Immer wieder höre ich davon, angeblich sind alle, die es beherrschen, begeistert, angeblich wird die Kupplung geschont, ist ja klar,und es soll zu keinerlei Schäden führen, ist mir eher nicht so klar.

Hallo. Ich bin ebenso wie du unsicher, ob Schalten ohne Kupplung langfristig wirklich ohne Schäden abgeht. Ein Bekannter fährt eine Tiger aus den 90'er Jahren. Hat nun mit der von dir angesprochenen "Schalttechnik" über 120.000km abgespult und keine Probleme. Trotzdem fahre ich 'klassisch' mit Kupplung beim Schalten. Wenn später doch ein Defekt auftritt, ärgert man sich grün und blau, weil's nicht hätte sein müssen...
Gruß, Stefan

Eine Kupplung ist neben dem Anfahren dazu da den Kraftfluß zwischen Antrieb und Getriebe zu unterbrechen um Getriebebauteile wie Schaltwalzen, Schaltgabeln,Zahnräder und Sychronringe(PKW) nicht unnötig zu belasten. Eine Kupplung ist ein relativ günstiges Verschleißteil;Getriebebauteile nicht.
Die Kupplung nutze ich zum Kuppeln, ganz einfach. Warum sollte ich das Getriebe unnötig belasten. Da bin ich der gleichen Meinung wie Frank - eine Kupplung ist im Austausch billiger.
Ich schalte ab und an beim Durchbeschleunigen ohne Kupplung, das klappt super und macht Spass. Nur beim Runterschalten klappt das bei mir nicht so toll und wenn ich gemütlich fahre gehts auch nicht so gut. Also ich bleib im Normalbetrieb beim Kuppeln. Rennstrecke ist was anderes!

das Schalten in einen größeren Gang ist ohne Kupplung überhaupt kein Problem, bei dem auch keinerlei Schäden auftrten können, da beim nächst größern Gang die Drehzahldifferenz im Getriebe zwischen der (Vorgelegewelle) vom Motor und der Hauptwelle, (Getriebeausgang) ohne Gas annähernd gleich ist. Tip: den Fuß weich unter den Schalthebel legen, Gas weg und der nächste Gang rutscht butterweich rein. Wie das allerdings beim Motorradgetriebe beim Runterschalten ohne Kupplung ohne Krach gehen soll ??? es gibt ja keine "Leerlaufstellung" wie beim Pkw..
Oha, was bitte soll denn am Schalten ohne Kuppeln so toll sein? Klar, wenn man auf der Rennstrecke die lange Gerade durchbeschleunigt, reißt man die Gänge ohne Kupplung hoch, da beim Kuppeln der Kraftschluss zu lange unterbrochen würde und man zu viel an Speed verliert. Aber selbst dafür gibt es im Profibereich nun Schaltautomaten, die die Zündung unterbrechen, in dem Augenblick, in dem der Schalthebel betätigt wird. Ihr seht: Auch hier macht man sich Sorgen ums Getriebe. Denn Hochschalten ohne Kupplung birgt immer das Risiko, dass der Gang unkontrolliert zu früh, oder gar nicht reingeht und man dann nicht nur das Getriebe schädigt, sondern auch unkontrolliert durch die Gegend hoppelt. Wer ersthaft meint, so Geld zu sparen, weil er die Kupplung schont, überlegt sich wahrscheinlich auch, ob er sein Mopped nicht lieber tragen sollte, um am Reifenverschleiß zu sparen. Und Zwischengas ohne Kupplung ist ja wohl der totale Schwachsinn. Oder Runterschalten, ohne Kupplung! Wozu denn bloß? Was meint ihr wohl, warum hunterte hochbegabter Ingenieure sich Jahrzehnte lang den Kopf zerbrechen und immer noch Kupplungen entwerfen? Kommt ja auch keiner auf die Idee nicht mehr bremsen zu wollen! Oder? Wer keinen Bock auf Kupplung hat, kann sich ja zum Glück nun einen Aprilia Mana, oder eine Honda DN-01 kaufen. Oder gleich nen schönen Roller. Verwunderte Grüße aus der Biker Szene Redaktion, Pabi