Frage von Cattleya, 310

Motorrad zu schwer?

Hallo Zusammen,

kurz zu mir, ich bin weiblich, 27 und schlank.

Da ich schon lange meinen Motorradführerschein machen wollte, habe ich mich nun endlich dazu entschlossen und hatte auch vor einpaar Tagen meine zweite Fahrstunde.

Natürlich ist mir die Maschine gleich zweimal seitlich umgekippt beim Anhalten.

Nun meine Frage, sollte ich vielleicht besser zuerst den 125er machen, weil die Maschinen einfach leichter sind und dann nach evtl. einem Jahr Praxis den offenen?

Ich muss dazu sagen, dass ich früher weder Roller oder sonst irgendwas gefahren bin, außer natürlich Fahrrad.

Hoffe ich bekomme hilfreiche Antworten.

Antwort
von tuckerndeBiene, 228

Hallöchen,

als ich meinen Führerschein gemacht habe (auch w und schlank), hatte ich zwar keine Probleme, wollte Dir aber den Rat geben darauf zu achten, wo Du den Fuß hinstellst. Mir ist es nämlich passiert, dass ich zwischen den Fahrbahnen am Mittelstreifen halten musste beim Abbiegevorgang und leider den Fuß in etwas setzte, dass sich als Öllache herausstellte. Naja, da war nichts mehr zu machen, mein Fuß rutschte und dann kippte ich! Der Fahrlehrer hatte auch nichts besseres zu tun, als mir Vorwürfe zu machen. Tja, wenn man als Schüler schon alles überblicken würde.... der Typ war sowieso blöd! ;-)

Kommentar von Mankalita2 ,

... der Typ war sowieso blöd!

Hatten wir vielleicht den gleichen Fahrlehrer?

Antwort
von FrauElster, 199

Hallo,

beim Anhalten umgekippt? vielleicht vorn zu doll gebremst mit eingeschlagenem Lenker? Ist ein super Anfängerfehler, den hab ich auch einmal durch und die Karre lag da ;-)

Ich hatte in der Fahrschule einen männlichen "Kollegen"; auch Späteinsteiger und 2 Köpfe größer als ich. War dann das große Thema in der Theoriestunde, als er es geschafft hatte, das Motorrad direkt vorm Haus des Fahrlehrers hin zu schmeissen. Warum? Fahrfehler bzw. die falsche Technik beim Abbiegen aus der Einfahrt. Denn er war weder zu klein für irgendwas, noch zu schwach. Er hat sich aber weder dafür geschämt, noch sich groß den Kopf drüber zerbrochen, ob das mit der großen Maschine nun was für ihn ist.

Aber dafür sind Fahrschulmotorräder auch da. Das Hinwerfen ist auch eine Erfahrung, die man erst einmal machen muss als Anfänger. Daraus lernt man mehr als aus aller Theorie. Nicht umsonst haben die Fahrzeuge häufig Sturzbügel und mit den Jahren ziemlich viele Beulen und Schrammen.

Wo Gewicht eine Rolle spielt, ist im alltäglichen Handling, beim Rangieren, Aufbocken oder wenn du mal in ein tieferes Schlagloch gerollt bist. Zwischen meiner Fahrschulmaschine und meiner eigenen liegen knapp 50kg und DAS merkste dann schon deutlich; umso mehr, je leichter und kleiner du selber im Verhältnis zum Motorrad bist.

Also, wie heisst es so schön? Aufstehen, Staub von den Knien putzen, Krönchen gerade rücken und wieder rauf auf den Bock mit einem Grinsen ;-)))

Antwort
von MopedTunerAT, 178

Mach direkt den A Offen, sonst zahlst du Zweimal, oder eben drauf, wenn dun paar Jährchen wartest.

Versuch das anhalten zu üben indem du die Bremse NICHT drückst, sondern einfach die Kupplung ziehst, und das Motorrad ausrollen lässt. Somit hast du kein schlagartiges stehen der Maschine, und sie kippt dir hoffentlich nicht mehr um. mach das 50 mal und dann kannst du ja versuchen zu bremsen. Am besten zuerst sachte mit der Hinterradbremse, da diese nicht so viel Wirkung hat.



Übrigens, vielleicht solltest du dann als ertes Motorrad keine Supersportler wählen, lieber was unverkleidetes wie z.B Supermoto, Enduro, Reiseenduro, Cruiser, Nakedbike oder einen Sporttourer ohne Seitenverkleidung. 

!!!AUCH STURZPADS SIND DIE ANSCHAFFUNG WERT!!!

___________________________________________________

PS: Ich habe die anderen Antworten nicht alle gelesen, also wenn schon jemand sowas geschrieben hat, darf er sich den Kommentar behalten. ;D

Antwort
von Mankalita2, 190

Nein!

Ich (auch w, sehr schlank) habe im "zarten Alter" von 41 Jahren meinen Motorradschein gemacht und bin vorher auch nichts, gar nichts zweirädriges mit Motor gefahren.

Mein Fahrlehrer (mit dem ich ab etwa der dritten Fahrstunde auf Kriegsfuß stand) meinte nach 3 oder 4 Fahrstunden, die wirklich gut geklappt hatten (kein Umfaller und auch sonst nix, ich konnte recht gut umdrehen und hab auch sonst alles ganz ordentlich geschafft), dass er mir doch besser erst ne 125er gibt. Ich habe das Ding gehasst!!!! Ab da, konnte ich nicht mehr umdrehen, ich fühlte mich auf diesem kleinen Ding einfach unwohl, alles war so.... weiß nicht wie ich das beschreiben soll... wackelig und kipplig. Der Mist hat mich bestimmt 3 oder 4 Fahrstunden gekostet....

Als er mich endlich wieder auf die "große" ließ, klappte das Umdrehen auch mit ihr nicht mehr so gut wie vorher.

Du willst den A - dann mach den A!

Na und! Dann ist dir die Maschine eben umgekippt! Das kann am Anfang mal passieren und wär's keine Fahrschulmaschine geworden, müsste sie da nicht durch! Ich hab meine Fahrschulmaschine später auch mal umfallen lassen. C'est la vie - passiert.

Nur Mut! ;-))) das wird schon! Und lass dir ja nix anderes einreden! ;-)))

VG - Mankalita

Kommentar von Bonny2 ,

Stimme mit Dir völlig überein. ----- Solange es nicht das "Einparken mit der Blechwanne" betrifft. (Duck und weschhhh). ;-))))) Gruß Detlef

Kommentar von Mankalita2 ,

Boah!!!! Irgendwann... irgendwann Bonny stehen wir uns gegenüber, und dann hau ich dich für diese Sprüche ;-)))))))))

Ja ja... red du nur.... mit dir mach ich auch noch "Dosen-wett-einparken" um ne Wurstsemmel ;-))))

Kommentar von Bonny2 ,

Angenommen.:-))))  --- In Berlin ist Einparken wirklich eine
Geschicklichkeitsprüfung und ein totaler Überblick über die Maße des Autos. Da geht es wirklich meist um wenige Zentimeter. Wird in anderen Großstädten mit Parkraumnot sicher nicht anders sein. Besonders eng ist es aber eigenartigerweise auf Parkplätze und Garagen für die Kaufhäuser. Wer da nicht auf Zentimeter rangieren kann, hat hoffnungslos verloren und fährt wieder raus.

Allerdings habe ich aber von Anfang an ein Talent zum Einparken, auch mit großen Doppeldecker-Bussen (war mal mein Job vor vielen Jahren). Dafür tat ich mich aber schwer einen LKW oder sogar ein PKW mit Anhänger rückwärts zu schieben. Bei einem Sattelzug hatte ich noch mehr Probleme (ist eigentlich einfacher). Gruß Detlef   

Kommentar von Mankalita2 ,

Die Wette gilt! ;-)))

Ich lebe zwar nicht in einer Großstadt, aber in unserer Straße herrscht Parkplatznot ohne Ende. Fast monatlich kommt ein Auto dazu (ein Kind welches 18 geworden ist hat nun auch ein Auto) und seit ein paar Jahren ist's hier mehr als eng, manche müssen ein paar Straßen weiter parken, selbst die Abbiegungen sind in den "Kurven" zugeparkt (war da nicht was mit 5 Meter???) egal...

Also, mit nem Bus oder LKW musste ich noch nie parken, mit nem Transporter kann ich's und ich kann nen 7,5 Tonner mit Anhänger rückwärts um ne rechtwinklige Abbiegung fahren und mit Anhängern am PKW's hab ich auch kein Problem, mit Anhänger (frühere Arbeit) nach M und "Kram" holen... where's the problem :-D ;-)))

LG :-))))

Antwort
von Bonny2, 185

Ich gehe mal davon aus dass Du mit 27 schon
"ausgewachsen" bist. Hast Du vor wegen dem Motorrad Kraftsport zu machen oder an Gewicht zuzulegen um das Motorrad zu halten?

Ist nämlich Blödsinn. Es gibt sehr schlanke und auch kleine Menschen, die ein Motorrad halten können. Hat auch nichts mit "Männlein" oder "Weiblein" zu tun. Es ist eine Technik wie man das Motorrad hält. Dann ist die Sitzhöhe auch von Bedeutung. Dazu kommt die Angst, dass Motorrad "zu legen". Nicht darüber nachdenken, dann passiert es auch nicht. Teste mal die Sitzhöhe und die Sitzhaltung. Eigentlich sollte Dein Fahrlehrer das beurteilen können.Beide Füße sollen ganz auf den Boden reichen. Nur mit Zehenspitzen über 200 kg zu halten (im Ausnahmefall, nicht ständig), da gehört schon Training dazu, das ein Anfänger nicht hat.

Mach Deinen Führerschein für "große Motorräder".
Zuerst den "Kleinen" zu machen ist rausgeworfenes Geld, da Du ja schon 27 Jahre alt bist und Dir Dein Motorrad nachher selber nach Deinem Empfinden aussuchen darfst. Da wirst Du schon das Passende finden. Muss ja nicht die Fahrschulmaschine sein. Also keine Angst und viel Glück beim Führerschein. Zum Beraten was das "Wohlfühlgefühl" und die richtige Haltung beim Motorrad fahren betrifft hast Du ja noch uns. :-)

Gruß aus Berlin, Bonny   

Kommentar von Cattleya ,

Ich habe tatsächlich schon darüber nachgedacht Kraftsport zu betreiben..

Also an der Größe liegt es denke ich nicht, ich bin 1,75 m, da komme ich gut mit beiden Füßen auf den Boden.

Und das mit der Angst vorm umkippen ist natürlich auch so ne Sache..die habe ich nämlich wirklich!

Mein Fahrlehrer ist sowieso der Meinung, dass wenn man vorher nichts motorisiertes zweirädriges gefahren ist, eh erst mal klein anfangen sollte.

Inzwischen denke ich schon, dass  ich einfach zu blöd bin zum Motorrad fahren.

Danke übrigens allen für die Antworten!

Kommentar von Mankalita2 ,

*lach* du brauchst keinen Kraftsport um Motorrad zu fahren!

Mach dir mal bitte bewusst, dass das Gewicht des Motorrads auf der Straße lastet, das Motorrad steht doch auf seinen Rädern ;-)))

Du... du musst im Stand nur ein bisschen die Balance halten, aber nicht das Gewicht des Motorrads ;-)))

Kommentar von MopedTunerAT ,

Es gibt kein zu blöd - du kannst es einfach nicht können, wenn dus noch nicht gemacht hast, so einfach ist es. Frag doch mal ein 5 Jähriges Kind was 2+2*2 ist, es wird es nicht beantworten können, es kann ja nicht rechnen. Frag mal ein Neugeborenes wie es heißt - richtig, es kann nicht reden, und genau so gehts dir - du musst lernen!

Ich kenn da so nen Kurzfilm >>The Butterfly Circus<< und der Satz um den sich alles dreht besagt  " The crater this travel, the more glorious is the triumph! "
Also in deinem Fall "je schwerer es für dich am Anfang ist, desto besser wird es sich anfühlen es zu können."!!

Übrigens, Kraftsport hilft dir nicht das Motorrads zu halten. Höchstens es wieder aufzustellen.. wenns beim Kraftsport jedoch nicht ums Bike geht, wünsche ich viel Erfolg!

Kommentar von VinCal ,

Geht nicht gibts nicht. Üben, üben, üben. So lange du nicht in die Beuge gehst, wenn du an einer Ampel den Fuss abstellst, bringt dir ein kraftvoller Beinbizeps auch nicht sonderlich viel. Glaub mir, ich bin Kraftsportler und kann es aus Erfahrung sagen. :-)

Kommentar von bb4466 ,

Genau richtig, es ist eine Frage der Übung und weniger der Kraft. Anders gesagt, wenn die ~200 kg Karre einmal schrägt liegt, kann sie auch ein gut trainierter Mensch nicht "halten".
Man kann den Umgang (auch ohne Führerschein) üben, wenn man sich einfach mal ohne Motorlauf auf ein Motorrad (alte Maschine eines Freundes o.ä.) setzt und damit etwas herumrangiert, balanciert usw. Das verschafft etwas mehr Sicherheit.

Antwort
von JawaCZ634, 81

Hallo!

Ich kann dir wie die anderen nur zum A-Schein raten. (sonst zahlt man zwei mal)

Eine alternative wegen dem Umkippen wäre ein Gespann! (Motorrad+ Beiwagen) Klar muss man da auch in den Kurven aufpassen, aber am Stand kippt das nicht wenn man es nicht erzwingt.

Antwort
von Default, 112

Du bist sicher nicht, der/die einzige, bei dem in der Fahrausbildung das Mopped auch mal umfällt.

Eigentlich muss Dein Fahrlehrer Dich auf Deinen gemachten Fehler - der Dir vielleicht unterlaufen ist - hinweisen.

Ansonsten ist ein leichtes Mopped schon leichter zu handhaben. Aber Du stehst offensichtlich erst am Anfang der Ausbildung und wie jeder andere auch, durchläufst Du eben eine Lernkurve. Am Ende wird Dir das vermutlich nicht mehr passieren.

Wobei es auch routinierteren Fahrern passieren kann, dass sie ihre Maschine umschmeißen.

Antwort
von geoka, 122

Nein, es gibt kein "zu schwer", wie sonst könnte ich sonst mit meiner 300kg Maschine anhalten, wie sonst könnten hagere Typen eine Honda Goldwing fahren?

Alles eine Frage der Balance ;-)

Kommentar von 19ht47 ,

mir ist es am Anfang (Wiedereinstieg) auch mal passiert, dass ich nicht aufgepasst habe. Als ich an einer Ampel anhielt, war direkt unter meinem Schuh ein Schlagloch und dadurch mein Bein zu kurz.

Antwort
von fritzdacat, 145

Würde gleich den A unbeschränkt machen, sonst hast du in einem Jahr den ganzen Heckmeck noch mal. Das mit dem Gewicht ist nur Übungssache, niemand von uns kann ein Bike ab 150 kg Gewicht noch einfach so halten (mit einem Fuss auf der Strasse), wenn er es über 45 Grad auf die Seite kippt... höchstens wenn man darauf vorbereitet ist, aber nicht, wenn das Bike überraschend kippt.

Und beim Bremsen immer schön den Kopf hochhalten, nicht vor's Vorderrad schauen (wie der Amerikaner sagt: if you look down you go down ;)  )

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