Frage von SchnellVoran, 73

was ändert sich alles bei einer Drosselung?

Hallo, als erstes muss ich erwähnen dass ich mich nicht viel mit motorrädern auskenne, aber dennoch ist da was was ich wissen möchte, unswa hol ich mir bald ne Honda CBR 600 RR ( hab den A2 schein.) und ich muss sie dann ja auf 48 ps drosseln. was verändert sich dann alles? also dass sie dann nicht die ursprüngliche höchstgeschwindigkeit hat ist mit klar aber ändert sich auch der verbrauch und die beschleunigung von 0-100?

Antwort
von Gerybald, 28

Tu dir selbst einen Gefallen und drossle kein 120PS Motorrad aus 48 PS.

Ein Motorrad von 60 PS auf 48 zu drosseln ist ok aber 120 PS?? Oh Gott.

Die Drosselung ist ein Eingriff in die Motorsteuerung die sich IMMER negativ auf die Lebensdauer des Motors auswirkt und je stärker die Drosselung umso schlimmer wirkt sich das aus. Wenn du da nach 2 Jahren die Drossel rausnimmst kann es sein das der Motor nach kurzer Zeit im Ar....h ist.

Auch der Wiederverkaufswert sinkt durch das Drosseln enorm.

Du kaufst doch auch keinen Ferrari Testa Rossa und packst dann 1000 Kilo Bleiplatten in den Kofferraum, damit er nicht so abgeht. 
Es ist wie mit dem Opa-Auto das nach Jahren gemütlichen Fahrens  innerhalb weniger Monate vom Enkel kaputt geheizt wird.

Wenns nur darum geht gleich am Anfang was "vernünftiges" unterm Hintern zu haben und nicht auf nem "Uschi-Bike" zu sitzen hol dir einen gebrauchten Tourer um 600-800ccm. Da gibt es viele Gebrauchte die schon auf 48 PS gedrosselt sind.

PS: Auch warne ich dich davor die Kraft eines solchen Motorrades nicht zu unterschätzen. Du ziehst 2 mm am Gashahn und bis von jetzt auf gleich 90 km/h schnell. Der Sohn meines Nachbarn (21) hatte sich nach 2 Jahren CB750 direkt eine Hayabusa gekauft. Innerhalb 3 Monate wurde er 12 mal geblitzt und ist einmal an einer Ampel mit leichter Steigung am Hang nach hinten übergeschlagen weil er das Gas ein kleines bisschen zu stark angetickt hatte.  Er ist bestimmt kein Schisser oder Weichei aber er hat das Teil nach etwa 4 Monaten mit großem Verlust wieder verkauft. Er sagte es sei ein tolles Ding um auf der Autobahn Dampf zu machen aber im Alltag nicht zu gebrauchen. Allein das ewige halten und Ausgleichen mit dem Kupplungshebel sorgt schon nach kurzer Zeit für schmerzende Hände.

Antwort
von Effigies, 47

Als erst ist so ein Supersportler mal echt nix für nen Anfänger, und außerdem würde das gegen geltendes EU Recht verstoßen. So ein Bike ist also echt keine Gute Idee.

Du wärst sicherlich mit der CBR600F viel besser bedient als mit der RR. Allerdings stünde da immer noch das Problem mit der EU Gesetzgebung im Raum. 

Dazu kommt noch daß so ein hochgezüchteter Rennsportmotor nur von Drehzahlen lebt und im unteren Drehzahlbereich sehr wenig Drehoment und damit auch wenig Leistung hat.
Wenn du den jetzt auf weit weniger als die Hälfte seine Leistung beschränkst, kommt von unten raus überhaupt nix mehr. d.h. zusammen mit der sehr  langen Übersetzung kommt das Bike sogar im 1. Gang erst so ab 80 bis 90 km/h überhaupt in die Pötte. Das wird ein unverhältnissmäßig teuerer, aber sehr lahmer Bock.

Es gibt massig  ganz erheblich besser geeignete Motoren für eine 35kw Drossel.

Antwort
von VinCal, 14

Verbrauch wird möglicherweise ein bisschen weniger werden, von 0-100 wirst du geschätzte 4 Sekunden+ einbüssen müssen.

Aber sieh es doch mal so, 

unswa

wenn du die CBR drosselst, darfst du sie wenigstens fahren, besser als gar nichts fahren. "Fahren oder nicht fahren, das ist hier die Frage." ShakesBIER

Grüsse Vin

Antwort
von Krieger, 48

Hallo, 

ist ja nicht schlimm deswegen gibt es dieses Portal ;)

Also es würde etwas an der Beschleunigung ändern, du hast dann ja weniger PS unterm Arsch, ist wie beim Auto je mehr PS desto schneller und bessere Beschleunigung. Sie würde langsamer beschleunigen, Verbrauch bin ich mir nicht ganz Sicher dürfte aber relativ gleich bleiben außer du fährst durchgängig so schnell es geht dann wäre es weniger weil du ja langsamer bist als ohne Drosselung und somit weniger Leistung hast.

Antwort
von gaskutscher, 50

Hol sie dir nicht. Sie hat offen 88 kW und somit sind es 18 kW zu viel... Im Ausland auf jeden Fall, evtl. auch demnächst in .de. Werden wir ja dann in ein paar Wochen genau wissen.
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Zu deiner eigentlichen Frage: Gaszugdrossel, also kannst du den Gasgriff nicht mehr sonderlich weit bewegen. Entsprechend wir der Verbrauch gegenüber der offenen Version etwas weniger durstig ausfallen - schließlich kannst du nicht die ganze Leistung abrufen.

Kommentar von Effigies ,

Entsprechend wir der Verbrauch gegenüber der offenen Version etwas weniger durstig ausfallen - schließlich kannst du nicht die ganze Leistung abrufen.

Der Schuss ist aber schon bei vielen gehörig nach hinten los gegangen.

Die sind um die niedrigere Leistung zu kompensieren stetig in  höheren Drehzahlen gefahren, haben viel später geschalten und haben  am Ende erheblich mehr verbraucht. 

Kommentar von gaskutscher ,

Dank der wundersamen Funktionalität des Gaswegbegrenzers kommen die Maschinen erst gar nicht in den entsprechenden Drehzahlbereich wo sie zu saufen beginnen. :)

Kommentar von Effigies ,

Na , dann müssen all die Fahrer die nach der Dosselung mehr gebraucht haben, den Sprit wohl aus Trotz selber gesoffen haben......

Kommentar von gaskutscher ,

Das liegt dann aber sicherlich nicht daran das sie mit hoher Drehzahl fahren (weil sie das gar nicht können). So viel technisches Verständnis setze ich jetzt mal voraus? Daher war deine Antwort faktisch falsch.
_____

Praxisbeispiel

Die FZ6 von einem Freund von mir war ungedrosselt deutlich sparsamer (ca. 1-1,5 Liter gegenüber der sich daran anschließenden ungedrosselten Nutzung).

Ursache: NACH dem Entfernen der Drossel (Gaszubegrenzer) wurde auch entsprechend der Möglichkeiten gefahren. Vor dem Entdrosseln war das nicht möglich. :) Entdrosselt lag der Verbrauch dann in etwa da wo es Yamaha als Werksangabe prophezeiht hat.

Auf 25 kW gedrosselt: Etwa 5 Liter auf 100 km.

Rückbau auf 72 kW nach Ende A beschränkt: Etwa 6 bis 6,5 Liter auf 100 km

Werksangabe Yamaha: 6,2 Liter auf 100 km (72 kW)
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Warum der Verbrauch trotzdem bei einer gedrosselten Maschine höher sein kann (aber nicht muss): Man fährt leider nie im Idealbereich mit bestmöglichem Drehmoment. Denn der Bereich wird gar nicht erreicht da der Gasgriff eben nicht weit genug gedreht werden kann.

Antwort
von fuji415, 8

Was soll sich da ändern wen da bis zu 50% der Leistung weg ist und bis zu 80-90 % an Drehmoment da ist dann jedes 30 PS Motorrad schneller als so was das ist wie ein Rennpferd mit nur einem oder 1,5 Beinen . 

Und Drehmoment ist was was es beschleunigt , PS nur für die Endgeschwindigkeit so ist das Drehmoment eine für die Beschleunigung des Fahrzeuges charakteristische Größe. 

Ist dieses Drehmoment groß, so kann pro Reifenumdrehung mehr Kraft auf die Strasse übertragen werden. 

Den Reifen kann man sich hier analog zu einer Wippe (bekannt aus dem Physikunterricht) mit einem Drehpunkt in der Mitte und einem Kraftangriffspunkt an der Oberfläche vorstellen. 

Zu beachten ist noch, dass das Drehmoment, welches der Motor eines Fahrzeuges liefert, nicht konstant ist, sondern bei zu hoher oder zu geringer Drehzahl abnimmt. 

Jeder Motor hat einen Drehzahlbereich, in dem er sein optimales Drehmoment hat und mit der Drossel ist da fast alles weg an Drehmoment den der wird erst im letzten drittel des Drehzahlbandes erricht bei Motorrädern 

Antwort
von Jayjay12, 34

Hallo SchnellVoran,

jede Leistungsveränderung am Motorrad bringt unmittelbare Folgen mit sich. Du weißt bereits, dass eine Drosselung die Höchstleistung verringert und die Endgeschwindigkeit begrenzt. Bei der elektronischen Steuerung wird die Einspritzmenge des Benzins reduziert. Dadurch kann sich der Zündzeitpunkt verschieben. Die Drehzahl wird begrenzt. Bei der Gasweg-begrenzung verringert sich das Spiel am Gasdrehhebel je nach Modell z.T.  erheblich.

Logischerweise verändert jede Leistungsminderung die Beschleunigungswerte. Der geringere Spritverbrauch ist dabei eher eine Begleiterscheinung.

Kommentar von Jayjay12 ,

Bloß als Idee für dich: Statt 'nem gedrosselten Rennbike ist der Einstieg mit einer XJ 600 Diversion (Bj. 2009 aufwärts z.B.) eine gute Sache. Sie entfaltet trotz Gaswegbegrenzung ca. 170 km/h Spitze (ungedrosselt ca. 230 km/h). Die Unterschiede sind moderat und du kannst dich langsam mit der Maschine vertraut machen. 

Kommentar von gaskutscher ,

...oder gleich eine Yamaha XJ 6 (F) nehmen. Kommt auch mit lustiger Verkleidung daher und wer sie personalisieren will findet von A wie Auspuff über F wie Fußrasten bis zu Z wie Zahnrad alles was der Geldbeutel hergibt. :)

Google Bildersuche zum Anklicken:

https://www.google.de/search?q=yamaha+xj+6+f&source=lnms&tbm=isch&sa...

Fußrasten in rot - auch zum Anklicken: :)

http://www.600ccm.info/16/160710/LSL_Fu%C3%9Frasten_f%C3%BCr_die_Yamaha_XJ_6_(F)

Kommentar von Jayjay12 ,

Wunderbar, man nennt das auch "sanfte Lenkung" ;-)

Ungefähr wie bei den bischöflichen Hirtenbriefen: bevor die Schäfchen aus Versehen blau, rot oder grün wählen, zeigt ihnen der Obermufti den einzig 'richtigen' Weg (ins Paradies) auf :P

Antwort
von superantwort, 23

Gehört zwar als Antwort nicht hierher, aber dein "unswa" ist die herrlichste Ohrfeige, die man Lehrern geben kann, die vergeblich versucht haben, Schülern ein bißchen Rechtschreibung beizubringen! :-)))))

Kommentar von deralte ,

Danke!

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