von dir gewünschte Strecke und Rennstreckentraining bzw. Motorradtraining eingeben. Welche Maschine du fährst ist dabei relativ unerheblich, solange die Reifen und das Fahrwerk in Ordnung sind. Okay, über 125 Kubik wären von Vorteil :-) Wieviel Gas du dann auf der Strecke gibt liegt dann ganz an dir, aber normalerweise sind Neulinge bei der ersten Fahrt sehr vorsichtig, schon aus gesundheitlichen Gründen. Einfach ausprobieren!
Fürs Austesten des Grenzbereichs und zur Verbesserung des Fahrstils finde ich das gar nicht schlecht. Und Sinn macht es nun mal nur mit dem eigenen Motorrad - égal ob Rennhobel oder normale Straßenmaschine

Da meine Strassenmaschine für Rennen nicht sonderlich geeignet ist, hätte das wenig Sinn.
Ich würde es also nicht tun, aber nicht wegen eines mulmigen Gefühls.
ich würde gerne mal auf die rennstrecke, gibt nur keine anständige in meiner nähe. würde gerne mal ohne auf autos und ampeln achten zu müssen richtig gas geben und mich austoben.
Zum Ausprobieren und zum Virus einfangen reicht auf jeden Fall dein Straßenmotorrad, wenn es kein Tourer oder Chopper ist. Wenn man die Scheibchentechnik befolgt, also eine ganz feine langsame Steigerung und versucht zu fühlen, was unter einem vorgeht, sollte man auch oben sitzenbleiben können. Immer wichtig ist die Lockerheit, wer verkrampft, macht Fehler. Wenn du also irgendwelche Gedanken während des Fahrens über das Abledern als Fratze im Kopf hast, mache eine ganze Nummer langsamer und eine Pause.
Es kommt wie immer auf das Fahrzeug an. Klar, mit einem Chopper oder einer Gold Wing macht es wenig Sinn, ein normales Naked Bike wie Z1000 oder SpeedTriple, Duc Monster machen schon richtig Laune und mit einem Supersportler wie Fireblade, 1098 oder R1 kannst Du richtig angasen. Moderne Reifen stehen Slicks nur wenig nach, und das auch nur im Grenzbereich (da kommst Du als Neuling nicht hin). Fürs Material ist es nicht weiter tragisch, Du wirst ja nicht ständig an den Drehzahlbegranzer drehen. Selbst das halten moderne Motoren klaglos aus. Nur die Reifen wirst Du Dich wundern...die sehen nach einem Tag dan schon arg ramponiert aus. Nach zwei Tagen kannst Du sie wegschmeißen.
natürlich, so musst du's machen.
ringtraining kann einen riesigen lerneffekt fürs strassenfahren haben. mit der eigenen maschine natürlich umso mehr. für'n anfang wird ein eigenes ringmoped sowieso unnötig sein. die sicherheit hängt ganz von dir ab. normale menschen fangen aber instinktiv langsam an, und nicht im knockin-on-heaven's-door-modus. dann langsame steigerung. wenns gefällt, wird sowieso ein ringgerät angeschafft, aber für den anfang reicht die strassenmaschine völlig. auch die umbauarbeiten sind schnell gemacht (blinker, spiegel, lichter weg bzw. abkleben).
probier's aus und viel spass!