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Stimmt es, dass niedrige Drehzahl mehr Benzin verbrauchen kann als eine höhere Drehzahl?

gefragt von MopedGirlMopedGirl am 08.08.2007 um 14:14 Uhr

Mir hat jemand erzählt, das Fahren mit niedriger Drehzahl würde nicht unbedingt Sprit sparen, jeder Motor habe einen bestimmten Drehzahlbereich, in dem er am wenigsten verbraucht. Wenn man da drunter bleibt, würde der Verbrauch sogar ansteigen. Stimmt das?


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anonym
beantwortet von Schrauber am 8. August 2007 17:53
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Das hängt ein wenig davon ab, ob Dein Motorrad mit Vergasern oder mit einer Einspritzanlage ausgerüstet ist.

Ich zitiere mal:

*Die Ansaugkanäle in Vergasermotoren hatten kleinere Querschnitte als bei Motoren mit Einspritzanlage. Dieser kleine Querschnitt war notwendig um eine ausreichend hohe Strömungsgeschwindigkeit der Luft sicherzustellen. Nur dann war die Verwirbelung des Benzins im Luftstrom sichergestellt.

Die optimale Auslegung des Querschnitts erfolgte dabei für den Bereich mittlerer Drehzahlen. Hier war die Verwirbelung so gut, dass der Vergaser ein mageres Benzin-Luftgemisch lieferte. Folglich erreichte der spezifische Kraftstoffverbrauch hier sein Minimum.

Bei niedrigen Drehzahlen musste das Gemisch angefettet werden. Die Strömungsgeschwindigkeit der Luft reichte hier nicht mehr für eine optimale Verwirbelung aus. Ohne Anfettung wäre das Gemisch nicht mehr zündfähig gewesen. Bei Leerlaufdrehzahl war das Gemisch dann richtig schön fett. Es kondensierte Sprit an den Wänden der Ansaugkanäle und der Zylinder. Durch die Überfettung wurde viel unverbrannter Sprit ausgestoßen.

Bei hohen Drehzahlen sorgten die kleinen Querschnitte im Ansaugtrakt für hohe Strömungswiderstände. Dadurch verschlechterte sich der Füllgrad der Zylinder. Leistung und Drehmoment fielen früher und stärker als bei einem Einspritzmotor ab. Der Vergaser musste auch hier ein fettes Gemisch liefern.

Fazit: Die früheren Empfehlungen den Motor mit mittleren Drehzahlen arbeiten zu lassen, trafen für Vergasermotoren ins Schwarze. Nur im elastischen Bereich zwischen höchstem Drehmoment und höchster Nutzleistung erreichte der spezifische Verbrauch sein Minimum.*

Moderne Einspritzer dosieren den Sprit optimal. Einen großen Einfluß auf den Verbrauch hat die Stellung der Drosselklappe. Sie sollte beim Beschleunigen auch bei unteren Drehzahlen auf "voll auf" stehen, damit ordentlich Luft widerstandsarm in die Brennräume strömen kann.

Michael Bosch erklärt diese Zusammenhänge auf seiner Homepage sehr anschaulich: http://home.foni.net/~michaelbosch/auto/economic/today.htm


bmwpeter
beantwortet von bmwpeter am 8. August 2007 18:01
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generell gilt serwohl die regel; nidriegere drehzahlen = weniger spritverbrauch; höhere drezahlen = mehr spritverbrauch!

Kommentar von Lonewolf am 8. August 2007 19:15

Aber nicht immer bei Vergasermotoren. Schrauber hat´s sehr treffend zitiert.


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