Frage von nagelpilzotto, 72

Liegt das alleine an den Reifen?

Fahre die Thriumph Bonneville und die Honda Transalp. Auf der Triumph fahre ich wie auf Schienen. Merke keine Bodenunebenheiten bei glatter Straße. Hingegen bei der Honda Transalp ist es etwas holpriger, auch auf glatter Straße. Habe die Metzler Tourance Next Reifen auf der Transalp. Sie sehen aus wie Straßenreifen und haben nur schräge Längsrillen. Ist die Fahreigenschaft auf der Straße nur auf den Reifen zurück zu führen oder warum ist die Transalp holpriger?

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von gaskutscher, 26

Reifen können viel ausmachen - ebenso wenn das Öl in der Gabel fehlt.

Bei meiner XJ 600 S war definitiv zu wenig Öl in der Gabel, Simmerring ebenfalls defekt -> beides wurde von einer Werkstatt nach dem Kauf behoben. Trotz der gleichen Bereifung hatte ich ein völlig anderes Motorrad unter mir.

Laufleistung der Bonneville? Laufleistung der Honda? Wann wurden die Stoßdämpfer bzw. das Gabelöl zuletzt überprüft bzw. im Falle vom Gabelöl gewechselt?

Kommentar von nagelpilzotto ,

Nach wieviel Jahren sollte das Gabelöl gewechselt werden? Die Honda hat 25.000km hinter sich und ist vom Baujahr 2009. Die Bonneville hat gerade mal 6.000km und ist vom Baujahr 2015. 

Kommentar von gaskutscher ,

Steht in der Bedienungsanleitung drin.

Hier ein Erfahrungswert von 2 Jahren bzw. 20'000 km. Überprüfen bzw. Wechsel laut Honda alle 12'000 km. Stimmt das mit deinen Unterlagen überein?

http://www.transalp.de/technik/wartung/gabeloelwechsel/

Kommentar von nagelpilzotto ,

In der Wartungstabelle ist es nicht aufgeführt. 

Kommentar von gaskutscher ,

Konnte auch nichts finden. Hier wird bei einem modellunspezifischen Bericht auch wiederholt: Alle 2 Jahre oder eben 20'000 km wechseln.

http://www.motorradonline.de/schraubertipps/gabeloel-wechseln/41392

Bei meiner BMW dient das Öl in Tauchrohr/Standrohr nur zur Schmierung. Die Dämpfung läuft über das Federbein mit integriertem Dämpfer.

Für diese gilt - wie bei den auch bei anderen Motorrädern an der Hinterachse verbauten: Das macht die Werkstatt.

Antwort
von Jayjay12, 28

Nein, im Gegenteil: mit der Straßenbereifung dürfte das Fahrgefühl besser sein als mit grobstolligen Enduro-reifen. Es könnte ursächlich an den Federbeinen liegen. Du kannst mal schauen, ob eine weichere Einstellung der Federung beim Hinterrad der Transalp möglich ist, Liborio.

Was mir noch einfällt, ist die Frage nach dem Gabelöl. Ist das irgendwann getauscht worden oder wurde die Gabel noch nie ausgebaut? Der Schwerpunkt liegt hinten, aber eine ungenügend einfedernde Gabel wirkt sich auch negativ aus.

Das Fahrwerk der Transalp sollte an sich prädestiniert für lange Strecken sein. Normalerweise müsste sie Bodenunebenheiten wegstecken, als wäre es ein Klacks. Wäre interessant zu wissen, ob der "Freundliche" meine Ansicht teilt. Schätze, da lässt sich etwas verbessern bei deiner Maschine.

Viele Grüße JJ

Antwort
von fritzdacat, 24

Kenne mich mit diesen Tourenreifen nicht so aus, aber es gibt einfach Holzreifen, bei denen man jedes Steinchen spürt (Prinzessin auf der Erbse), und Reifen, die mehr federn und Unebenheiten eher wegstecken, liegt auch etwas am Luftdruck und ob warmgefahren oder noch kalt. Auf jeden Fall ist  das Phänomen, das du schilderst, völlig normal.

Antwort
von geoka, 33

Allein schon aufgrund der unterschiedlich langen Federwege dürfte die Alp mehr Komfort bieten, andererseits ist die Grundkonstruktion ja auch schon einige Jahre älter als die Bonnie und spricht vielleicht nicht so sensibel an. Sprich das sog. "Losbrechmoment" beim Einfedern könnte deutlich höher sein.

Kommentar von Jayjay12 ,

Das "Losbrechmoment" klingt echt gut. Man ist versucht, rasch zum Küchenfenster zu marschieren, den Kopf in den Wind zu halten, um dann gehörig abzugöbeln...;-)

Kommentar von geoka ,

Immer nach Lee, nie nach Luv!

Kommentar von Jayjay12 ,

Lach...ja, genau :-)

...und immer in der Hoffnung, dass der Wind nicht dreht..

Antwort
von Mankalita2, 24

Also, ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht nur an den Reifen sondern auch am Fahrwek liegt. Zum einen wie das Fahrwerk eingestellt ist bzw. welche Einstellmöglichkeiten überhaupt vorhanden sind und zum anderen auch an der Qualität des Fahrwerks.

Kommentar von nagelpilzotto ,

Bei der Transalp kann man das hintere Fahrwerk einstellen soweit ich weis. 

Antwort
von Effigies, 27

Die Fahreigenswchaften sind von vielen Faktoren abhängig.

Ein etwas holprigeres Gefühl bei kleinsten Unebenheiten kommt meist wirklich von den Reifen, da die Federung bei solchen Hubbelchen noch nicht anspringt (Masseträgheit, ungefederte Massen) .

Kann es sein, daß die Reifenflanken einfach etwas steifer sind ? Der Effekt ist z.b. bei neueren BMW PKWs deutlich spürbar, wegen der Runfaltreifen.

Laufen beide Moppeds auf Schlauchlosreifen ?

Also  das Abrollgefühl wird auf jeden Fall viel von den Reifenflanken bestimmt.

Kommentar von nagelpilzotto ,

Bin die Kawasaki W800 zur Probe gefahren und da war es sehr holprig im Vergleich zu meinen Maschinen. Lag höchstwahrscheinlich an den grobstolligen Reifen. 

Kommentar von Effigies ,

Offroadreifen sind oft, um Quetschbeschädigungen auf Kanten und Steinen zu vermeiden, in der Flanke viel steifer als Straßenreifen.

Kommentar von Effigies ,

Was den Übergang von der Eigendämpfung des Reifens zur Fahrzeugfederung angeht ist das Losbrechmoment, das geoka anführt, natürlich auch ein wichtiger Aspekt der mit dem Alter der Gabel sicher ned besser wird.

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