Frage von nagelpilzotto, 69

Welches gebrauchtes und fahrtüchtiges Motorrad würdest Du Dir kaufen, um das Schrauben neu zu erlernen?

Nein, habe keine Langeweile. Bin aber wieder mal in Mobile.de und schaue mir ein paar Motorräder an, obwohl ich mir keines mehr kaufen darf. Aber es ging mir jetzt einfach so durch den Kopf, wenn ich nun anfangen würde zu Schrauben, dann sollte es ja schon was gebrauchtes sein wo ich nicht mehr soviel kaputt machen kann. Da würde mich interessieren, welches Motorrad ihr mir da vorschlagen würdet. Ich denke ein aktuelles kommt ja nicht in Frage, daher eher ein älteres an dem sich leicht Schrauben läßt. Gruß Liborio.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Effigies, 29

Definitionsbedingt schrauberfreundlich sind Enduros. Also richtige Enduros keine Tourenbomber.

Und wenn du dir so ne alte XL, XT oder DR wieder schön herrichtest hat das den feinen Nebeneffekt, daß du wenn alles klappt nachher noch ein schönes Wintermopped hast, wenn das Wetter mit dem Chromglanz deiner britischen Dame  nicht harmoniert ;o)

Also mögliche Modelle: XL350/500/600, XR600,  DR350/600/650, XT350/600, TT350,

Wenn es ein reines Bastelprojekt werden soll auch XT/SR500, SRX600, GB/XBR500.
Eintopf-Caferacer ist ein schönes Projekt für den Anfang. Und ne schön restaurierte 500er Yamaha hat sogar ein ernstes Wertsteigerungspotential.

btw mein erster Komplettaufbau war ein 2zyl 2t , luftgekühlt.  frühe 80er. Der kam in 3 großen Kartons ;o)

Antwort
von Jayjay12, 20

Gar keins. "Geführtes" Schrauben mit Anleitung eines äußerst profunden Kenners der Materie hätte bei mir Vorrang.

Ein Profi weiss, worauf es bei der und jener Diagnose ankommt. Da stehen dann diverse schrottige Maschinen herum, bei denen gezielt vorgegangen werden kann.

Das hat Hand und Fuss. So kann ein Motor etwa im Beisein aller Teilnehmer fachmännisch zerlegt werden, und der Profi erklärt jeden Schritt dazu. Manche werden erstmals mit einem Getriebe konfrontiert und lernen was über Schaltwalzen und Zahnräder, die im Wechselspiel mit Kupplung & Schaltung je nach Wahl des Gangs hin- und herbewegt werden.

Bestes Anschauungsmaterial, mit dem sich dann auch ein Laie vertraut machen kann. Wenn Praxis und Theorie sich ergänzen, ist total viel gewonnen! So manch einer kommt dabei erst richtig auf den Geschmack.

Ist m.A. nach kaum zu toppen.

Mit Gruß Jayjay

Kommentar von Effigies ,

Ich würde sagen, das ist keine entweder/oder Frage. Ideal wären solche Kurse als Begleitung zu seinem eigenen Projekt. Lernen und anwenden.

Kommentar von Jayjay12 ,

@Effigies:

Muss jede/-r individuell für sich beantworten. Du stellst gerne was in den Raum, gibst hier zum Glück an, was 'DU' sagen würdest: werte ich als Lernfortschritt der Bemühungen 'desalten' und anderer Kollegen: Jungs, DH! ;-D

Ob das eine Entweder/-Oder-Frage ist oder das Gegenteil, ist m.E. genauso wenig relevant wie deine Einschätzung über den Idealzustand bei o.g. Thema. Wieso?

Antwort: Ich bin davon überzeugt, dass es

  •  eine Frage der Einstellung und Präferenzen ist;
  • das Budget desjenigen eine Rolle bei der Fragestellung spielt, denn: wer wenig bis kein flüssiges Kapital zusätzlich zur freien Verfügung hat, ist vielleicht gottfroh über ein Kurs- oder Seminarangebot, an dem er teilnehmen kann..und Punkt;
  • selbst wenn die Kohle bei Teilnehmer x vorhanden ist, wägt er oder sie ab, parallel das eigene Projekt laufen zu lassen;
  • begnügt sich der Teilnehmer zunächst mit dem praxisnahen Kurs: kann sein, der Hunger auf Infos oder Input ist gestillt worden; ob das eigene Projekt einmal in Angriff genommen wird, wissen zur Stunde womöglich nur die Götter bzw. die Göttinnen (Letztere wären mir als Hetero lieber ;-)
Antwort
von fritzdacat, 50

Die alten 2- und 4-Zylinder Hondas (bis etwa Bj 80 vielleicht auch noch etwas darüber hinaus), da konnte man noch wirklich was dran machen, Ventile und Zündzeitpunkt einstellen, Fliehkraftregler auswechseln, Schwingenlager, Steuerkette spannen, solche Sachen halt.

Antwort
von Kaheiro, 33

Liborio,nichts für ungut,aber du kommst doch schon bei den kleinsten Kleinigkeiten am Moped ins schwitzen.Kennst den den Spruch"Was Hänschen nicht lernt,lernt Hans nimmer mehr".Mache irgendwo einen Schrauberkurs,da hast du mehr von.

Kommentar von Effigies ,

"Was Hänschen nicht lernt,lernt Hans nimmer mehr".

Das is was für Dumme.
Dumme Menschen hören irgendwie am Ende der Kindheit mit dem lernen auf.

Wirklich intelligente Menschen bleiben neugierig und hören niemals auf zu lernen. Im Gegenzug bleiben die extem schlauen dann oft auch ewig bissel kindisch und verspielt      ;op

Antwort
von katastrofuli, 40

Ich würde ne alte MZ kaufen. Einfache Technik und ein guter Ersatzteilmarkt.

Wobei ich bei vielen Arbeiten am Motorrad ohne einen Fachmann an meiner Seite zurückschrecken würde, da die Folgen tödlich sein können.

Antwort
von haudegen, 44

Ich würde da zu ner ural raten. Einfache technik, billige ersatzteile die es wie sand am meer gibt

Kommentar von Kaheiro ,

Die Sache ist nur,bei einer Ural schraubst du teilweise mehr,als du fährst.Ein Freund von mir hatte zwei Ural,davon diente eine nur als Ersatzteillager.Nagut,eins lernt man bei einer Ural,nämlich das schrauben!

Kommentar von haudegen ,

Ich weiß wovon ich rede. Inmerhin hatte ich ja auch schon so meine erfahrungen mit meiner ersten ural bj.93 gemacht.

Als gelernter industriemechaniker geht man die sache ja vllt auch etwas anders an, bzw hat ja einen gewissen Background, den andre nicht haben.

Kommentar von Kaheiro ,

Ein gewisser Background ist bei einer Ural bestimmt nicht von Nachteil,mein Freund hatte auch nicht gerade zwei unegale Hände,der wußte sich auch zu helfen.Wenn ich an diese PIPI Kardanwelle von der Ural denke,muß ich jetzt noch grinsen.

Antwort
von geoka, 38

Wie wäre es, wenn du statt Metallschrott einen Schrauberkurs z.B. bei der VHS besuchst?

Das ist billiger, geht ohne Schrott im Garten und jemand erklärt dabei wieso und warum.

Kommentar von nagelpilzotto ,

Die VHS bietet solche Kurse nicht an, leider. 

Kommentar von geoka ,

Oder sonstige Einrichtungen  halt.

Kommentar von Jayjay12 ,

Stimme dir vom Ansatz zu, geoka, denn das ist mit Sicherheit das Beste, was jemand tun kann!

In diesem Zusammenhang sei auf "katastrofuli's" Beitrag hingewiesen, denn dort steht schwarz auf weiss, daß man beim unbedarften Schrauben auch mit dem Leben spielen kann - je nachdem.

Der Sicherheitsaspekt steht bei gleich was im Zentrum des Geschehens. Richtig angeleitet ist 100-mal besser als aus lauter Unwissenheit sich und andere Menschen zu gefährden. Man denke bloß an plötzllch auslaufenden Sprit oder einen elektrischen Notfall, der sehr böse Folgen nach sich ziehen kann/könnte.

Vor Jahr & Tag waren ein paar MF-Kollegen gemeinsam mit mir der einhelligen Meinung, bei "Turboklaus" während der Wintersaison einen solchen Schrauberkurs wahrzunehmen.

Klaus war damals einverstanden, aber es kam aus mir nicht näher bekannten Gründen nie zu einer Umsetzung dieser von allen begrüssten Idee.

Inzwischen pausiert Turbo seit geraumer Zeit, von daher sind Alternativlösungen gefragt. Ist allerdings gar nicht so ohne, einen Schrauberkurs zu finden.

Vielleicht erfährt man mehr bei Anfragen von Motorradclubs oder Werkstätten, denn das wäre ein gutes Zubrot für manchen 'Freundlichen' während der Winterzeit. Forumanfragen könnten sich ebenfalls als nützlich erweisen, meine ich.

LG Jan

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