Frage von fritzdacat, 1.507

Warum werden Motorradfahrer ständig mit neuen Regelungen und Kontrollen gepiesackt?

ABS-Pflicht, OK, das geht ja noch, aber z.B. beim TÜV... da muss man jedes Popelteil irgendwie prüfen lassen (oder es muss ein Prüfzeichen haben, Gott behüte, wenn nicht), auch wenn es nicht Sicherheits-relevant ist.

Dann die ständigen Kontrollen... die Logik der Behörden ist so: mehr Biker sterben => also muss mehr kontrolliert werden, aha ; und dann kommt dazwischen wieder ein Jahr mit mehr Regentagen, die Unfälle mit Motorrädern gehen logischerweise zurück... da schau an, weniger Unfälle, da haben also die strengen Kontrollen doch etwas bewirkt!

Ist das Fürsorge oder Gängelung?

Die Franzosen hatten das z.B. in den 70ern besser, Fahrzeuge mussten nicht zum TÜV, weil die Anzahl der Unfälle, die auf techisches Versagen zurückzuführen waren, nur 1 bis 2 Prozent (!) ausgemacht hat, der Schaden hat also den Aufwand nicht gerechtfertigt.... das (mit dem 1 bis 2 Prozent) ist zwar auch heute noch so, aber selbst in Frankreich ist man von der Welle der political-correctness überrollt worden, heute fahren die da alle mit 70 bis 80 wie in Trance in der Gegend rum, ohne zu schauen und geschweige denn zu blinken, als ob sie nicht bis 3 zählen könnten...

Wovor hat man eigentlich Angst? Vertreten Politiker überhaupt noch uns oder leben sie ihre eigenen Kontrollzwang auf unsere Kosten aus? In Deutschland sterben pro Jahr wieviel Leute? Vielleicht 850.000 ? Muss man 80 Mio Menschen mit allen möglichen Pillepalle-Massnahmen quälen und in ihrer Freiheit einschränken, damit diese Zahl z.B. auf (hypothetische) 849.500 sinkt ?

Ich kann es schon förmlich riechen, die Antworten werden sein: "auch nur ein Toter ist ein Toter zuviel".... mag ja sein, aber ich habe Neuigkeiten: wir müssen alle einmal sterben, so oder so. Und vor dem sterben würde ich zumindest gerne noch etwas leben... wenn's recht ist,

Ich habe nicht vor, jemandem (auch nicht fahrlässig oder durch Nachlässigkeit) zu schaden, ich möchte nur einfach gerne in Ruhe gelassen werden, wenn ich objektiv niemanden schädige.

So, habe ferrtigg

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von tomtom41, 1.213

Naja - die Sache ist schon die, dass Vater Staat in Deutschland seine Bürger wie Kindergartenkinder behandelt, denen man alles vorschreiben muss, damit die auch ja spuren und sich nicht weh tun.

Auf der anderen Seite laufen da draußen auch ganz viele Idioten rum. Ich bin da etwas zerrissen in meinem Urteil....

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Speziell das deutsche Volk will es doch nicht anders.Warum sonst wird wegen jedem Kinderfurz mindestens ein Gericht bemüht?

Kommentar von fritzdacat ,

guter Punkt!

Antwort
von Nachbrenner, 1.044

Frankreich 70er Jahre die Kisten alle in so einer Art Schrottwert, auch das berüchtigte Parken, Stoßstange an Stoßstange, ein no go in Germania, überall Praxis, Licht nachts in Paris? Never. Verkehrsregeln? Eine ferne Empfehlung und rot bei der Ampel konnte man auch von hinten sehen. Nach drei Tagen haben wir und dran gewöhnt.

Italia, gleicher Zeitraum. Licht in der Nacht, ok. Touristen wurden gerne an der Küstenstraße (West?) durch die Tunnel am Gardasee gejagt.

Padua riesen Verkehrsplatz, ich habe komplett die Übersicht verloren. Niemand bedrängte uns, niemand hupte und irgendwann entdeckte ich den
kleinen Wegweiser nach Venedig. Ich liebe Italien, die fahren so entspannt,
weil niemand die Verkehrsregeln kennt, meinte mein Barkeeper in Cefalu.

Rückweg nach Deutschland. Kurz hinter der Grenze. Ein dicker Mercedes bummelte durch die Kurven, kein Platz zum Überholen. Auf der Geraden war mein Käfer nicht in der Lage den Dicken zu überholen und der schulmeisterte nach allen Regeln der Kunst. Vielleicht haben wir Deutsche da ein Insel Gen, so wie die Finnen und Ungarn bei der Sprache.

Sechs Wochen Rennradtraining in Sizilien, zwei gefährliche Situationen mit Autofahrer, eine, weil ein LKW Fahrer in der Madonie Arien hinter dem Lenkrad schmetterte und nicht in den Rückspiegel schaute, ob da der Nachbrenner mit seinem Rennrad überholen wollte. Zurück in Deutschland fünf auf 30 km bei der ersten Ausfahrt.

Noch Fragen, Fritzdacat?

Kommentar von Nachbrenner ,

Wir fuhren in Sizilien in Zweier Reihen, beim Wechsel (Rennrad) fuhren vier!!! Rennradler auf der Hauptstraße nach Palermo nebeneinander. Ein kurzes hupen, dann fuhr ein PKW an uns vorbei und alle Insassen winkten uns zu.

Seit ehrlich. Trift ihr in den Alpen auf Rennradler, gar wenn sie nebeneinander fahren, fallen uns sämtliche Foltermöglichkeiten bis zum Tode ein, dabei sind wir doch 0,nix an denen vorbei und wenn die so ein Stilfzerjoch erklimmen, ist das Sport, wärmend wir unsere Plauze rauf transportieren lassen, stimmt’s?

Bei mir kommt da Sehnsucht, weil ich aus gesundheitlichen Gründen das nicht mehr kann und das Motorrad ist da nicht wirklich ein Ersatz dafür.

Antwort
von geoka, 992

Brüssel (maß)regelt ja nicht nur Motorradfahrer oder überhaupt den Verkehr, sondern ganze Wirtschaftszeige und indirekt sogar Exportländer, die in die EU exportieren wollen/müssen (Größe und Krümmung einer Banane z.B.)

Manche Leute haben ein extremes Regelungsbedürfnis und wenn diese dann auch noch in Politik und Verwaltung sitzen, dann hast du den "gewählten" Salat. Allerdings wird dieser auch nicht mehr rückgängig zu machen sein...

Kommentar von fritzdacat ,

Allerdings wird dieser auch nicht mehr rückgängig zu machen sein...

Das ist ja gerade das Problem, deshalb sollte man frühzeitig den Mund aufmachen und sagen "das lass ich mir nicht gefallen"

Kommentar von geoka ,

Dafür ist es zu spät, der ganze Verwaltungsapparat besteht und will gefüttert sein. Egal mit welchem Blödsinn. Zu stoppen wird dies erst mit einer Finanznot sein oder wenn sich irgendwann die ganzen Vorschriften widersprechen. Dann haben die erstmal mit sich selbst zu schaffen und "belästigen" den Bürger eine Zeitlang nicht ;-)

Antwort
von moritz12345, 784

ABS-Pflicht -.- soweit ist man Gelandet  möchte lieber Auswandern. Das ist natürlich klar das Unfälle passieren wenn man nur mehr mit ABS "fahren darf" = wenn ABS versagt = keine kotrolle über motorrad = ende könnt ihr euch denken.

Antwort
von Mankalita2, 729

Hallo Fritzdacat,

oh oh! Welche Laus ist dir denn heute über die Leber gelaufen? In eine Kontrolle geraten???

Hm... ok, vorweg: ich fahre noch nicht so lange wie du Motorrad. Ich kenne es nicht anders, als dass ich für alles sicherheitsrelevantes eine ABE brauche was keine E-Nummer aufgedruckt hat. Zum Beispiel brauche ich für den Bremshebel (will ich andere Hebeleien montieren) eine ABE oder E-Nummer, für den Kupplungshebel brauchte ich die noch nie und brauche sie auch bis heute nicht. Für Spiegel, kenne ich es auch nur mit Prüfnummer, genau wie für Blinker oder Pott etc. Für meinen anderen Kettenschutz brauche ich auch keine E-Nummer oder ABE...

Eine Veränderung kann ich, seit ich fahre, nicht feststellen. Einzig was den Pott angeht, aber das liegt nicht an einer (vorgetäuschten) "Deine Sicherheit ist uns Politikern wichtig-Tarnung" sondern an den allgemeinen Umweltvorschriften, trifft ja auch alle, also auch Dosenfahrer - eine Entwicklung der Zeit.

Dass in Frankreich alle "ferngesteuert mit 70 - 80 km/h fahren", kann ich so nicht ganz stehen lassen. Wir waren die letzten Jahre ein paar mal in den Vogesen unterwegs und... sorry, aber... das sah "etwas" anders aus. Wir hatten jedes Mal mit Franzosen mächtig Spaß. Auch war meine bessere Hälfte das letzte halbe Jahr beruflich sehr viel in Frankreich, genau genommen über 3 Monate (10 Tage Frankreich, maximal 1 Woche zu Hause, wieder 10 Tage Frankreich usw.) der hat mir auch anderes erzählt und zu guter letzt wohnt ein lieber Bekannter in Frankreich der sich gerade ne F4 gekauft hat, die hat er bestimmt nicht, um mit 70 oder 80 km/h rumzudümpeln ;-) dort ist fahren ohne Eater erlaubt, und so wie ich das selbst erlebt habe und auch von beiden (Mann und Kumpel-Freund) erzählt bekomme... ist denen teils alles egal. Kommt vielleicht aber auf die Region an, kann ich nicht beurteilen.

Was konkret ist denn los? Worüber ärgerst du dich denn aktuell so sehr?

Viele Grüße - Christine

P.S. Natürlich ist jeder Tote ein toter zu viel - doch... daran ändern auch "Sicherheitsvorschriften" nichts, gegen menschliches Versagen hilft einfach nichts. Nicht mal ne Warnweste, wer nicht schaut, kann andere nicht sehen, selbst wenn sie beleuchtet wie ein Weihnachtsbaum fahren. Wer schaut, der sieht nen Biker auch ohne Warnweste immer noch frühzeitig. Wer sich überschätzt oder einen (verhängnisvollen) Fahrfehler begeht, dem helfen Sicherheitseinrichtungen auch nicht mehr denn auch die können die Grenzen der Fahrphysik nicht außer Kraft setzen. Sie können mildern und unterstützen, aber auch da sind Grenzen gesetzt - meine Meinung.


Kommentar von Mankalita2 ,

Ich/wir sind übrigens noch nie kontrolliert woren, weder in Deutschland, noch in Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien oder Frankreich. Nicht mal unser Junior mit seinem Supersportler...

Kommentar von fritzdacat ,

Wohne ja hier an der Grenze zum Elsass, erlebe das jeden Tag... Frankreich war auch nicht der Kern meiner Frage, habe das als Beispiel genannt.

Mich stört einfach diese ständige Gängelei, wir alle bezahlen mehr als 50 % Steuern und Abgaben, wenn wir die Kohle dann noch verkonsumieren sind wir schon bei über 60 %, will einfach in Ruhe gelassen werden  und nicht ständig mit Radarfallen, Vorschriften und was sonst noch konfrontiert werden. Wohin das führt sieht man in der Schweiz, die Strafen dort haben ja schon eine neurotische Komponente, da sieht man sehr gut, wohin die Reise geht (wahrscheinlich der feuchte Traum eines jeden EU-Politikers).

Meine Abneigung gegen zuviele Regeln ist historisch gewachsen, hatte als erstes Motorrad eine 250er Honda, da hatte ich einen neuen/alten Tacho montiert, das Licht für die Fernlichtkontrolle war ausgebleicht und nicht mehr blau sondern rot, da hat ein TÜV-ler doch tatsächlich von mir verlangt, ich müsste für die ausgebleichte rote Lampe eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von Honda einholen.. hab das natürlich nicht gemacht, hab einfach den Tacho von einem Kumpel montiert, bin wieder zum TÜV, alles OK, dann alles wieder zurückmontiert... lecko mio.

Ist nur ein Beispiel, es gibt nicht das grosse "Schweigen der Lämmer"-Ereignis ;) , das mich so aufbringt...  aber wer sich nicht bewegt, spürt auch die Fesseln nicht... LOL, nicht persönlich gemeint Christine

  


Kommentar von Mankalita2 ,

Nun ja, aber... dann war ja damals der TÜV schon so genau ;-)

Nein, ich nehm das auch nicht persönlich. Ich bewege mich vielleicht mehr, als manch eine(r) hier denkt, ich häng's halt hier nicht an die Glocke.

Du... man muss sich einfach nur zu helfen wissen, so wie du's auch gemacht hast. Meine Morini z.B., die hatte ein "ausgeh-Problem" welches sich aufgrund von Abgasvorschriften nicht beseitigen lies. Ich gehe hier nicht ins Detail, ich weiß nicht wie lange die Verjährungsfristen sind *lol* aber... sie fuhr - nach einem "chirurgischen Eingriff" ohne auszugehen - und beim TÜV-Termin hatte sie astreine Abgaswerte, aber auch nur dort ;-))) Der "Spaß" kostete mich exakt 5 Minuten "Arbeit" und alle waren glücklich... der TÜV'ler und ich ;-))))

Ich rege mich über sowas aber nicht auf. Ist vergeudete Zeit, vergeudete Lebensenergie. Aufregen ändert nichts, nur handeln, doch da sind uns leider oft wirklich Fesseln angelegt, unsere Lobby und die Zahl derer die bereit sind sich dagegen einzusetzen, ist einfach viel zu klein. Schimpfen tun viele - handeln nur wenige.

Ich kenne die Vorschriften und halte sie halt, wann nötig ein. Ich kenne aber auch genug Wege (im übertragenen Sinn und wörtlich (Wege = Straßen)) auf denen ich das was mir nicht passt dezent umgehen kann, somit zu 100 % zu meinen Spaß komme ;-)))

Kommentar von fritzdacat ,

Ich rege mich über sowas aber nicht auf. Ist vergeudete Zeit, vergeudete Lebensenergie. Aufregen ändert nichts, nur handeln, doch da sind uns leider oft wirklich Fesseln angelegt, unsere Lobby und die Zahl derer die bereit sind sich dagegen einzusetzen, ist einfach viel zu klein. Schimpfen tun viele - handeln nur wenige.

Wenn jeder sagt "ich reg mich nicht auf" dann lässt sich auch jeder alles gefallen...

Kommentar von Mankalita2 ,

Hast du das "Aufregen ändert nichts, nur handeln" dezent überlesen?

Seit wann hat schmimpfen und toben jemals was geändert. Ändern kann man nur etwas, wenn man aufsteht und etwas dagegegen tut. Also handelt.

Kommentar von Mankalita2 ,

Was tust du eigentlich gegen die Reglementierung und Vorschriften, außer hier zu schimpfen?

Kommentar von fritzdacat ,

ich ignoriere sie und fordere andere dazu auf, das gleiche zu tun. Und ich setze mich juristisch zur Wehr (möchte das aber hier nicht ausbreiten)

Kommentar von Mankalita2 ,

Sorry, aber... das (ignorieren) tun wohl viele (z.B. Geschwindigkeit, mal kurz den nicht erlaubten Kram vor HU abmontieren und durch originalteile ersetzen, nach erhaltener Plakette wieder umbauen...) nur... glaubst du ernsthaft, dass du damit was änderst???

Also, tust du unterm Strich genau das was die allermeisten anderen auch tun: schimpfen und mosern aber nicht handeln. Du tust nichts dafür, das sich etwas ändert.

Ich will ehrlich sein: ich tu auch nichts. Nur.. ich spar mir dann zumindest das schimpfen und motzen und lebe gesünder und mit mehr Lebensfreude.

Zeige/sage mir eine plausible Möglichkeit wie du etwas ändern willst, mit was du etwas erreichen willst und bin sehr wahrscheinlich dabei.

Ok, dein Nachtrag mit dem "juristisch zur Wehr" setzen, kam später... sorry, aber das kann ich nicht, da bin ich raus. Ich habe kein Geld um es bei Anwälten zu lassen, denn die Rechtsschutz - die kommt für solche Dinge nur selten auf. Ich hätte aber gern das Geld, welches "für nichts" von Menschen zum Anwalt getragen wird.

Kommentar von Mankalita2 ,

Mit "für nichts" meine ich: Richter urteilen nach dem Gesetz. Steht etwas im Gesetz, wirst du, als Einzelperson, auch juristisch, also mit Hilfe eines Anwalts, nichts dagegen setzen können.

Kommentar von fritzdacat ,

Nur mal so als Beispiel:

Weiss nicht wo das war, glaube im Bayern, da haben Polizisten angefangen, für das Wochenende Motorräder zu beschlagnahmen, einfach weil jemand zu schnell gefahren war... bis dann mal jemand mit einem Blutkörperchen mehr als normal die Sache vor Gericht ausgetragen hat... und Simsalabim war diese "Regelung" der bayrischen Polizei vom Tisch.

Kommentar von Mankalita2 ,

Stimmt! War am Kesselberg! Damit durchgekommen ist derjenige, weil es keine rechtliche Handhabe dafür gab. Da lohnt es sich, hätten sie mein Motorrad beschlagnahmt, wäre ich dafür auch vor Gericht gegangen. Es steht nirgends im Gesetz, dass es erlaubt ist ein Fahrzeug wegen einer Geschwindigkeitübertretung zu beschlagnahmen, also: hat er vor einem Gericht recht bekommen, es wurde Recht gesprochen!

Kommentar von fritzdacat ,

Mit der Einstellung hättest du dich sicher in der damaligen DDR wohlgefühlt... ach, ich hab ja hier meinen Schrebergarten, da kann mir keiner reinreden, gegen die da oben kann ich sowieso nichts machen. Unter einer Demokratie verstehe ich etwas anderes, z.B. kann man seine Meinung vertreten (du nennst das halt motzen).

Kommentar von Mankalita2 ,

Ok. Nenne mir ein Beispiel dessen, was du als Einzelperson juristisch, also in den geschriebenen Gesetzen die ja maßgeblich für die Reglementierung sind, geändert hast.

Ich bin mir sicher, dass du mir von keinem Erfolg berichten kannst.

Ich habe nie gesagt, dass man nichts tun kann. Nur eine Einzelperson ist da machtlos, solange es um Dinge geht, die im Gesetz stehen. Eine Einzelperson hat noch niemals eine Gesetzesänderung bewirkt. Eine Einzelperson kann eine Gesetzeslücke mit einem findigen Anwalt nutzen. Eine Einzelperson kann einen Präzedensfall schaffen, aber eine Gesetzesänderung erreicht keine Einzelperson. Eine Änderung ist nur dann zu erreichen, wenn viele sich zusammentun (Sammelklage).

Nein. Ich hätte mich garantiert in der damaligen DDR nicht wohlgefühlt! Denn ich tu hier im Moment das gleiche wie du: ich vertrete meine Meinung! Du redest von Demokratie? Hast jedoch wohl ein Problem damit, wenn jemand eine andere Meinung als deine vertritt. Ich sehe mich nicht als "Märtyerer aller Motorradfahrer", in dem ich mein Geld, als Einzelperson, zu Anwälten trage, mein (hoffentlich) gesunder Menschenverstand sagt mir, dass ich dieses Geld besser in Dinge investiere, die mir Spaß machen und Lebensfreude geben. Wie schon öfter nun geschrieben: Wenn sich viele zusammentun, dann kann man was bewirken und da wäre ich, höchstwahrscheinlich auch dabei. Nur renne ich nicht zum Anwalt, weil der TÜV'ler ne Prüfnummer auf meinen Spiegeln, dem Pott oder dem Bremshebel (oder ersatzweise ne ABE) haben will. Da gäbe es in meinen Augen deutlich wichtigere rechtliche Missstände, die es aufzubrechen gilt.

Kommentar von fritzdacat ,

Und wie sollen sich diese "vielen zusammentun", durch Gedankenübertragung?

Kommentar von Mankalita2 ,

Nun ja, ich denke das sollte in der heutigen Zeit, u. a. dank Internet, kein Problem mehr darstellen. Scheitert dein Engagement gegen die Reglementierung schon daran? Sich zusammenzuschließen haben Menschen schließlich und endlich auch schon geschafft, als wir uns noch mit Pferdekutschen fortbewegt haben.

Du bist mir noch ne Antwort schuldig, wenn du schon persönlich wirst und nicht sachlich dikutieren kannst indem du mir vorwirfst, dass ich mich (deiner Meinung nach) in der DDR wohl gefühlt hätte.

Welche Erfolge hast du erzielt, indem du als Einzelperson juristisch gegen diese Reglementierungen vorgegangen bist???

Kommentar von fritzdacat ,

Diese Frage möchte ich dir nicht beantworten.

Und "nun ja", ich habe das Internet benutzt um meine Meinung kundzutun.

Kommentar von Mankalita2 ,

*lol* ok, jetzt wird's lächerlich.

Du wirfst mir vor, nichts zu tun, dass ich "klein bei gebe" weil ich sage, dass eine Einzelperson nichts an bestehenden Gesetzen ändern kann.

Schreist von wegen "Demokratie" und seine Meinung sagen dürfen, und gleichzeitig schreibst du, dass ich mich in der DDR wohl gefühlt hätte, weil meine Meinung eine andere als deine ist. Ist das dein Verständnis von Demokratie? Du darfst deine Meinung sagen/schreiben, alle die aber eine andere Meinung als du haben wären wie geschaffen für die DDR? Nur weil man keine Lust hat, das eigene, sauer verdiente Geld Anwälten für eine absolut (wieder nur meine Meinung) hoffnungslose Sache (so lange man das als Einzelperson versucht!!!) in den Rachen zu werfen?

Sagst, bzw. forderst andere dazu auf, dass man die Vorschriften ignorieren soll und sich "juristisch zur Wehr setzen" soll, kannst aber nicht einen einzigen Beleg deines Erfolgs, als Einzelperson, vorweisen.

Ich könnte auch behaupten, dies und das zu tun, mir dies oder jenes nicht gefallen zu lassen, juristisch dagegen vorgegangen zu sein... nur hast du leider nicht geschrieben, ob du es als Einzelperson geschafft hast, erfolgreich dagegen vorgegangen zu sein.

Wenn du irgendwas durch dein "juristisch zur Wehr setzen" erreicht hast, warum erzählst du's nicht, als Beispiel, als Vorreiter für andere?
Warum willst du mir (bzw. hier ja: uns allen) nicht zeigen/beweisen
wofür du mit Erfolg gekämpft hast, welche Lockerung der Vorschriften und Reglementierungen du für uns (Motorradfahrer) erreicht hast??? DAS wäre etwas, was vielleicht andere überzeugen könnte es dir gleich zu tun. Ohne das... ist alles nur leeres Gerede...


Kommentar von fritzdacat ,

<seufz>  wenn du's so sehen willst

Kommentar von Mankalita2 ,

Oh ja, das dachte ich mir vorhin auch: *seufz*

Ich glaube, wir lassen das an dieser Stelle gut sein. Solche Diskussionen gehören auch nicht ins Netz sondern an einen Tisch :-)))

Kommentar von Nachbrenner ,

ohohoh, in der DDR hat Polizei und Armee Recht gebrochen, rein zur Schikane, auch ihren Freunden gegenüber, dito in der Slowakei, kann ich belegen, z.B hat ein VP versucht mein Auto wegen einem billigen Radio zu knacken. Nicht nur, dass der Idiot zu blöde war das Auto zu öffnen, er hat außer einem riesigem Schaden nichts erreicht. Er blieb auch straffrei, nicht mal mein Schwager, Rechtsanwalt, konnte da was ändern.

Davon sind wir hier noch weit entfernt oder kennst Du einen Polizisten, der den ganzen Tag hinter dir her fährt (1980 DDR) oder dich im Schussfeld der NVA mit einem Buss voller Kinder einsperrte und dann feuerten, was das Zeug hielt?

Kommentar von tomtom41 ,

LOL.. Vater Staat bescheißt sich so sogar selbst:

Ich war beim Bund mal bei so eiener Prüfstufe Dingens dabei....

Da ist mindestens eine Kompanie mit allen Fahrzeugen mit einem  einzigen Feuerlöscher angetreten...mehr hatten sie nicht. LKW vorne zum Prüfer hinten raus und Feuerlöscher an den nächsten LKW übergeben usw.

Antwort
von blackhaya, 676

Wo liegt das problem, man kann natürlich alles kritisieren.

Aber die Zahl ver Verkekehrstoten in Deutschland ist von 20.000 Tote im Jahr 1970 auf aktuell 3000 zurückgegnagen.

Das heißt es sterben jedes Jahr weniger menchen einen gewaltsamen Tod im Strassenvekehr.

Was ist so schlimm am TÜV? Jeder gewissenhafte Mensch sorgt dafür dass sein FAhrzeug in einem guten Zustand ist, und der TÜV kontrolliert einfach nur. Oder wilslt du das jemand in dein Fahrzeug reinkracht, nur weil der kapute Bremsen hat?

beim Feldberg im Taunus war früher am jedem Wochenende der REttungswagen da. Da darf man sich nciht wundern wenn auch die Polize mal ein Auge drauf hat.

Kommentar von fritzdacat ,

Die Zahl der Verkehrstoten ist gesunken, weil sich die Fahrzeugtechnik verbessert hat, der Löwenanteil geht auf das Konto vom Sicherheitsgurt, etwas auch  wegen der Airbags, und das Crash-Verhalten (Knautschzonen) wurde entscheidend verbessert. Das sich irgend etwas gebessert hätte, weil mehr kontrolliert wird, ist mir nicht bekannt.

Antwort
von mausekatz, 742

Ich sehe das nicht als Kontrollzwang, sondern als Gelegenheit den fahrenden Bürger zur Kasse zu bitten. Jede Eintragung und jeder TÜV-Termin kostet Geld - und der Staat verdient mit... Woher sollen denn sonst die Milliarden für die Kulturbereicherer kommen? Bei den Rentnern und Obdachlosen gibt es ja nichts mehr zu holen. Bleiben nur noch die Trottel übrig, die schön fleißig arbeiten gehen und mit ihrem Geld nichts anfangen können, als es in Fahrzeuge zu investieren.

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