Habe schon von beiden Prinzipien gelesen, worin unterscheiden die sich und welche Vor- und Nachteile haben sie?
Ein Absorptionsdämpfer schluckt den Schall, z. B. mit Glaswolle - als wenn du dir Watte ins Ohr stopfst. Nachteil: Die Wolle verbrennt mit der Zeit, das Ding wird immer lauter und du musst es neu stopfen. Eher was für die Rennstrecke.
Ein Reflexionsdämpfer ist so aufgebaut, dass die Schallwellen in seinem Inneren ein Echo erzeugen, sich selbst überlagern und sich dabei dämpfen. Wenn ein hoher Wellenberg [laut!] und ein gleich hohes Wellental [auch laut!] zusammentreffen, ist das Ergebnis Null; Antischall gewissermaßen. Nachteil: Das ist aufwendig (also teuer), und es funktioniert nur in einem sehr kleinen Schall- (d. h. Drehzahl-)Bereich richtig gut.
Deshalb sind die meisten modernen Seriendämpfer eine Kombination aus beidem.

Hier noch mal ein kleiner Exkurs zum Thema Schalldämpfer. Es gibt Resonanzdämpfer,Reflexionsdämpfer, Absorptionsdämpfer und Interferenzdämpfer. Beim Resonanzdämpfer werden die Schallwellen mehrfach reflektiert. Dadurch entstehen Resonanzen (Mitschwingungen). Bestimmte Frequenzen (Schwingungsbereiche) werden gezielt gedämpft. Beim Reflexionsdämpfer sind die Rohre versetzt angeordnet. Die Kammern sind verschieden groß, und der Abgasstrom wird mehrfach umgelenkt. Beim Absorptionsdämpfer sind die Kammern verschieden groß und enthalten Füllmaterial (z.B. Steinwolle). Im Interferenzdämpfer wird der Abgasstrom geteilt und nach verschieden langen Wegen wieder zusammen geführt. Unterschiedlich ausgeprägte Schallwellen dämpfen einander. In der Praxis werden mehrere Bauarten miteinander kombiniert.
Wie immer eine perfekte Antwort von palatinobiker!