Welches µ [Mü] wird dabei angesetzt. Ist das auf einer guten Landstraße, oder nur auf super top Rennstrecken gemessen? Und mit Hanging of oder nicht? (hat das überhaupt auf die max. Schräglage Einfluß?)
Konservativ (und m. E. nicht richtig) kann man die Schräglagenwinkel als den Winkel zwischen der Symmetrieachse des Motorrads und der Vertikalen bezeichnen. Für eine erste Näherung und kleine Schräglagen mag das reichen, aber sauber ist es nicht.
Eine faire Bezeichnung der Schräglage geht vom Reifenaufstandspunkt durch den Schwerpunkt des Systems Motorrad+Fahrer; also war möglicherweise Hanging-off im Spiel, was den Schwerpunkt ja in Richtung Kurveninneres verschiebt und insofern Einfluss auf die Schräglage (in dieser Definition) hat.
Wenn man tricksen will, kann man Schräglage auch von dem Punkt (und wiederum durch den Schwerpunkt des Systems) messen, an dem die Symmetrieebene des Motorrads die Straße trifft (bzw. träfe: bei Kurvenfahrt hat die Reifenmitte ja keinen Asphaltkontakt). Dann wird der Schräglagenwinkel rechnerisch größer.
Und das Mü... 1,2 halte ich für realistisch - unter Top-Bedingungen; also 1a-Asphalt, warme Reifen, optimaler Luftdruck, trocken, etc. Allerdings glaube ich nicht, dass Michelin das "ansetzt" und daraus auf die mögliche Schräglage schließt, sondern dass sie die Schräglage schlicht und einfach gemessen haben.

Moin, wenn Michelin einen theoretischen Wert genommen hätte läge der bei 0,9-1,1. Aber palatinobiker liegt da genau richtig, denn die Schräglage wurde tatsächlich gemessen und zwar auf der Rennstrecke durch einen Ex- Profifahrer nun als Tester bei Michelin. Weitere Details später.