Kann mit dem Begriff Ölsumpf nichts anfangen, bitte um Erklärung

gefragt von KeineAhnung am 06.06.2009 um 21:52 Uhr

Sumpf hat was mit Schlamm zu tun. Öl ist doch aber eigentlich flüssig. Also wenn ich ne einfache Erklärung bekommen könnte sag ich schon mal Danke

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anonym
beantwortet von greigri am 6. Juni 2009 22:03
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Servus! Im Gegensatz zu einer Naßsumpfschmierung, welche eine Ölwanne unten am Motor hat, wo sich auch der Ölinhalt befindet, und aus dem die Ölpumpe das Schmieröl ansaugt, und zu den Schmierstellen bringt

hat eine Trockensumpfschmierung 2 Ölpumpen, wobei Eine das Öl aus "Trockensumpf" in einen Öltank (meist das Rahmenrohr) raufpumpt, und von dort pumpt eine zweite Ölpumpe das Öl zu den Schmierstellen.

Trockensumpf heisst es deshalb, weil im Betrieb jeder deka Öl sofort weggepumpt wird, und sich keine wirkliche Flüssigkeitsmenge befindet.

Schlamm hat in einen Motor nichts verloren, und es ist auch nicht so gemeint, dass du da Schlamm im Motor hast.

Man könnte auch sagen, Trockenwannenschmierung. Ich glaub halt, diese Bezeichnung hat sich einfach so eingebürgert. Hast aber recht, irgendwie irritiert dieser Begriff.

Die Trockensumpfschmierung hat den Vorteil, dass kein Öl bei Kurvenfahrten oder Beschleunigungen vom Ansaugrüssel wegschwappt, und auch in Extremsituationen noch immer die Schmierung gewährleistet ist.

Gruß, Reinhold

Kommentar von F942371d2dc5c02ae25a051310a50db0smallchappmeyledock am 6. Juni 2009 22:08

da hab ich auch wieder etwas gelernt. Gruss chappmeyledock


chapp
beantwortet von chapp am 6. Juni 2009 23:16
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Der Ausdruck Ölsumpf stammt noch aus der Zeit, als Ottomotoren kein Ölleitungssystem und keine Ölpumpen hatten. Im Kurbelgehäuse befand sich ein Ölreservoir das man als Ölsumpf bezeichnet hat (seinerzeit war das wohl auch eher ein Sumpf). An den Kurbelwangen waren Blechschalen befestigt, die wie ein Löffel aussahen und bei jeder Umdrehung der KW einen Löffel voll Öl aus dem Sumpf geschaufelt, und mehr oder weniger gezielt im Motorengehäuse verspritzt haben. Da diese Motoren stehende Ventile hatten (seitengesteuert) genügte das, weil man auch die Ventile und Nockewelle auf diese Art erreichen konnte. Als die Leistungen höher wurden genügte diese Technik nicht mehr und man erfand die Trockensumpfschmierung, die geigri so trefflich erklärt hat. Der Ausdruck Ölsumpf blieb der Einfachheit halber erhalten, obwohl es dort weder einen Sumpf noch nennenswerte Mengen Öl mehr gab.


Frank
beantwortet von Frank am 6. Juni 2009 22:08
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Damit ist der untere, tiefste Teil der Ölwanne gemeinst, indem sich das von den Schmierstellen ablaufende Öl wieder sammeln kann. Von dort kann es wieder von der Ölpumpe angesaugt werden. Einfach genug;-)


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Kommentar von 5becc592b32836b7e51af0300c6e163esmallturboklaus am 7. Juni 2009 12:50

Warum kompliziert, wenn´s auch so einfach geht :-) !!! Da staunt der Fachmann, der Laie wundert sich :-)


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