Frage von geoka, 127

Welcher Defekt liegt bei eine Batterie vor, wenn...?

... ein Ladegerät angeschlossen wird und gerade mal 51% Kapazität anzeigt, dann innerhalb von 5 Minuten bereits auf 87% steigt, nach 8 Stunden auf nur 92% kommt und dann bei einem Startversuch auf 31% einbricht?

Ladestrom anfangs bei 3A, geht dann recht schnell auf 2A zurück und liegt nach 8 Stunden immer noch bei rund 1,5A. Ist das nicht deutlich zu hoch?

Ich weiß, die Batterie ist im Ar..., das Thema taucht hier ja öfters auf. Öffnen lässt sich diese leider nicht, auch nicht der Füllstand der Zellen kontrollieren, da schwarzes Gehäuse.

Füllstand einer oder mehrerer Zellen zu niedrig, oder Kurzschluß einzelner Zellen? Was führt zu o.g. Verhalten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von puch37, 58

Wenn es eine Gel oder AGM Batterie sein sollte kann es durchaus möglich sein, das sie einmal tiefen entleert wurde. Doch wenn du sie auflädst hat sie deine 100%, doch nach einer Beanspruchung der Batterie so wie beim Starten hast Du nicht mehr deine 100% sondern nur noch 25-33% der Batterie.

Hab das gleiche mal bei meinen Boot gehabt und musste mir eine Neue besorgen, doch hab mich jetzt dafür abgesichert das es nicht mehr vorkommt. Ist der Nachteil von solchen Batterien. Habe mich zwar erkundigt doch es konnte mir keiner ein richtige Erklärung geben.

Kommentar von geoka ,

War nichts besonderes, halt nur "wartungsfrei". Tiefentleereung, hmm, war mal fast leer. Könnte u.a. auch daran liegen.

Kommentar von puch37 ,

Danke für den Stern

Antwort
von Bonny2, 84

In dem Akku wird unten viel „Batterie-Schlamm“ (Bleioxid) liegen. Die Zellen haben auch eine Bleisulfat-Schicht. Diese Sulfat-Schicht vergrößert sich und die „nutzbare“ Fläche verkleinert sich dadurch. Die Leitfähigkeit des Sulfates verringert sich und der Innenwiderstand wird größer. Bei Belastung führt das zu einem größeren Spannungsabfall.

Fazit: Der Akku wird nicht mehr vollständig geladen und geht bei Belastung in die Knie. Die Anzeige bei den „normalen“ Ladegeräten kann man da nicht trauen. Entweder über die Säuredichte oder es wird unter einer „Nennlast“ gemessen.
Ich habe versucht es so einfach wie möglich zu erklären. Natürlich kann man die Erklärung ausweiten, aber wen bringt das etwas? Gruß Bonny  

Antwort
von Kaheiro, 82

Da werden ein paar Zellen ihren Geist aufgegeben haben,irgendwann ist auch eine Batterie am Ende ihres Lebens angekommen.

Kommentar von geoka ,

Schon klar, nur war dieser Akku gerade mal 1 3/4 Jahr alt. Mich interessiert jedoch "was" dort passiert ist.

Kommentar von Bonny2 ,

„Unsaubere Verarbeitung“ bei der Herstellung (Isolierschichten zwischen den Bleiplatten). Meist bei „preiswerten“ Akkus. Kann aber auch schon mal bei Markenartikel vorkommen. Akkus, die nur ein bis zwei Jahre gehalten haben, hatte ich auch schon (beim Auto). Gruß Bonny

Kommentar von Kaheiro ,

Da es sich bei Deiner Batterie um eine geschlossene Blackbox handelt, wirst Du nicht herum kommen,das Teil zu öffnen, um an die Ursache zu kommen.Die Frage ist nur,ob sich der Aufwand lohnt.Da die Batterie noch keine zwei Jahre alt ist,könnte doch auch noch ein Garantieanspruch vorliegen.

Kommentar von 19ht47 ,

es sollte zwar nicht vorkommen. Mir erging es aber mal in den 80gern so, dass ich eine Batterie kaufte und in meinen damaligen Pkw einbaute. Sie startete meinen Pkw 3 Tage lang und dann war Schluss. Sie hatte einen Zellenschluss.

Garantie kannst Du mal probieren, ich vermute jedoch, dass das vergeblich ist.

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