Viele Serienauspuffanlagen klingen langweilig, sind sehr oft leise und schauen immer mehr einem „Ofenrohr“ ähnlich. Da wird immer von Euro 3 und irgendwelchen Richtlinien gesprochen. Wieso schaffen dann die die meisten Zubehöranbieter einen besseren Sound und eine bessere, sprich schlankere Ausführung, obwohl diese doch die gleichen Punkte beachten müssen.
Hier spielen ein paar Gründe mit: 1.) Zubehöranbietern ist die Leistungsausbeute nicht so wichtig. Die Homologation des Motorrads hat der Hersteller ja schon erledigt - und wenn beim neuen Auspuff von 150 PS 5 flöten gehen, merkt's wahrscheinlich eh keiner. Dank Soundgewinn ist ja die "gefühlte Leistung" mindestens genauso hoch.
2.) Ob die Zubehörauspuffe tatsächlich alle Limits erfüllen - na ja... Wieso schrauben wohl so viele Motorradfahrer vorm TÜV/AU-Termin das Original wieder dran?
3.) Stichwörter "Garantie/Renommee": Große Hersteller haben in dieser Hinsicht viel mehr zu verlieren als eine mittelgroße Auspufflöter-Manufaktur. Wenn bei einem Honda-Auspuff für ein Rand-Modell irgendwas schief geht, schlägt es zurück auf die ganze Marke. Dieses Risiko hat der Zubehörler nicht.

Es wurden ja schon die richtigen Gründe genannt. Den Punkt 3) von pb möchte ich aber noch mal aufgreifen. Was vieleicht einige nicht wissen ist, dass das Kraftfahrtbundesamt Nachprüfungen der laufenden Serie eines Modells in Bezug auf die Einhaltung der zulassungsrelevanten Bauteile/Emissionen usw. durchführt. Wenn dabei Ausreisser aufallen, kann dem Hersteller eine Nachbesserung zur Auflage gemacht werden. Dieses Risiko, was ja mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, wollen/müssen die Hersteller natürlich vermeiden.