Frage von kawaguy88, 288

Mich würde es mal interessieren ob jeder Motorradfahrer schon mal en Sturz oder Rutscher hatte?

Antwort
von mausekatz, 176

Ich hatte in meiner 33jährigen "Laufbahn" als Biker schon etliche Rutscher und Quersteher (Stau spät gesehen, zu dicht aufgefahren, Regen), aber am Boden lag ich noch nie. Konnte meine Bikes immer noch rechtzeitig auffangen. Auch haben mich Autofahrer nie übersehen - liegt vllt. auch daran, dass ich gerne mit viel Licht fahre. Wie auch immer, habe bisher Glück gehabt. Mein Sohn weniger. Der hat sich auf der Rennstrecke beim Highsider auf Asphalt einen Nierenriß zugezogen und durfte seine gelben Ausscheidungen 3 Monate im Plastikbeutel bewundern. 

Antwort
von EngStirn, 128

eine Ente nahm mir die Vorfahrt und ich musste mit 70Kmh dahinein. runterschalten aus 120Kmh ging nicht mehr, Ausweichen auch nicht.

Ich machte einen Salto über das Auto, landete mit den Milchflaschen im Rucksack auf dem Rücken und knackte diese Flaschen mit meinem Lendenwirbel - nichts weiter ist passiert. Das Motorrad war Schrott (Lenkkopflager abgerissen). Links war die Leitplanke, dann kam ein Meter Rasen, bevor der Asphalt begann und ich hatte das Glück auf dem Rasenstreifen zu landen.

Danach bin ich zehn Jahre lang nicht mehr Motorrad gefahren...

Bis ich von der G450X wieder angefixt wurde. :-))

Viele gesundheitliche Grüße

Rainer

Antwort
von FrauElster, 163

Ich persönlich würde da jetzt auch "beinahe" Unfälle zu zählen, bei denen der Motorradfahrer nur mit viel Glück nicht durch die Luft geflogen ist. Denn die Ursachen sind ja doch die gleichen und der Ausgang genau das: reine Glückssache.

In der Hinsicht kenne ich niemanden ohne solche Erfahrungen. Viele schmeißen das Motorrad ja schon in der Fahrschule mal hin ;-)

Ein gefährliches Hobby? Klar. Viele andere aber auch, nur steht ein Unfall beim "Hobby Motorrad" nunmal oft gleich in der Zeitung, bleibt im Gedächtnis und schafft so bei manchen Leuten einen bleibenden, eher negativen Eindruck. Gefährlich wirds nur, wenn man sich unverwundbar fühlt.

(ich hatte gestern morgens im dichten Berufsverkehr im Dunkeln einen Mopped-fahrer vor mir und muss aus Autofahrer-sicht sagen: der erhöht sein Risiko, einen eher unangenehmen Unfall zu haben, schon selbst ziemlich drastisch. Ob das schlau ist, dumm oder "männlich" bei den Witterungsverhältnissen oder ob er vllt. keine Alternative hatte, bleibt aber offen ;-)) 

Kommentar von Bonny2 ,

„Gefährliches Hobby“ ist relativ. -- In meiner ersten Band in den 70´ern ist unserem 2. Gitarrist eine Seite gerissen. Die hat er durchs Gesicht bekommen. Seitdem hat er eine Narbe im Gesicht. Als ehemaliger Sportschütze ist mir noch nie ein Unfall passiert. Als Boxer sind mir mehrere „Unfälle“ passiert. Deshalb habe ich das Hobby aufgegeben Ein Fallschirmspringer macht nur einmal einen Fehler. Deshalb habe ich dieses Hobby ausgelassen. ;-) Gruß Bonny

Antwort
von Weinberg, 130

In den fast 30 Jahren, die  ich Motorrad fahre, hatte ich Gottseidank noch keine wirklich schweren Stürze, also mit Verletzungen, bzw. stark zerdepperter Maschine.

Allerdings hatte ich schon 2 x richtige Stürze, die zum Glück gimpflich abgingen.

Einmal auf regennasser Fahrbahn in einer langgezogenen Kurve auf einer nicht erkennbaren Dieselspur ausgerutscht und mit ca. 70 km gestürzt. Schön dahingeruscht (zum Glück kein Verkehr und breite Strasse), Verkleidung, Koffer und Gewand ein bisserl abgeschunden, sonst nix.

Meinem Kumpel, der hinter mir fuhr und ebenfalls stürzte, hat es allerdings etwas schlimmer erwischt.  Knie verletzt (musste später operiert werden) und, da er teilweise unter dem Motorrad lag, am Oberschenkel Brandwunden vom Auspuff. Und an seiner Varadero die Gabel verbogen. Wir konnten aber noch nach Hause fahren....

Das zweite mal kam mir auf einer schmalen Bergstrasse in einer engen Kurve auf meiner Seite ein Auto entgegen. Da ich eh nur ca. 30 km schnell war, konnte ich aufs Bankett und in den Strassengraben ausweichen. Da hats mich dann halt geschmissen. Aber nix passiert.

Umfaller, also im Stehen, beim Reversieren oder bei Schritttempo, gabs aber öfter. Alles folgenlos, wenn man von Kratzer an Koffer und Verkleidung absieht.....

Ich fahre aber sehr defensiv und und gehe immer davon aus, daß mich ein Autofahrer, der gerade einbiegt, abbiegt usw., mich nicht sieht. Und verhalte mich danach.....



Kommentar von mausekatz ,

Das ist eine sehr gesunde Einstellung.

Antwort
von fritzdacat, 187

Kenne jedenfalls keinen, der noch keinen Sturz hatte (vielleicht outet sich ja heute einer). Ist ganz normal, mit anständiger Kleidung etc. geht's auch meist glimpflich ab. Wichtigste Regel ist, sich nicht am Bike festzuhalten wenn es abwärts geht und auch nicht zu versuchen sich beim Aufprall auf den Boden (oder was auch immer) mit Armen und Händen abzufangen.

Verletzungen fangen nach meiner Erfahrung erst etwa 20-30 Minuten nach dem Ereignis an weh zu tun, man sollte also nicht unbedingt jede Hilfe, die man nach einem Sturz bekommt, gleich wieder wegschicken oder z.B. einem Unfallgegner sagen "mir ist nix passiert" .  

Das wichtigste Utensil ist IMHO ein Rückenpanzer, will jetzt nichts anderes bagatellisieren, aber Rückenverletzungen haben wirklich die schlimmsten Folgen, und selbst wenn es ohne Bruch abgeht, eine Atemlähmung ist auch nicht gerade harmlos.

Antwort
von chevybernie, 112

Früher, mit dem Moped hat es mich einmal hingelegt, dass ich eine Woche lang jeden Tag zum verbinden musste. Mit dem ersten größeren Motorrad( 500er)  war ich mal beim weg fahren zu übermütig mit dem Gas. Da hat´s mich hin gelegt und 2 Mal bin ich von Autos aus der Seitenstrasse angefahren worden. Das erste Mal mit der 500er, da lag ich auch da und brauche ein paar neue Teile. Das zweite Mal vor etwa 4 Jahren. Da kam auch einer aus der Seitenstrasse und fuhr einfach weiter, obwohl ich genau vor ihm in der Abbiegspur quer zu ihm war. Gott sei Dank hat der nur den Hintereifen gestreift. Das war zwar ein Schlag, dass es mir den Hintern weg zog, ich konnte die Maschine aber gerade noch so abfangen. Wäre der Aufprallpunkt nur etwa 10cm weiter vorne gewesen, hätte er mich wahrscheinlich umgefahren.

Antwort
von Nachbrenner, 155

Was lässt dich denn diese Frage stellen?

Es ist nicht schön wenn man seinen Kumpel da liegen sieht, die Hilfsbereitschaft der dazu kommenden Autofahrer gegen null tendiert oder sie sich empören, nicht gleich weiterfahren zu können.

Was ist so schön daran eine total zerfetzte Maschine auf der Fahrbahn zu sehen und ein Tuch das die Reste des Fahrers verbirgt.

Wer fragt schon Autofahrer ob sie mal kleine Dellen in ihr „Heiligtum“ gedotzt haben. wäre auf deinen Beweggrund echt gespannt.

Grüßle

Kommentar von kawaguy88 ,

Mein Beweggrund ist mit Sicherheit nicht der genannte. Soetwas ist nie schön und man hat vielleicht einen guten Freund und Biker verloren. Ich entschuldige mich für meiner Frage die dich vielleicht verletzt hat oder ähnliches. Mich interessiert es eher weil ich noch keinen Unfall bzw rutscher hatte und ich mal wissen wollte ob es "normal" ist mit dem Motorrad mal Asphalt zu küssen. Wie gesagt tut mir leid. 

Mfg kawaguy88

Kommentar von Nachbrenner ,

Muss dir nicht leid tun aber etwas seltsam ist deine Neugier schon. Ich fahre jetzt seit 53 Jahren Motorrad und als kleiner Bub hat es mich schon hie und da gelegt, allerdings auf dem Truppenübungsplatz und viel zu jung zum Führerschein.

Trotzdem hält sich meine Neugier wie Asphalt schmeckt, in echt engen Grenzen. Nach meinem Sturm und Drang Jahr, dass ich ohne Crash und viel Glück überstanden habe ist Ruhe in meinem Fahrstil eingezogen, trotzdem kann jederzeit etwas passieren. Braucht nur einen hormongesteuerten Dosenfahrer und Du kannst deine Freundin im Krankenhaus besuchen.

Kommentar von mausekatz ,

Also ganz ehrlich, die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt.

Antwort
von nagelpilzotto, 75

Ich fahre seit 2005 oder 2006 und mich hat es noch nie richtig hingelegt. Eher mal einen kleinen Ausrutscher, den ich auffangen konnte. Mein Ehrzeig schnell und hektisch zu fahren hält sich in Grenzen, daher kommt es auch kaum dazu. Habe aber zwei Umfaller. Nahezu aus dem Stand. Das erste mal fuhr ich mit der 125ccm Honda Varadero. Was heist hier fuhr. Bin erst gar nicht dazu gekommen, denn ich hatte das Bremsscheibenschloß am Vorderrad vergessen abzumachen. Als ich losfuhr knickte ich ein und fiel zu Boden. Dummerweise hatte ich den linken Fuß unter der Maschine und danach 6 - 8 Wochen schmerzen. Das zweite mal wollte ich mit der Honda Transalp einen Bordstein ganz langsam hochfahren. Der Vorderreifreifen verkanntete und ich fiel auf die linke Seite um. Die Maschine war zu schwer um sie zu halten. Es ging alles in Zeitlupentempo. Passiert ist nichts, nur hatte ich diesesmal das Problem die Maschine wieder hoch zu bekommen. Mit viel Mühe habe ich es beim dritten Versuch geschafft. Ich hoffe daß es dabei bleiben wird und auch in Zukunft nicht schlimmes passiert. Aber es gibt ja genügend Idioten auf der Straße auf denen man auch noch aufpassen muss. 

Antwort
von puch37, 130

Gehöre zu den wenigen die noch keinen Sturz oder Rutscher hatten. Hoffe es bleibt noch so, 3x Holzklopfen, vielleicht hilft es etwas.

Antwort
von haudegen, 137

Dann oute ich mich mal als einer der noch keinen sturz oder rutscher hatte (zumindest so keinen rutscher das des motorrad aufm boden lag). Ich fahre nun seit 11 jahren. Meine fahrleistung im jahr mit 4-5tkm schätze ich als eher durschnittlich ein. Klar es gibt auch viele die mehr als doppelt soviel fahren aber auch manche die gerade nur die hälfte schaffen. Ich hab nen arbeitskollegen der wirklich jeden tag mit dem motorrad fährt solange das teil nicht repariert werden muss. Der legt sich bald jede saison einmal hin. Meistens im kreisel, letztens weils etwas nass auf der Straße war. Er sagt aber auch das er ziemlich zügig fährt. Ich für meinen teil halte mich im vergleich zu andren motorradfahrern besser an verkehrsregeln und übertreibe es auch nicht. Desweiteren versuche ich sehr vorraussichtig zu fahren und gewisse situationen zu vermeiden. Auch gehe ich nicht an meine grenzen sondern bleibe im rahmen des lockeren machbaren,dennoch bin ich kein kriecher oder blümchengucker. Ich fahre einfach nur entschleunigter als manch andrer. 

Antwort
von Bonny2, 143

Viele haben schon Stürze hinter sich. Nicht weil sie zu schnell sind oder nicht fahren können. Sehr oft sind andere Verkehrsteilnehmer schuld. Natürlich sind auch oft besondere Fahrbahn- oder Witterungseinflüsse
schuld. Die meisten Stürze sind aber „Umfaller“ oder Wegrutscher. Darüber redet aber kaum jemand, da selten Verletzungen oder Schäden entstehen.

Dann ist auch ausschlaggebend, ob man viel fährt,  ob im Gelände oder nur Straße, auf der Landstraße oder in der Stadt. Die Fahrweise und ob man bei allen „Wetterlagen“ fährt sind schon große Unterschiede. Es gibt viele, die sind noch nie gestürzt, Andere haben schon mehrere Stürze hinter sich. Die Frage ist also kaum zu beantworten. Allerdings, dass „alle“ Motorradfahrer schon gestürzt sind, ist auf jeden Fall zu verneinen. Gruß Bonny



Antwort
von geoka, 124

Kenne auch keinen ohne Unfall :-/

Antwort
von Kaheiro, 134

Ich kenne keinen.

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