Ein Kumpel behauptet, ein neuer Motor würde bis zu 5 PS mehr Leistung bekommen, wenn man ihn auseinander baut im mit größter Sorgfalt wieder zusammen baut. Kann das sein?
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Ich finde das bei bis zu 5 gewonnenen PS, der Aufwand in keinerlei Verhältnis zum Nutzen steht.
Sorgfalt ist sicher kein Fehler. Mehr erreicht man aber z. B. beim Vierzylinder, wenn man schon bei der Auswahl der Komponenten z. B. identisch schwere Pleuel/Kolben/Bolzen mit identischer Massenverteilung nimmt. (Es hilft also nichts, wenn die Pleuel gleich schwer sind, aber das eine mehr Masse am oberen Auge hat, das andere mehr am unteren.)
Dazu bräuchte man aber erst einmal überhaupt eine Auswahl; einen Motor auseinanderzunehmen und die Einzelteile so auszuwiegen und neu zusammenzustellen, dass jeder Zylinder dieselben Massen "antreiben" muss, ist bei weitem nicht so effektiv.
Hallo! Die Leistungsstreuung bei Serienmotoren kommt durch die in der Serie einlaufenden Fertigungstoleranzen, weshalb natürlich schonmal bis zu 10 % Serienstreuung zusammen kommen können. Der Hersteller sortiert aber meist vorher schon Teile aus, die der Leitung abträglich sind, man will ja schließlich den Kunden zufrieden stellen. Das zerlegen und wieder zusammenbauen eines Motors gehört mit Sicherheit nicht zu den Maßnahmen die zur Leistungsgewinnung gehören, da sich die Teile an sich ja nicht ändern, man baut ja alle Teile wieder im selben Motor ein. Wie palatinobiker schon hingewiesen hat, kommt es auf "ausgewogene Motorteile an, da sind aber noch weitere Faktoren wichtig: Gewichte, Maßhaltigkeit, Wuchtung, Schliff der Nockenwelle, Druck der Ventilfedern, Ventilführungen, die Lager, exakt fluchtende Wellen, Zahnräder, usw, also alles was so in einem Motor alles verbaut ist unterliegt einer gewissen Serienstreuung, weshalb das eigentlich Sache der Tuner ist hier auf Leistungssuche zu gehen. Der Normalsterbliche Schrauber wird nur durch blosses zusammenbauen des Motors keine höhere Leistung aus dem Motor kitzeln können.