Laut Herstellerangaben ist die Bremsflüssigkeit alle 2 Jahre zu wechseln, bei sehr stark hygroskopischen Produkten oder im Rennbereich sogar öfters. Aber mal ehrlich, hat jemand schon mal den Wassergehalt nach einem oder zwei Jahren getestet und musste ein Wechsel wirklich sein? Und an welcher Stelle gelangt denn das Wasser in den Bremskreislauf?

Bremsflüssigkeit ist stark hygroskopisch. Und das Wasser wird einmal durch die Belüftungsbohrung des Vorratsbehälters und teilweise durch die Bremsleitungen aufgenommen. Nach 2 Jahren wird (bei mir) gewechselt unabhängig ob die Bremsflüssigkeit 5 oder 12% Wasser aufgenommen hat. Und bei 6,95 Euro pro 250 ml ist das gerade noch finanziell machbar.
Hier geht es ganz klar um die persönliche Sicherheit, also um dein Leben. Also wechseln und beruhigt die nächsten Kurven ansteuern.

Das Problem ist ja, dass Du der Bremsflüssigkeit nicht ansiehst, wann sie wegen zu hohen Wassergehalts "fällig" ist, sondern Du nur bei einer heftigen Fahrt bergab plötzlich ein sehr "weiches" Gefühl am Hebel hast und die nächste Kehre sich mit (fast) unverminderter Geschwindigkeit nähert.
Manche Dinge sollte man einfach rechtzeitig auswechseln innerhalb des Zeitraums, den die Hersteller noch für "sicher" halten.

Nicht zu vergessen, das erhöhte Wasseranteil auch die Korrosion in den Bremsenteilen fördert, wodurch Bremssattelkolben fest gehen können. Dann wird´s richtig teuer.