Wie genau macht sich der Grenzbereich eines Reifens bemerkbar?
Gar nicht. Entweder hat er noch Grip oder er schmiert. Danach kommt nur noch Sturz. Wenn er rutscht, sollte mit dem Gas äußerst behutsam umgegangen und auf keinen Fall heftig gebremst werden. Deshalb immer schön den Zustand des Reifens (abgefahren? Gummi noch kalt?) und der Zustand der Straße (griffiger Asphalt? nass? rutschige Markierungen?) im Auge behalten.

Verschiedene Reifen reagieren dann unterschiedlich auf das Ende des Grips. Manche bauen schnell und sanft wieder neuen Grip auf, andere sind wie abgeschaltet. Kommt natürlich auch dann auf die schon von Rider beschriebenen Umstände auf.
Hallo, wenn du z.B. beim Gasgeben nach dem Kurvenscheitelpunkt einen leichten Schräglauf des Hinterrades im Vergleich zum eingeschlagenen Kurvenradius bemerken solltest, bist du mit dem Hinterradgrip schon sehr dicht an der Grenze. Beim Vorderrad wird in meinen Augen an der Grenze die Lenkung "weicher" und ein leichtes Vibrieren des Lenkes ist zu spüren. Wie gesagt, das sind meine persönlichen Erfahrungen von der Rennstrecke, auf der Straße mache ich so etwas im Leben nicht mehr. Warum? Weil auf der Renne die Bedingungen in der Regel immer gleich sind, man kann sich ganz zart rantasten, auf der Straße nimmt einem ein kleiner Dreckfleck oder Kanaldeckel den Grenzbereich netter Weise schon vorher ab.