Ich steh gerade mit meinen Überlegungen auf dem Schlauch: wenn die Kette länger ist, wird der radstand grösser, also unhandlicher. Aber andererseits hebe ich durch die schräge Schwinge damit das Bike hinten an, also würde es handlicher werden. Was stimmt nun?
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Wenn du +2 Zähne hinkriegst, ohne dass die Kette spannt, okay. Dann wird der Radstand minimal kürzer - kein Problem.
Du solltest aber dein Federbein im Auge behalten: Die Kette zieht beim Beschleunigen wegen des größeren Kettenrads das Hinterrad über einen größeren Hebel nach oben; vielleicht kannst du es mit mehr Druckstufendämpfung ausgleichen.
Andererseits federt dein Motorrad über Bodenwellen weniger stark ein - Stichwort: "wirksamer Hebel". Um das auszugleichen bräuchstest du - in einem anderen Fahrzustand - weniger Druckstufe.
Ich glaube zwar nicht, dass die Unterschiede im Straßenbetrieb auffallen, aber wenn wir schon Erbsen zählen, zählen wir wenigstens richtig.
Größerer Radstand macht unhandlich, so weit (grob) richtig. Die Schwinge wird aber nicht schräger (und demzufolge das Heck auch nicht höher) stehen, sondern weiter einfedern, weil der Hebel, der das Federbein anspricht (von Hinterradachse zu Schwingenlagerung), länger geworden ist.
Viel Wesentlicher: Ich finde, dein Gedankengang zäumt das Pferd von hinten auf. Besser wäre, ERST kümmerst du dich um die Fahrwerksgeometrie und DANN besorgst du dir eine passende Kette. Fahrwerkstuning über die Kettenlänge zu versuchen heißt, Ursache und Wirkung zu verwechseln.
Ok, danke! Ich denk gerade an ein grösseres Kettenrad (2 Zähne), weg. der Übersetzung. Dadurch wird ja der Radstand kürzer, wenn ich die Kette nicht länger mache, daher die Frage. Aber nebenbei - fährst Du eine Palatino Rocket III ?