joshua am 25.08.2007 um 22:02 Uhr
Das hat mich schon sehr verwundert. Ich meine, klar, Autos haben vier Räder, die die Bremskraft auf den Boden übertragen. Trotzdem kommt es mir subjektiv so vor, als würde mein Motorrad viel schneller verzögern als wenn ich mit dem Auto unterwegs bin ! Ich komme darauf, weil ich Messwerte für mein Mopped, eine Yamaha R6S, gesehen habe. Von 100 km/h auf Stand braucht sie im Durchschnitt 38,5 Meter ! Moderne Autos brauchen von 30 - 40 Meter entweder weniger Auslauf, oder unwesentlich mehr.
Woran liegt das ? Und vor allem, woher kommt das Gefühl, schneller zu stehen ?
grip`em ! joshua
Vielleicht bremst du mit dem Motorrad tatsächlich schärfer als mit dem Auto.
Wenn du mit beiden Fahrzeugen nacheinander voll in die Eisen gehst und es dir immer noch so vorkommt, als würde das Motorrad schneller stehen, könnte es daran liegen, dass der Autofahrer von der Bremskraft ziemlich entkoppelt ist: Er sitzt da und streckt ein Bein aus.
Der Motorradfahrer muss beim Bremsen mit beiden Armen gegen die Trägheit des eigenen Körpers arbeiten; das könnte die Wahrnehmung ein wenig verschieben.

Mit dem motorrad will das richtige bremsen auch erstmal geübt sein. richtige dosierung der hinterradbremse + vorderradbremse. das erfordert viel gefühl.
beim auto, abs und weitere elektronische bremskraftverstärker..
aber die erklärung hast du dir schon selbst gegeben; das auto hat halt 4 räder, und damit viel mehr reibungswiderstand als nur 2 reifen beim moped.

Beim Auto bremst Du auch viel enthemmter, weil Du damit zwar rutschen, Dich aber nicht - oder wesentlich später - auf die Seite legen kannst.