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Warum machen Motorrad-Getriebe ein Geräusch beim Gang-Einlegen?

gefragt von DrRossi am 04.07.2007 um 14:34 Uhr

Wenn ein Autogetriebe beim Einlegen des ersten Ganges so ein lautes Geräusch machen würde wie mein Moped wäre ich damit sofort in der Werkstatt. Wieso ist das bei einem Motorrad normal und unvermeidlich?


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helmut
beantwortet von helmut am 4. Juli 2007 21:45
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Hallo DrRossi !

Nun ja - beim Auto ist das Getriebe weiter von Deinem Ohr entfernt als beim Mopped und auch mehr schallisolierendes Material drumrum.

Anderseits sind die Massen beim Moppedgetriebe wesentlich geringer als beim Auto und - die Kräfte die pro Kilogramm übertragen werden beim Mopped viel höher als beim Auto.

Alles in allem: das Autogetriebe ist komfortabler gestaltet als das vom Moppped.

Herzliche Grüße, Helmut.


anonym
beantwortet von Gast am 17. Juni 2008 13:32
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Dann wäre da noch die Art der Kraftübertragung, bei einem kardan- oder Zahnriemenantrieb ist das Geräusch geringer als bei einem Kettenantrieb mit falsch gespannter Kette. Bei korrekt gespannter Kette ist dieses Geräusch kaum zu hören.


anonym
beantwortet von Gast am 16. Juli 2008 11:56
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Der (nach meinem Wissensstand) Hauptgrund wurde bisher nicht genannt: die "normalen" nassen Motorradkupplungen trennen nicht perfekt, d.h. die Eingangswelle des Getriebes rotiert fast immer mehr oder weniger mit Motordrehzahl mit, wenn auch die Kupplung die Kraft weitgehend trennt. Genauso rotiert die Ausgangswelle mit, mit "Raddrehzahl" Wenn jetzt die Drehzahlen für den gewählten Gang nicht genau passen, dann kracht es beim Einlegen.

Das Krachen ist übrigens umso leiser, je eher die Drehzahl stimmt, d.h. wenn man beim Runterschalten nicht Kupplung zieht, Gas wegnimmt, schaltet und einkuppelt, sondern stattdessen etwas Gas gibt (die Drehzahl entsprechend dem gewählten Gang anpasst), tut man seiner Kupplung (die muss weniger tun) und auch seinem Ohr einen Gefallen. Beim Hochschalten macht man das meist automatisch, das man beim Kuppeln etwas Gas wegnimmt, damit die Kiste nicht heult solange man die Kupplung gezogen hat.

Beim Auto ist das nicht soviel anders, nur trennt zum einen die Kupplung besser, zum anderen heisst das Zauberwort "Synchronringe". Die sorgen dafür, während man den Gang einlegt, die "Eingangsseite" des Getriebes sanft auf die richtige Drehzahl gebracht wird. Übrigens ist beim Auto i.a. dre Rückwärtsgang nicht synchronisiert, bei den meisten Getrieben krachts deutlich, wenn man den einlegt, während man noch (langsam) vorwärts rollt.

Warum man das beim Motorrad nicht so macht? Gute Frage. Sowohl für die Nasskupplung (hier Wärmeabfuhr durchs Öl) als auch beim Getriebe dürften es vornehmlich Platzgründe sein.

Übrigens sage ich im Gegensatz zu meinem Vorredner als "Kardanfahrer" (Honda NTV650) aus Erfahrung, dass ggf. das Getriebe scheusslich krachen kann, wenn man z. B. bei hoher Geschwindigkeit runterschaltet und dabei die Drehzahl abfallen lässt.

Gruß Knallfrosch


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