Beim Vorderreifen würde man sehr schnell flachliegen, der Hinterreifen bleibt ziemlich stabil. Woran liegt das?

Weil der Hinterreifen "nachläüft" und hingegen auf dem Vorderreifen fast das gesamte Gewicht beim Bremsen lastet. Außerdem kann auch der Hinterhand ausbrechen, kommt immer darauf an, in welchem Lenkstadium du dich befindest.
greetz kesha
Zu dem, was kesha richtig schrieb kommt noch dazu, dass das blockierte Rad eine Bremskraft erzeugt die dazu führt, dass das blockierte Hinterrad hinter das steuernde Vorderrad "möchte". Durch entsprechend grobe Lenkmanöver kann man dieses System allerdings schnell überlasten.

alles was an Antworten zu lesen ist richtig, aber insgesamt gar nicht so einfach zu beantworten. Ein Motorrad besteht physikalisch aus zwei Teilen, dem Vorder- und dem Hinterrad, welches wie bei allen Fahrzeugen die Aufgabe hat, die Richtung zu stabilisieren. Beim Bremsen - mit beiden Bremsen - entsteht ein Hebel, der am Aufstandspunkt Vorderrad greift, und am Schwerpunkt der gesamten Masse (Motorrad und Fahrer) wirkt. Je stärker man bremst, um so stärker die Hebelkraft, um so stärker die Entlastung des Hinterrades, um so früher rutscht, blockiert es. Solange es geradeaus geht, kein Problem. Kommt eine Richtungsänderung dazu, kann ein stehendes Rad keine Seitenführung mehr aufbauen, das Hinterrad rutscht unweigerlich quer. Je nach Motorradtyp hat man zwischen 35 und 0% Bremskraft beim Bremsen am Hinterrad, wenn die Dynamik des Bremsens dazukommt. Bremst man nicht mit dem Hinterrad mit, kommt zuviel Masse auf den Lenkkopf, die Verbindung der Räder und damit Unruhe ins Fahrwerk.

Kommt zwar seltener vor, aber falls Dein Hinterrad mal in einer Kurve blockieren sollte, dann würde es versuchen, das Vorderrad zu überholen und Du lägst ziemlich schnell flach.