MopedGirl am 19.07.2007 um 12:27 Uhr
Hört sich nett an, Königswelle. Was ist das, habe ich auch so was in meinem Moped?
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Eine Welle ist (zunächst einmal und stark vereinfacht) ein um seine Längsachse rotierender Stab. Königswelle heißt so etwas dann, wenn es die Nockenwellen (genau: die für die Ventilbetätigung zuständig sind) antreibt, also die Rotation der Kurbelwelle auf die Nockenwelle überträgt (mit Übersetzung, denn die Nockenwelle dreht sich nur halb so schnell wie die Kurbelwelle).
Sehr wahrscheinlich hast du so etwas nicht, wenn du nicht gerade eine Kawasaki W 650 oder ein älteres Motorrad fährst. Heutzutage nimmt man für den Antrieb der Nockenwellen lieber eine Kette ("Steuerkette"), einen Zahnriemen (meines Wissens typisch für Ducati), auch mal Zahnräder (BMW K 1200, glaube ich.)
Darüber hinaus ist der Antrieb von Nockenwellen über Königswellen eine elegante, die mechanisch aufwendigste und teuerste Variante im Gegensatz zu Kette oder Zahnriemen.
Hier stoßen Meinungen, Geschmäcker und Begriffe aufeinander: Ich finde, etwas kann nicht gleichzeitig elegant und mechanisch aufwendig sein.
Ob die Königswelle oder die Zahnradkaskade die Spitze des Aufwandes ist, bleibt zu diskutieren - jeweils für Reihen- und V-Motoren.