
Also, man muss bewegungen zwischen der Bremsscheibe und den Belägen ausgleichen können, da sich diese ständig gegeneinander verschieben. Das ganze muss ja auch beweglich sein. Entweder lagert man die Scheibe "schwimmend" oder den Sattel. Bei einer schwimmenden Scheibe ist diese seitlich ein wenig beweglich. Sie ist nicht direkt mit der Felge verbunden, mal genau hinschauen, die Scheibe ist nur ein Ring, der mit Rollen auf einem Träger sitz. Bei schwimmendem Sattel ist dieser seitlich beweglich. Er ist mit einem Halterahmen an der Gabel verschraubt. Der Sattel selbst ist aber seitlich mit Bolzen und Buchsen gelagert, so dass man ihn ein wenig hin und her bewegen kann. Hiermit wird auch der verschleiss der Beläge ausgeglichen. Versuchs mal man kann einen Schwimmsattel mit der Hand bewegen. Oder schau halt hier: http://www.motorradonline.de/lexikon/bremsen/schwimmsattel.4621.htm
Schwimmsattelzangen heißen eigentlich "schwimmend gelagerte Bremsättel".
Und die sind immer notwendig, wenn sich die Bremszylinder/-kolben nur auf einer Seite befinden.
In der Mitte befindet sich die Bremsscheibe (schwimmend gelagert oder nicht schwimmend befestigt). Die Bremsbeläge drücken ja von beiden Seiten an die Bremsscheibe. Der Bremssattel umschließt die Scheibe beidseitig und "enthält" die Bremsbeläge. Und wenn nur (was die Regel ist) auf einer Seite Bremszylinder sind, die den Druck ausüben, würde sich ja nur der Belag der einen Seite an die Scheibe drücken. Daher ist der Bremssattel verschiebbar (schwimmend) gelagert, damit sich die andere Seite mit dem anderen (festen) Belag mit gleicher Kraft an die Scheibe drückt. Und zwar beträgt die Verschiebbarkeit in der Regel gut einen Zentimeter. Die Beläge nützen sich ja auch ab. Dabei wandert der Brmssattel dann sowieso auf die eine Seite.
Mit Anpassung irgendwelcher Ungenauigkeiten... hat das also nichts zu tun. Auch hängt eine schwimmend gelagerte Bremsscheibe und schwimmend gelagerte Bremssättel nicht zusammen. Das hat nichts miteinander zu tun, wird aus unterschiedlichen Gründen gemacht. Der Bremssattel muss bei einseitigen Bremskolben immer schwimmend sein, egal, ob die Scheibe das auch ist.
So ein Bremssattel müsste eigentlich besser "verschiebbar" heißen und nicht schwimmend. Er hat einen größen Bewegungsraum. Eine schwimmende Scheibe hat nur minimalste Bewegungsmöglichkeit.
Gruß, Iceman
kuhtreiber1967 am 3. Oktober 2008 22:40 Stimmt, da habe ich gepatzt. Die schwimmende Scheibe hat mit dem Sattel nix zu kriegen, Sorry mein Fehler.